Beiträge von Quarus

    Ich stelle jeden meiner Hunde mal aus, das tut mir nicht weh. Es gibt auch sehr vernünftige Richter, die im Sportlager unterwegs sind und auf Funktionalität achten, einen zu kurzen Nasenrücken z.B. rügen.

    Vor etwa 20 Jahren hat mich ein alter Zuchtrichter, der ehemalige VDH-Präsident Kurt Gendrung, für das Problem Übertyp beim Boxer sensibilisiert. Er hat auf einer CACIB meinen Hund für seinen Kopf kritisiert, den vorher andere Richter gerade gelobt hatten. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, dann habe ich alte Literatur ausgewertet und mußte ihm recht geben. Dafür muß man aber bereit sein, die eigene Beleidigtheit runterzuschlucken und versuchen, objektiv zu denken. Im Moment der Kritik ist mir das auch nicht leichtgefallen.

    Viele Aussteller tun bei einer kritischen Bemerkung so, als wolle ihnen der Richter aus persönlichen Gründen eine reinwürgen, und benehmen sich dann nicht gerade sportlich. Bei diesem unfähigen, ungerechten Richter, wird dann rumgetönt, stelle ich nicht mehr aus! Dieser Richter wird dann eben immer seltener eingeladen, weil die Ausstellungsorganisatoren natürlich auf viele Meldungen angewiesen sind, um die Kosten zu decken.

    Mich interessieren eher viele unterschiedliche Ansätze und Gesichtspunkte, die man durchaus beim Besuch von Ausstellungen erfahren kann, ob beim eigenen Hund oder durch Beobachten anderer Hunde.

    Einen Titel habe ich für einen meiner Hunde wirklich mal mit großer Freude errungen, das war der Veteranen-Champion für meinen Quarus. Die Richter haben alle gesagt, er ist mit gut 9 Jahren noch so frisch, trainiert und muskulös, daß er in die Gebrauchshundklasse gehören würde, und darüber habe ich mich für meinen alten Kämpen gefreut.

    Und ich kenne auch Leute, die die Zucht im VDH - angeschlossenen Rasseverein aufgegeben haben, weil sie keine Lust mehr auf den Ausstellungskram hatten. Auch WENN sie vielleicht nur 2xSG brauchen oder so was. Die waren mehr generell angewidert.

    Nachdem ich genug bei solchen Leuten hinter die Kulissen geblickt habe, glaube ich solcher Legendenstrickerei keinen Deut mehr.

    in 90 % der Fälle waren das die größten Ehrgeizlinge auf Ausstellungen - bis sie es mit ihrer Skrupellosigkeit übertrieben haben, auf- und rausgeflogen sind. Und sofort wird begonnen, sich einen Märtyrer- und Kritikermythos zu weben und sich zum Helden im Kampf gegen den alten Zuchtverband hochzustilisieren. Gern in einem kleinen Vereinchen, das glaubt, mit dem bekannten Züchternamen das große Los gezogen zu haben, sich damit aufwerten zu können und erst spät drauf kommt, einfach nur benutzt zu werden.

    Plakativstes Beispiel: eine bekannte Show-Husky-Züchterin in Österreich. Die könnte einen Leitfaden in Heuchelei erstellen.

    Es ist schon richtig, lieber noch mal nachzufragen und ein genaueres Auge auf den kleinen Mann zu haben.

    Gastritis ist was fieses und dauert ein paar Tage. Hähnchen und Reis sind auch sehr gut verdaulich, da fällt nicht viel Kot an. Er bekommt ja in diesem Alter noch mehrfach am Tag eine Portion, und Du gehst ja sicher auch öfter raus, da wird er schon wieder Kot absetzen. Wärme und Ruhe tragen zur Heilung bei!

    Die Mopsmanie erledigt sich in nächster Zeit von allein. Der Hype hat seinen Höhepunkt überschritten, jeder Hipster hat entweder einen Mops oder einen Franzosen. Die Exklusivität ist weg, mit Sonderfarben und Designermixen wird noch versucht, aus dem Trend den letzten Euro zu melken.

    Die Frage ist, welche Rassengruppe als nächste in den Focus der Modebewussten rückt und vermehrt wird.

    Ich kenne mehr als einen Boxer, der regelmäßig nach dem Spielen zusammenklappt oder/und oder sich eine kühlende Kuhle gräbt - auch bei gemäßigten Temperaturen.
    Wie das mit der bestandenden AD und/oder bestandenden IPOs zusammenpasst, kann ich dir nicht sagen.

