Beiträge von Tatuzita

    Weil @Hostage das schon Mal angesprochen hat.
    Einen Trend den ich persönlich sehr kritisch sehe und gefühlsmäßig auch endlich abebbt.
    Das Thema Proteine.

    Überall muss Proteinpulver rein, sobald man einmal in der Woche joggt, kann man gefühlt seinen Proteinbedarf nicht mehr decken.
    Es schießen ne Menge Proteinprodukte aus dem Boden, normaler Quark geht ja gar nicht.
    Ich kenne viele junge Männer die sich so gut wie nur von Tunfisch und Hähnchenbrust ernähren.

    Weiß da wer wo das herkommt? Das ist ein Thema von dem ich so überhaupt keine Ahnung habe und wirklich nur auf der Gefühlsebene argumentieren kann.
    Ich finds etwas albern, die letzten hundert Jahre war das nie nen Thema und die Leute sind nicht reihenweise umgekippt vor Schwäche und ich würde behaupten das ein größerer Anteil der Bevölkerung noch hart körperlich gearbeitet hat.
    Warum jetzt? Wie kam das auf? Oder schätze ich das total falsch auf Grund meiner Unwissenheit ein?

    für die Mandelmilch doppelt so viel bezahlt, als für die Biokuhmilch, obwohl konventionelles Produkt und keine Bio- Mandelmilch.

    Die Bananen als Eiersatz sind auch nicht von hier, genauso wie die Datteln, die ich in unsere Smoothies mische. Und die Bio- Mejooldatteln im Bioladen, wenn ich mal hinkomme, wenn ich da auf den Kilopreis schaue... Holla... dann einen Kokosjoghurt eingepackt, kleines Becherchen für 2€. Puh...

    Dann habe ich sich falsch verstanden. Für mich hatte es sich so angehört, für mich und meine Familie ist vegan, im Sinne von dann auch bitte regional, bezahlbar und glutenfrei nicht machbar, also ist es für niemanden realisierbar. Jetzt etwas überspitzt.

    Aber ich persönlich hätte da andere Rechenbeispiele. Warum den Mandeldrink, wenn Hafer regional, günstig und den niedrigsten Wasserverbrauch hat? (Hat Hafer Gluten? Da kenne ich mich leider nicht aus) Warum Bananen als Eiersatz? Apfelmus funktioniert wunderbar, genauso wie Leinsamenschrot. Und es gibt noch andere Möglichkeiten, ich greife aber immer wieder darauf zurück. Warum müssen unbedingt Datteln in der Smoothie? Rein zum süßen? Warum kein Honig vom Imker nebenan? Obwohl der dann wirklich nicht ganz günstig ist. Und warum der Kokosjoghurt, warum nicht Soja aus Deutschland/Frankreich/Österreich oder Lupine? Über 2€ kosten die 500g Becher selten.

    Die Frage ist halt auch warum muss es ein klares dafür und dagegen geben. Warum kann man. Ich einfach friedlich koexistieren den Fleischessern das fleisessen lassen den Veganer das tierische Produkte vermeiden und allen dazwischen ebend das dazwischen.

    Weil es nunmal Vor und Nachteile gibt. Und würde man so Sachen nicht diskutieren wäre doch Schade, da kann sich jeder ne Menge raus ziehen. Wenn alle nur in ihrem Kämmerchen sitzen und alles wie immer machen, welchen Mehrwert hat das?

    Meine liebste Forderung ist immer noch, wenn jeder in Deutschland nur das an tierische Produkten konsumieren würde, was die Gesundheitsverbände empfehlen.

    Da wäre man schon so viel weiter.

    Und der maßlose Konsum tierischer Produkte hat nunmal große Nachteile, für alle. Das Tier, den Bauern, uns hier im Land und Menschen weltweit.

    Und ich persönlich fände es dann schade, wenn jemand der Meinung bleibt, reduzieren geht gar nicht, dann kann ich ja nur noch Salat und Steine essen. Oder mir exklusive exotische Zutaten einfliegen lassen. Jetzt mal wirklich überspitzt.

