Weil viele Stadtbewohner schreiben, sie fahren mit den Hunde raus ins ländliche Umland....
Das schaukelt sich langsam zum Problem auf, merke ich zunehmend. Drinnen in der Stadt, unter Beobachtung der Nachbarn und des Ordnungsamtes/Grünflächenamtes/...-amtes wird aufgepaßt, daß der Hund sich tadellos benimmt, seine super Sozialisierung präsentiert und das Beispiel aufs Exempel gibt, wie toll doch Hunde in der Stadt leben.
Draußen wird ein Feld- oder Waldweg angesteuert, Tür auf, Leine los und ab die Post - hetzen, belästigen, kacken, buddeln inclusive. Da ist ja das LAND, gehört niemandem und ist so schön leer, da darf Hund sich so richtig ausleben!
Mit dem Ergebnis, daß sich die verärgerten Anwohner, Landwirte, Jäger und sonstige Rechteinhaber an denen schadlos halten, die sie zu greifen kriegen. Und Verbote aus dem Boden schießen. Wir hatten vereinsseitig angrenzend eine große Wiese, die im geschnittenen Zustand für unsere Fährtenausbildung zur Verfügung stand. Dann fielen die Stadthundehalter ein, die es doch angeblich in der Stadt sooo toll für ihre Hunde haben! Das Gras wurde verschixxxen, niedergetrampelt, vermüllt - es dauerte nicht lange, und die Verbotsschilder standen. Auch für uns, denn mit Bedauern sagte der Eigentümer, er könne keine Ausnahmen machen, wollte er das Verbot durchsetzen.
Ich frage mich, wenn das Stadtleben für Hunde so viel besser und erfüllender ist, warum dann aufs doofe, öde Land hinausfahren? Und dort seine Manieren beiseiteschmeißen und alles erlauben, was in der Stadt verpönt ist?
Das richtet sich jetzt nicht an die User hier, das ist eine generalisierte Feststellung.