Beiträge von Quarus

    Offensichtlich. Eine Entwicklung, die ich bedenklich finde. Dann kann ich eben keinen Hund halten, wenn die Lösemöglichkeit in einem modifizierten Katzenklo besteht. Denn zum Lösen rauszukommen, hat für einen Hund weit mehr Bedeutung, als sich mechanisch von Kot und Urin zu befreien. Diese elementaren Bedürfnisse zu beschneiden, hat für mich nichts mit artgerechter Tierhaltung zu tun.

    Das beziehe ich jetzt nicht auf die TE, sondern auf das Phänomen Indoor-Hundetoilette.

    Es geht aber nicht um Newton!

    Ein Junghund, der sich auf einer Pinkelmatte erleichtert - offensichtlicher kann er doch nicht sagen, daß er häufiger raus muß! Egal, ob Newton es schafft, x-Stunden einzuhalten,DIESER Hund kann dieses Kunststück nicht!

    Und einen erregten Junghund würde ich auch nicht unkontrolliert treppauftreppab laufen lassen, eben wegen der Gefahren. Und auch wegen der Mitbewohner. Da ist es ebenfalls egal, wie Newton das macht.

    Gibt es für Deinen Hund auch geistige Beschäftigung? Das fehlt mir in der Beschreibung, wenngleich ich das megakurze Draußensein für einen Junghund auch nicht gerade gesundheitsfördernd finde. Ich hätte Bedenken, mir da über kurz oder lang eine zarte "Treibhauspflanze" zu ziehen, die empfindlich auf alle Wechsel der Lebensumstände reagiert. Für mich gehört ein Junghund raus in Licht, Luft und Natur, nicht 23 Stunden am Tag in die Wohnung, egal, ob erster oder zehnter Stock. Das wäre meine erste Anmerkung.

    Zum Zweiten zurück auf die Beschäftigung. Dein Hund hat jetzt das "vergleichbare" Alter eines Schulkindes, das aus unerfindlichen Gründen in der Kinderkrippe bleiben mußte. Sein Gehirn lechzt nach Input, aber da kommt nix - außer einmal wöchentlich Hundeschule, und da scheint es keine Probleme zu geben... ;) Das wäre für mich ein Ansatzpunkt, nicht nur quantitativ etwas zu machen und die Spaziergänge auszudehnen, sondern auch qualitativ mehr anzubieten. Einstieg in die Dummyarbeit, alles, was mit kontrolliertem Suchen und Schnüffeln zu tun hat, Denkspiele für Hunde - das lastet oft besser aus als stupides Kilometerschrubben. Öfter Hundeschule oder ein Verein, der verschiedene Sportarten anbietet, könnte auch helfen, in der Stadt gibt es ja meist viele Angebote.

    Du sagst, Du hast jetzt Zeit für die Junghundaufzucht - dann nutze sie auch und stell die Weichen für Euer späteres Leben richtig!

    Weil viele Stadtbewohner schreiben, sie fahren mit den Hunde raus ins ländliche Umland....

    Das schaukelt sich langsam zum Problem auf, merke ich zunehmend. Drinnen in der Stadt, unter Beobachtung der Nachbarn und des Ordnungsamtes/Grünflächenamtes/...-amtes wird aufgepaßt, daß der Hund sich tadellos benimmt, seine super Sozialisierung präsentiert und das Beispiel aufs Exempel gibt, wie toll doch Hunde in der Stadt leben.

    Draußen wird ein Feld- oder Waldweg angesteuert, Tür auf, Leine los und ab die Post - hetzen, belästigen, kacken, buddeln inclusive. Da ist ja das LAND, gehört niemandem und ist so schön leer, da darf Hund sich so richtig ausleben!

    Mit dem Ergebnis, daß sich die verärgerten Anwohner, Landwirte, Jäger und sonstige Rechteinhaber an denen schadlos halten, die sie zu greifen kriegen. Und Verbote aus dem Boden schießen. Wir hatten vereinsseitig angrenzend eine große Wiese, die im geschnittenen Zustand für unsere Fährtenausbildung zur Verfügung stand. Dann fielen die Stadthundehalter ein, die es doch angeblich in der Stadt sooo toll für ihre Hunde haben! Das Gras wurde verschixxxen, niedergetrampelt, vermüllt - es dauerte nicht lange, und die Verbotsschilder standen. Auch für uns, denn mit Bedauern sagte der Eigentümer, er könne keine Ausnahmen machen, wollte er das Verbot durchsetzen.

    Ich frage mich, wenn das Stadtleben für Hunde so viel besser und erfüllender ist, warum dann aufs doofe, öde Land hinausfahren? Und dort seine Manieren beiseiteschmeißen und alles erlauben, was in der Stadt verpönt ist?

    Das richtet sich jetzt nicht an die User hier, das ist eine generalisierte Feststellung.

    Das Ausschachten ist bei jungen Rüden meiner Erfahrung nach normal. Sorgen macht mir eher das Problem, den Penis wieder zurückzuverlagern. Es ist sehr schmerzhaft und durch das Abschnüren der Blutgefässe kann es bis zur Phlegmone kommen. Sprecht den TA auf Paraphimose an, es klingt mir sehr danach, das kann behandelt werden durch Erweiterung des Präputiums.

    Ich hatte mal einen älteren Rüden, und dem hat im Akutfall immer behutsamen Kühlen geholfen.

    Naja, aber bei Sina hat das nicht der Züchter verbockt, sondern die ersten Besitzer,bis die festgestellt haben, dass man doch irgendwie Zeit in so ein Tier investieren muss. Kann man also nicht vergleichen.Sina war eine Rückläuferin und @Dackelbenny hat sie deshalb mit einem halben Jahr vom Züchter übernommen, der (oder sie?) hatte sie glaube auch erst ein paar Tage zurück.

    Dann hatte ich das falsch verstanden, dann kann der Züchter natürlich nichts für die weitere Aufzucht.

    Hattest Du nicht mal geschrieben, dass eine Deiner Dackelhündinnen nicht spielen konnte und auch sonst Probleme mit Umwelterfahrungen hatte, weil sie die ersten 6 Monate den Zwinger nicht verlassen hat und nix mit ihr gemacht wurde?

    Ich glaub schon, daß man das wieder weitgehend hinbiegen kann, aber das wäre für mich eine Aufzucht, aus der ich mir keinen Hund holen würde.

    Bloss kein dogmatisches Abarbeiten von Punkt 1 bis 500. Wenn das Grundverständnis des Züchters stimmt und Überlegung und Selbstreflektion da ist, kann er viele auf den ersten Blick suboptimale Voraussetzungen kompensieren.

    Wert lege ich auf Licht, Luft und Platz, die Welpen müssen raus, um robuste Hunde werden zu können. Und natürlich Menschenkontakt, hochwertiges Futter, was sonst noch selbstverständlich sein sollte.