    Ich kann dir leider nicht helfen, da ich mich weder vegan, noch gesund und schon gar nicht glutenfrei ernähre. Je mehr man will desto schwieriger wird es halt. Aber warum muss Kuchen denn gesund sein?

    Low Carb und vegan ist auch so eine Kombi die man wirklich wollen muss.

    Aber sagt doch auch keiner das gerade du unbedingt vegan werden musst. Wenn du das unbedingt willst, wirst du schon einen Weg finden wie es passt. Aber das ist doch kein muss. Und regional, bezahlbar, gesund und glutenfrei ist ja doch eindeutig nicht mit 'nur vegan' gleichzusetzen.

    Ernährt ihr euch denn im Moment genau so mit Fleisch?

    Aber das hat ja per se nichts mit der Ernährungsform zu tun, sondern zieht sich durch alles.

    nein hat es nicht, aber der derzeitige Trend begünstigt eben Mißstände und die Suche nach Ersatzprodukten wird weitergehen, wir werden sehen, wohin das führt. Klar hat das nicht nur Nachteile ;-)

    Aber ne Avocado ist doch kein schickes veganes Ersatzprodukt oder versteh ich dich gerade falsch?

    Ich muss gestehen ich finde das Wort Ersatzprodukt nicht gut. So gut wie niemand möchte etwas ersetzen, sondern nutzt Alternativen.

    Aber ich muss gefühlsmäßig sagen, gäbe es diese veganen, fleischärmeren, vegetarischen Strömungen nicht, gäbe es immer noch Fleischskandale, dann werden immer noch den Milchbauern das Rektum penetriert, dass der Milchpreis nicht zum Leben reicht und ein Bullenkalb ein Minusgeschäft ist. Und das kann mir niemand sagen, das das von den 2% Veganern der letzten Jahre kommt.

    Und irgendwie fehlen mir echt noch diese Massen an exotischen Zutaten. Die meisten denen ich folge etc. essen Gemüse, Hülsenfrüchte, Kohlenhydrate. Eigentlich wie die ominis in meiner Umgebung nur kreativer im Umgang mit den Zutaten

    ja aber viele Produkte/Zutaten, die wir in Deutschland essen, werden hier gar nicht produziert

    Aber das hat ja per se nichts mit der Ernährungsform zu tun, sondern zieht sich durch alles.

    Das mit der Wurst aus Eiklar ist natürlich Murks, aber ich persönlich freue mich sehr über viele neue Produkte.

    Wie zb die neue Schokolade von Katjes. Die meisten anderen veganen Schokoladen sind mit Reisdrink, da endlich eine mit Haferdrink zu haben ist toll.

    Denn ich sehe das in dem Fall so. Wenn ich vegane Schokolade kaufe, unterstütze ich keine Milchproduktion, die ich nicht unterstützenswert finde. Klar könnte ich auch komplett verzichten, so selbstlos bin ich dann aber nicht.

    Avocados zb.es gibt in Mexiko des wegen Bandenkriege.

    Ich zb kaufe keine Avocados mehr

    Aber wie gesagt, dass ist jetzt kein rein veganes Verbrauchsgut und darum ging es ja. Exotische vegane Zutaten.

    Genau das habe ich anfangs hier mal gesagt, aber weil ich die Studie die ich dazu mal gelesen hatte nicht sofort zur Hand hatte war ich der große Arsch. Ich bin gespannt ob du jetzt auch Feuer bekommst.

    Ich glaube nicht das ich mit Feuer geantwortet hab grinning-dog-face-w-smiling-eyes aber ich wiederhole es gerne nochmal. Ich kenne keinen der vegane Ernährung für die Weltbevölkerung fordert. Es gibt gerne mal Rechenbeispiele, aber mehr dann doch nicht.

