Beiträge von bordy

    Hm, werden nicht Sporthunde generell heutzutage über Freude, Beute, Belohnung usw. aufgebaut? Dass sie es gern tun, schliesst doch eine konsequente Arbeit nicht aus? Auch wenn ich mir den Apport rückwärts erclickere, macht der Hund das doch aus Freude an dem Clickerspiel, und um die Belohnung zu kriegen - oder habe ich da einen Denkfehler?

    Erstmal kann man ja auch Rückwärts aufbauen, ohne frei zu shapen.
    Dann ist schon ein Unterschied, ob ich dem Hund etwas als Übung beibringe, bei der ich auch Signale einführe wenn etwas nicht passt und die er macht um eine Belohnung zu bekommen oder ob ich darauf setze das das ganze Selbstbelohnend ist. Bei letzterem Fall tue ich mich dann natürlich sehr schwer, wenn ich für den ganzen Spaß Regeln für die Ausführung einführen will. Im "schlimmsten" Fall passiert dann sowas, wie z.B. @Dirkita beschrieben hat, wenn ich sage "okay, ich will das jetzt aber nicht so, sondern ein bisschen anders"... der Hund machts gar nicht mehr. Natürlich mit diversen Abstufungen.


    Mit meiner alten Retriever Hündin (die jetzt natürlich nicht so triebstark war), habe ich das mit dem Apportieren auch erstmal über werfen und rein loben aufgebaut. Ging dann nur schon mal schief, als ich wollte das sie damit sitzt und hält und noch "interessanter" wurde es, als ich nicht mehr geworfen sondern ausgelegt habe.

    Nunja, Erfahrungsgemäß macht es schon einen Unterschied für einen Hund der Apportieren quasi als "Spiel" wie Ballwerfen gelernt hat, ob er dann auch einen Beutereiz hat oder nicht. Klar, bei einem trieblich höher stehenden Hund weniger als bei einem, der da nicht ganz so ist, aber so ganz anders ist es nicht.. Und wenn Dinge dann mal unangenehmer anzufassen (okay, Füchse z.B. sind in GB wohl eher wirklich kein Thema ) sind erst recht.


    Wenn ein Hund da wirklich so gut veranlagt ist, lass ich mir das wie gesagt schon eingehen das das mit dem relativ zuverlässigen Bringen funktioniert. Vor allen Dingen wenn man nicht die letzten Ansprüche an die Ausführung hat, so lange er das macht.
    Aber wenn da nicht alles 100% da ist, dann werden die Chancen doch immer kleiner. Ist sowohl meine Erfahrung aus dem Sport Bereich, als auch die der mir bekannten Menschen die Jagdhunde am Wild trainieren..


    Zumal da , Stichwort Korrekturen, doch auch einfach dazu kommt das es recht schwierig ist einen Hund der das nur als Gaudi und Beutespiel kennengelernt hat bei irgendwas zu korrigieren. Das ist jetzt aber nicht nur aufs Apportieren bezogen.

    Für die hier Schreibenden, die anders angefangen haben, kann ich nicht reden, aber ich kenne es aus Lehrvideos britischer Gundog-Trainer, dass ganzheitlich und spielerisch angefangen wird mit Tennisball auf begrenztem Raum. Oder wenn der Welpe/Junghund keine Tennisbälle mag, was anderes. Hund wird heiss gemacht, etwas zurückgehalten und darf sich dann das geworfene Teil holen. Abgabe kommt erst später, Party findet beim HF statt, während der Hund das Teil noch in der Schnute hat. Die Methode braucht a) viel Gespür und gutes Timing, und b) einen Hund mit einer gewissen Apportierveranlagung. IPO-mässig sauber dürfte es nicht werden, aber das ist bei denen auch nicht das Ziel. Hund soll effizient und zuverlässig bringen, das ist alles.
    Ich habe es mit Splash ganz ähnlich gemacht, er wurde nicht rückwärts aufgebaut wie Rhian.

    Und das haut dann hin, dass der Hund auch Dinge bringt die er nicht hat fallen sehen, Füchse, oder auch im Sport nur sauber gehalten wird?

    Ich kenne schon Leute die das so gemacht haben, aber im Prinzip teilt sich das so auf, dass die Hunde entweder zwar ruhig halten, aber nicht zuverlässig bringen oder sie bringen zwar zuverlässig, geben dann aber ungern die "Beute" her oder knautschen gleich... wobei natürlich ein Hund der da sehr gut veranlagt ist einiges verzeiht und wohl zumindest mal nicht knautschen sollte.

    Wie fangen denn die Leute, die das nicht "rückwärts" aufbauen sonst an? |) Ich kenne das sowohl im IPO so, als auch von mir bekannten Jagdhundeausbildern und ich trainiere das mit dem kleinen Untier, wenn ich spaßes Halber mal mit Dummys trainiere auch so. Also erst halten, dann werfen und schicken.. anders hab ich bis dato auch noch keinen wirklich sauberen Apport gesehen.


    Bis jetzt hält es eigentlich schonmal recht zuverlässig, was man ihr gibt. mal gucken ob ich Lust habe da weitere Aufgaben zu erarbeiten. Wirklich jagdlicher Apport würde mir ja eher liegen... :pfeif:

    Vielleicht ist die Kombi mit dem schmaleren Gurtband und manchen Schiebern nicht ideal. Es scheinen ja eher die Leute mit den kleineren Hunden das Problem zu haben... das Annyx hier verstellt sich absolut Null.

    Ich halte diese Konstrukte für sehr weit hergeholt - schaut euch doch mal ein paar crashtests an. Da hüpft der Hund dann halt auf die Seite auf der nix ist , während die andere demoliert ist .. Sorry, das ist Quatsch .

    Fakt ist aber nunmal , dass bei allen anderen Arten Unfällen , bei denen der Hund sonst Minimum durch den Kofferraum fliegen würde , eine der Größe angepasste box am sichersten für alle Beteiligten ist. Und das sehe nicht nur ich so , sondern auch diverse unabhängige Stellen .

    Naja, wenn ich was provozieren will , dann muss ich aber auch die Situation so planen , dass der Hund das daraus lernt was ich will.
    (Ich lege einen Hund im Aufbau aber eh selten ohne Leine ab )


    Die Trainingsintensität vor Prüfungen ist ein Thema für sich , aber ich würde gerade bei Triebstarken Hunden nicht weniger trainieren als sonst auch.

    Oh Mann! Der kommt aber bestimmt wieder raus!! Ist ja null verdaulich!

    bordy: Wenn es ihr aber jetzt wieder besser geht, ist es ja gut. Und eine verletzte Pfote ist empfindlicher. Da knickt man als Mensch auch schneller um, wenn man sich vorher was verstaucht hat! ;)

    deinem Hund geht es jetzt gerade mal nach schonung besser - wenn ich mich erinnere dann geht das schon länger auf und ab .