Beiträge von bordy

    Zitat

    Natürlich können Unfälle immer passieren. Aber ein Unfall dieser Art ist einer zuviel.


    Jeder Unfall ist einer zu viel, das liegt schon in der Grundbedeutung des Wortes .


    Allerdings halte ich es da auch immer für gefährlich, sich bezüglich Schuldzuweisungen so weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn man die Situation nicht kennt.
    An einem Unfall ist eben selten auch nur einer allein "Schuld" - und sei es nur, dass man leider im leben eben immer für einen "Idioten" mitdenken muss. Wenn ich am Ende dann zwar im Recht , aber der Geschädigte bin, kann ich mir davon aber leider eben auch nichts kaufen.

    Ich umreiße da nur grob mal was - Kind (11) geht mit eigenem, "speziellen" Hund spazieren, Hund reißt sich los, rennt zum Zaun, Hunde pöbeln sich gegenseitig an. Kind geht hin, sammelt Hund ein, Hund dreht sich um (starke Vermutung, weil anderer Hund hinterm Zaun ), packt Kind am Oberschenkel. Kind hat einen blauen Fleck , spielt am selben Tag aber noch auf der kreismeisterschaft Fußball .
    Am nächsten Tag steht in der Zeitung Schäferhund hat Kind angefallen..
    Jetzt kann man sich mal fragen ob man anhand des Zeitungsberichtes, die Situation wirklich "richtig" beurteilt hätte.

    Ein netter Spiegel der Gesellschaft hier - auf der einen Seite die, für die der Hund auf wohl eher ungesunde Weise für alle Beteiligten Sozialpartner Ersatz ist, der generell unfehlbar ist. Auf der anderen Seite die, für die ein Hund ein zahnloses Stofftier zu sein hat, der grundsätzlich alles über sich ergehen lassen muss, während der Mensch unfehlbar ist.


    Generell kann man wohl sagen, dass soein Unfall immer tragisch ist - ich finde allerdings nicht, dass es etwas bringt sich hier nun über Schuld zu ereifern .

    Ich Sage dazu nur so viel.... Ich kenne Hundehalter, die ihre Tiere nicht richtig sichern und ich kenne Eltern, die ihrerseits die Meinung vertreten das ihr Kind Narrenfreiheit hat und es deswegen garnicht nötig ist die Grenzen eines Tieres zu respektieren. Beides nicht schön.
    Ich bin übrigens, wie Generationen vor mir, mit Hunden in der Umgebung aufgewachsen, die Auf ihrem Grundstück alle nicht ohne und trotzdem nicht im Zwinger waren. Bis auf einmal nen Riss im Finger, weil ich selbigen durch den Zaun stecken musste, unverletzt. Mir hat aber auch niemand diese unsägliche "wir sind die Krone der Welt, wir dürfen alles" Weltanschauung beigebracht..

    Aus eigener Erfahrung kann ich leider auch sagen, dass du als Hundehalter leider einfach immer schlechte Karten Hast, wenn Kinder beteiligt sind - und wenn man unter Umständen noch so sehr im Recht ist. Da setzt irgendwie bei den meisten die Objektivität aus...

    Ich würde keine frühkastrierte Hündin wollen - für jede Studie gibt es auch "gegen"Studien. Das wird man ja wissen, wenn man in dem Bereich gearbeitet hat.

    Ich kenn ja nun doch den ein oder anderen Züchter und in meinem Umfeld ist es zum Glück auch nicht in, alles was nicht bei Drei auf den Bäumen ist zu kastrieren . Trotzdem kenne ich sehr sehr wenige Hündinnen, die Aufgrund einer nicht erfolgten Kastration irgendwelche Probleme hatten.


    Wenn man einen nicht tauglichen Hund abgibt, der aber keine gesundheitlichen Mängel hat, finde ich mindestens den welpenpreis Angemessen - ich sehe auch nicht, warum man soeinen Hund quasi herschenken sollte.
    Im besten fall ist soein Hund untersucht, aus dem gröbsten raus und hat eine gewisse Erziehung genossen - wenn ich ein Pferd kaufe ist das mit 5 idR auch nicht billiger als ein Fohlen.

    Schlussendlich ist doch genau diese "ich will ....JETZT" Mentalität das, was zu unseriösen Züchtern, massenproduzenten, Polenmärkten führt. Diese Einstellung ist es, der jedes Jahr wieder so viele Welpen so viel Leid zu verdanken haben. Die Nachfrage ist da, also wird so produziert.

    Es ist klar, dass jemand der nicht den Bezug zum Thema hat, nicht das Verständnis dafür hat, wieso etwas so viel Geld kostet. Das ist nicht nur bei Hunden so, sondern auch bei unzähligen anderen Dingen. Gerade dann sollte man aber als derjenige, der sich informiert hat so erwachsen sein, dass man so weit eingreift das man eben evtl auf seinen Wunsch verzichtet - alles andere finde ich doch recht kindisch und lässt mich massiv an der geistigen Reife zweifeln. Davon, wie man sich das denn die nächsten 12-14 Jahre vorstellt, wenn man jetzt noch nicht mal weiß, ob man 2-3 Jahre später überhaupt noch Zeit hat für einen Hund, Sprech ich jetzt mal noch garnicht...