    Bzgl. der Spondylose finde ich schon hart, dass sie so oft im geringen Alter auftritt. Meine hat auch Spondylose und das macht wirklich keinen Spaß.

    Also ich sehe da definitiv eine Tendenz in Richtung Qualzucht.

    Meines Wissens hast Du gar keinen Boxer aus dem VDH, wohl einen Boxermix, wenn ich mich richtig erinnere. Dann hat es für mich mehr als ein Geschmäckle, wenn Du über den Boxer als Rassehund aus dem VDH meinst, ein Urteil abgeben zu müssen. Das klingt für mich eher nach der Fabel vom Fuchs und den Trauben.

    Danke, @Marula, das sind Argumente, die völlig begründet sind. Der Vorbiß IST historisch begründet und erfüllt heute keinen Zweck mehr, deshalb ist eine Begrenzung dieses Merkmales unbedingt nötig. Ich trete immer dafür ein, den Standard bezüglich des Kopfes nicht einseitig auf möglichste Tiefe und Breite zu interpretieren, sondern die Länge des Fanges als dritte Dimension unbedingt zu berücksichtigen. Fakt ist, der Boxer hat im Vergleich zu seiner Größe ein zu schwaches Gebiß. Will man Zahngröße und -stellung verbessern, kommt man um eine Verlängerung des Fanges, sowohl Ober- wie auch Unterkiefer betreffend, nicht herum!

    @SabineAC69

    Wieviel Mops- und Frenchibesitzer kennst Du denn, die ihre Hunde aus dem VDH haben? Beim Mops liegt der VDH-Anteil bei 14 %, bei Frenchis bei 4 % !!!

    Also, wieviele Mops- und Frenchibesitzer sind denn unter "Vorspiegelung falscher Tatsachen" beim bösen VDH effektiv gelandet?

    EINER von 7 bzw. EINER von 25.

    Und dann diese Behauptung von "gebetmühlenartig" - das sehe ich angesichts der Welpenstatitik als böswilligen Witz an. Von 77509 im Jahr 2016 geborenen Welpen gehörten unfaßbare 0,8 % den Rassen Mops, Englische und Französische Bulldogge an. Wohlgemerkt nicht DREI mal 0,8 %, sonder in Summe!

    Das heißt, daß die Züchter von 99,2 % der übrigen Welpen gleich pauschal mit verunglimpft werden, so ganz aus bestem Gewissen und im Brusttone der gerechten moralischen Empörung heraus. Das betrifft übrigens auch die Züchter, die hier im DF sich nicht zu schade sind, permanent Rat zu Zucht, Aufzucht und Haltung zu geben. Da komischerweise sind sie wieder gut genug?!

    Diese Heuchelei macht mich ganz krank - nöööö, kein VDH-Bashing. Wer's glaubt....

    ich Glaube auch Nicht das Auch nur einer der mir bekannten Boxer aus dem vdh ist oder gar auf dem Platz steht.

    Aber, ein Unterbiss ist also normal? Solang er nicht "zu doll" ist? Gibt es denn Boxer mit normalem Scherengebiss?
    Aber ist das nicht auch Qualzucht, wenn eine körperliche fehlstellung gewünscht ist?

    Ja, der Unterbiß ist Rassemerkmal, bei den Bullenbeißern als Urrasse und Ahnen der Boxer schon seit dem Mittelalter.

    Fleming schreibt 1719 im "Der vollkommene Teutsche Jäger": "Von dieser vorgemeldten großen Art englischer Hunde gibt es in anderen Ländern eine besondere Gattung von mittelmäßiger, doch etwas starker Größe, von breiter Brust, mit kurtzem und dickem Kopf, kurtz auffgeworffener Nasse, steifstehenden und spitzigen verschnittenen Ohren, doppeltem Gebiß an Kienbacken ...."

    Das ist der Boxerahne, den Vorbiß gab es schon immer, aus funktionalen Gründen für die Jagd.

    Gefährlich ist es, wenn dieses Merkmal übertrieben wird - deshalb: Leistung, Leistung, Leistung. In Spanien werden Boxer übrigens nach wie vor in der Schwarzwildjagd eingesetzt, wie im Mittelalter als Hatzrüden und Packer. Das ist aber nix, was sich mit unserem Verständnis von waidgerechter Jagd und Tierschutz in Deckung bringen läßt, kommt also in D als Zuchtprüfung nicht in Frage.