    In meinem weiteren Umfeld wird immer nur über die Ernährung in Deutschland diskutiert.

    Wir Leben hier in einer Region in der viele essbare Pflanzen gut gedeihen das heißt man kann sich gut überwiegend von Pflanzen aus der Region ernähren.

    Aber in dem groß der Diskussionen geht es doch um die Ernährung in Deutschland. Ich kenne eigentlich niemanden der weltweiten Veganismus fordert.

    Ja letztendlich ist die Motivation erst mal egal, aber ich denke, in Bezug auf Nachhaltigkeit und auch Sinnhaftigkeit ist die Motivation dann wieder entscheidend, weil ich langfristig die Art der Produktion all der exotischen veganen Zutaten schon etwas fürchte.

    Obwohl ich mich da immer wieder frage welche exotischen veganen Zutaten? Das wird auch gerne bei der Rezeptesuche thematisiert. Das exotische was mir einfällt wäre Jackfruit und da kenne ich es eigentlich nur, dass das mal ausprobiert wird, aber nicht täglich auf dem Tisch landet. Die Avocadorezepte waren ne zeitlang ziemlich im Fokus, aber seit längerem schon nicht mehr. Und wenn ich da sehe was mein fleischessender Freund an Avocados konsumiert, zählt das auch nicht zu ner exklusiv veganen Zutat.

    Aber vielleicht bin ich einfach etwas in meiner Blase gefangen und ich vergesse nen paar Sachen.

    Ich denke mein Mandel und Kokosverbrauch ist gestiegen, dass wäre eindeutig zu überdenken.

    @Cindychill ich verstehe glaube ich was du meinst. Aber jetzt mal nur bezogen auf Veganismus, Vegetarismus, weniger Fleischkonsum. Da ist es doch egal ob die Leute es machen, weil sie davon überzeugt sind oder weil es gerade in ist. Klar ist es dann schade wenn die sich beim nächsten Trend wieder anders verhalten, aber für jetzt ist doch jede Reduzierung von tierischen Produkten gut, mindestens bis zu dem Maß das von Gesundheitsverbänden empfohlen wird. Und vielleicht bleibt ja doch was hängen.

    Bei Bio und Fairtrade verstehe ich deine Argumentation, aber für das andere Thema irgendwie nicht.

    Auch das mit dem gut/böse gut/schlecht. Kannst du das noch mal anders formulieren?

    Was an Grünfutter und Wasser nötig ist um Fleisch zu produzieren, da kommt man dann mit ner pflanzlichen Variante doch mit weniger Konsum aus, oder hab ich da nen Denkfehler?

    Ich vermute, dass gemeint ist, dass die Bilanz nicht automatisch besser wird, wenn man statt Fleisch aus Massentierhaltung Ersatzprodukte isst, die "aufwändig" hergestellt werden, damit sie schmecken/aussehen/riechen wie... .

    Da fehlen mir natürlich die Zahlen zu, obwohl ich vom Gefühl sagen würde, dass es trotzdem noch passt.
    Und wenn ich gerade so an Chicken Nuggets, Gouda, Mini Winni oder Leberkäse denke, dann kommt das ja auch nicht so aus dem Tier raus, sondern muss auch noch 'aufwendig' verarbeitet werden.
    Ich schreib das mal in anführungszeichen, weil ich keine Vorstellung davon hab wie fertige vegane Produkte ihren Geschmack und Konsistenz bekommen. Wie Protein oder ähnliches gewonnen wird.
    Aber zb in meiner bevorzugten Joghurtalternaitve (Soyade) ist Sojadrink und Joghurtkulturen drin. In der Bedda Frischecreme ist jetzt ausser das Mandelprotein und Kokosöl auch nicht viel anderes drin, als im normalen Frischkäse.
    Kann mir nicht vorstellen das die damit noch irgendwelche chemischen energieraubenden Experimente machen für Konsistenz und Geschmack, kann es aber auch nicht ausschließen.