    Oft wird ja genau Dieses Argument angeführt, dass sich eben nicht jeder so viel sofort leisten kann. Dazu Sage ich nur : muss es auch nicht. Ich weiß das es in der heutigen Mentalität unmodern ist, aber man kann auf Dinge die einem wichtig sind auch sparen. Man muss nicht alles jetzt gleich haben. Außer man ist ein 5jähriges, trotziges, Kind.

    Wenn es einem wirklich wichtig wäre, dann könnte man locker ein paar Wochen nen 400-Euro Job annehmen und hätte in kürzester Zeit den Differenzbetrag zum Wunschwelpen zusammen. Ist es einem aber nicht, weil es nur ums haben geht.

    Im übrigen.... 600 Euro für einen Hund ohne Abstammungsnachweis und Eltern ohne wirklich unparteiische gesundheitliche Auswertung , der auch noch einer belasteten Rasse angehört , ist einfach nur Wucher - aber wie sagt man so schön... Es muss sich nur ein "Dummer" finden, der es zahlt.

    Wie in jeder Abteilung ist es wichtig , dass gerade ein Hund im Aufbau eine gerade Linie hat - wenn ihr beide noch nicht so richtig Ahnung habt und wohl auch nicht wisst, worauf ihr achten solltet, würde ich nicht auch noch wechseln .
    Meine könnte ich problemlos auch nem guten Freund von mir, der mir eigentlich immer die Fährten legt ( die Kriegen quasi von Anfang an fremdfährten) in die Hand drücken . Der weiß aber auch was er da macht ..

    Ich würde versuchen mich zumindest regelmäßig mit Vereinskollegen mit Erfahrung zu treffen und absprechen , wer nun Fährten geht . In Eigenregie klappt das einfach selten. Wenn dein Mann ungern fährtet, kannst du das normalerweise auch machen. Es sollte dann nur konstant sein .

    Ich blöde Kuh hatte einen Deckrüden .., körklasse 1, zuchtbewertung V, schh3, fh2 ...

    Mist , dass er in seinem leben nicht ein mal gedeckt hat - übrigens nicht weil er irgendwelche Mängel hatte. Es wussten nur ehrlich wenige Leute von ihm .. Hätten wir das ändern wollen , hätten wir ihn regelmäßig präsentieren müssen , was wiederum zeit und Geld gekostet hätte . Das er, wenn dabei nur ein Mal was schief gelaufen wäre, nie mehr gedeckt hätte , versteht sich auch von selbst .. Egal ob er dafür etwas gekonnt hätte .
    Und selbst wenn alles geklappt hätte , hätte er maximal 3-4 mal gedeckt , wenn überhaupt . Die rüden die ihre kosten wieder rein decken , kann man an einer Hand abzählen .
    Gut, die welpenpreise beim DSH sind auch anders . Trotzdem .. Aufwand und Risiko sind in andern Rassen nicht anders . Riesenschnauzer z.B. Decktaxe 800 Euro - und Sorry, liebste "lilifee".. Den deckpreis magst du da entnommen haben , der Rest ist frei erfunden .
    Oder warum antwortest du auf keine fragen ?

    Wie viele Züchter kennst du denn nun , dass du weißt, wie viele Würfe fallen und wer alles Deckrüden hat ?


    Wie viele Züchter wie vieler Rassen kennst du denn persönlich , dass du das so sagen kannst ?
    Oder ist das mal wieder über 5 Ecken ?


    Wenn das so ist, sollte ich mal langsam in die puschen kommen mit meiner Hündin - dann ist mein Studium ja endlich finanziert .
    Die Züchter ohne eigenen Deckrüden sind wohl auch alle so ahnungslos - genau wie die mir bekannten Deckrüden Besitzer die noch nicht Porsche fahren und für die paar Wenigen deckakte im leben sicher keine 1000-2000 Euro Kriegen .

    Zitat

    Man muss auch sehen dass wenn man dann so nen Hund mit Papieren hat und selber sämtliche Prüfungen ablegt damit der Züchter sein Zuchtziel auch überprüfen kann, man auch noch mal mehrere 1000€ nachschießen muss. Wenn der Welpenpreis schon enorm hoch ist, dann macht das doch keiner mehr. Die Leute wo das aber dann net machen und die Prüfungen nicht laufen, dann weis der Züchter doch gar net ob seine Verpaarung so gut war oder net. Natürlich macht nicht jeder Prüfungen und ich hätte wohl auch nicht bei einem Züchter gekauft der das verlangt (obwohl ich es gemacht habe, sämtliche Prüfungen). Aber irgendwo kaufe ich da halt auch ein Tier und will dann frei in meiner Entscheidung sein was ich schlussendlich damit mache.


    Und meinst du, wenn die Leute nur nen Hunderter zahlen, machen sie dann Prüfungen ...?


    Das Thema mit de Nachkommenbeurteilung ist ein leidiges in der Zucht ..

    Wenn ein Hundeführer es braucht, dann ist es denke ich hilfreich (bzw ist es eigentlich immer ) , wenn man eine dritte Person dabei hat, die erklärt und sagt was zu tun ist.
    Das gerade ein Anfänger das braucht, ist klar, aber einfach nicht immer umzusetzen. Zumindest nicht, ohne
    Dass das alles in Chaos ausartet ..