Leider wurde Iven tot gefunden.
Beiträge von Schmuh
-
-
Kann ich nicht sagen, ich kenne die Profi- Preise nicht. Hinge bei mir von Thema, Umfang, evtl. Recherche- Aufwand ab und ob es eilt.
Also nach meiner stichprobenartigen Recherche würde ich bei ca. 6.000 bis 7.000 Euro für einen Roman liegen.
Tatsächlich gezahlt habe ich etwa 250 Euro Druckkosten für Korrekturexemplare einiger Betaleser.
Wenn die Angaben, die ich gefunden habe, auch nur halbwegs stimmen, verdient man im Idealfall als deutscher Autor an einem Einzelexemplar 5000 Euro (brutto).
Keine Ahnung, ob da hier im Forum jemand mehr Praxiserfahrung hat?
Aber dann muss man wohl schon wirklich einen Volltreffer landen und hat evtl. schon einen Bestseller geschrieben.
Wie wahrscheinlich ist das schon? Ich könnte nicht mit ehrlicher Überzeugung sagen, das Potential zu haben.
-
Es gibt Leute, die machen so etwas als Hobby, und das sollten keine wohlmeinenden Freunde sein. Ist immer die Frage: für wen schreibe ich, solls in die große, weite Welt oder nicht? Ein Blick von außen, was RS, Grammatik, Stil angeht, schadet nie und der sollte mMn auch kosten.
Was würdest du denn für eine angemessene Entlohnung halten?
-
Jedes Mal, wenn ich hier reinschau, wird mein schlechtes Gewissen größer...
Ich sollte mal wieder schreiben.

Machen!

@Helfstyna
Du veröffentlichst doch schon länger, oder?
Wie schätzt du in dieser Zeit die Entwicklung deines Schreibstils ein? Hast du schon häufiger Entwürfe grundlegend überarbeitet?
Scheinbar bin ich da einfach ein Mimöschen

-
Der Stil ist dann aber eher etwas, dass sich bei Schreibübungen oder einfach zwischen den Romanen bearbeiten lässt. Einem bereits vollendeten Roman wird das in der Regeln nichts mehr bringen.
Dann finde ich solche Übungen auch absolut interessant und lohnenswert.
Wobei ich zum Beispiel einige sehr beliebte und verbreitete Werke namhafter Schriftsteller gerade vom Stil her einfach nur grauenhaft finde. Dabei geht es um Bestseller. Viele Leute haben also offenbar eine ganz andere Meinung.
Bei einigen meiner Lieblingsbücher habe ich mal bewusst auf den Stil, Wortwahl und Satzanfänge (meine persönliche Baustelle) geachtet. Ich glaube, in der Schule hätten die Lehrer ordentlich gemeckert über die ganzen "sagte", "war", Wortwiederholungen und vieles mehr.

Mein persönliches Ziel wäre es also, fehlerfrei (was Grammatik und Rechtschreibung angeht - ich weiß, das ist utopisch), individuell, spannend und interessant und dabei aber auch locker und "frei Schnauze", nach Gefühl und nicht zu verkopft schreiben zu können.
-
Das ist es halt auch die Frage, wofür man schreibt. Für mich ist es immer als erstes der Spaß und dabei möchte ich auch bleiben. Eine Veröffentlichung in irgendeiner Form (für die ich bezahlt werde, unentgeltlich hatte ich schon oft genug) wäre ein Traum, aber da bleibe ich auch realistisch.
Was ich immer gerne hören würde, ist alles rund um Rechtschreibung sowie natürlich grobe Grammatik-Fehler. Wenn es Unlogik gibt, Wiederholungen oder Szenen, die einfach nicht passen.
Den grundlegenden Stil zu kritisieren fände ich schwierig. Mal abgesehen von der Geschmackssache kann man den einfach nicht mal eben so ändern.
-
Halt ich für einen Fehler, aber ich schreibe nicht selber.
Gebe ich dir grundsätzlich recht, aber wenn es nun keiner macht, was soll man tun?
Man kann natürlich auch Profis dafür bezahlen, aber die Preise übersteigen nach meinen Infos bei weitem alles, wozu zumindest ich bereit wäre.
-
Thema Testleser finde ich unglaublich schwer. Ich wünsche mir zwar Kritik, weiss aber aus Erfahrung, dass ich mich unheimlich leicht demotivieren lasse.
Zudem habe ich bislang NIE Feedback von freiwilligen Testlesern (Familie, Freunde und Fremde) bekommen. Immer nur Vertrösten, wenn überhaupt. Da frag ich mich sofort, ob mein Geschriebenes so schlecht ist, dass die Leute es nicht schaffen, sich durchzukämpfen oder sich hinterher nicht trauen, die vernichtende Kritik auszusprechen.
Also hab ich eben zwangsläufig versucht, alles selbst durchzuziehen. Egal ob Inhalt oder Rechtschreibcheck.
wilderbse Genau so, wie SabethFaber erklärt hat. Man beschäftigt sich halt, wenn man will, sehr intensiv mit Charaktergestaltung.
Ich habe für jeden meiner Charaktere zum Beispiel auch einen Teil "Meinung zu...", den ich aus der Ich-Perspektive schreibe. Das betrifft dann Familie, Beziehungen, Glauben, Moral, Politik, Lieblingszeug, oder was eben relevant ist
wilderbse kannst mir auch gerne PN schreiben wenn du mal ausprobieren magst, ich hab evtl. ein paar Kontakte :)
-
Gleichen euch eure Charaktere?
Nein.
Ich liebe es, mit verschiedenen Charakteren zu spielen (P&P hilft dabei, Larp noch mehr
).Erste Charakterideen werden von mir auch gerne mit Begriffen wie Frettchen, Grummelbär, Blondchen, Möchtegernbösi oder ähnlichem umrissen. Damit definieren sich für mich schon viele Charakterzüge, die ausgebaut und vertieft werden und die Überleitung zum Charakternamen hat man auch gleich.
Was mich mal interessieren würde, wie leicht tut ihr euch, bei der Namenswahl?
Leichter, wenn ich mehr Zeit habe. Spontan kann es schwer werden, denn meine Ansprüche sind hoch. Deswegen versuche ich das diesmal zu vermeiden.
Namen können Geschichten schreiben, ganz ohne weitere Worte.
Sie klingen nach Ländern, nach Eigenschaften, nach Zeiten und Geschichten.
Aktuelle habe ich dafür (Fantasybereich) überlegt, welche Geschichte die Namensgebung wohl hat, wie Nachbarländer, Handel, Politik, Dialekte und vieles mehr Einfluss genommen haben.
Welche Laute und Silben klingen edel, welche rau, welche schlicht, welche unmenschlich?
Ich bin verschiedene Namensseiten durchgegangen, habe Namen rausgesucht, umgebaut und verfremdet.
Daraus ist eine sehr lange Liste aus hunderten Namen entstanden, die auch schön brav gepflegt wird.
Ich habe für Nach- und Ortsnamen Eigenschaften genommen und mit Hilfe eines Althochdeutsch-Wörterbuches angepasst. Berufe, Tiere, örtliche Eigenschaften, Farben, usw. Damit habe ich mir ein Baukastensystem erstellt, aus dem ich mich jederzeit schnell bedienen kann. Und ein paar fertige Namen halte ich auch immer bereit.
Und ich muss sagen, bislang erleichtert das die Namenssuche enorm.
Und Spass macht es auch

-
Aber eine Story um erschaffene Charaktere zu bauen find ich fast genauso cool wie die Charaktere selbst zu machen.
Das stimmt.
