Puh, ich bin der Meinung, man kann gewisse Dinge auch übertrieben dramatisieren. Klar, ist der Juckreiz deiner Hündin nicht schön und da muss auch was gegen getan werden, soweit bin ich bei dir. Allerdings zäumst du das Pferd echt von hinten auf. Bevor ich den Allergietest hätte machen lassen, wäre für mich ein kompletter Check-up beim Tierarzt das erste Mittel der Wahl gewesen. Ob vielleicht irgendwas mit ihren Blutwerten nicht stimmt, denn aus anderen Erkrankungen können Allergien nicht unbedingt hervor gehen, aber doch deutlich beeinflusst werden. Auch Stress ist ein Auslöser für eigentlich nur schwache Allergien. Wenn aber das Immunsystem (geschwächt durch Stress) down ist, dann kann so manch anderes auch aus dem Ruder laufen...
Dann noch was essentielles: Nimm dir ne Tasse Tee (oder auch Whiskey oder sonst was dich beruhigt
) und lass den Hund Hund sein! Sie kommt aus Weißrussland, lebte vielleicht draußen, ohne richtigen Familien-Anschluss, mehr oder weniger auf sich allein gestellt, hat wohl keine Erziehung genossen. Ihr Leben hat sich KOMPLETT verändert! Dann noch die vielen Zwischenstationen. Der Hund KANN meiner Meinung noch gar nicht wirklich zur Ruhe kommen. Nicht nach so kurzer Zeit. Eventuell haben ihre Hautprobleme auch mit ihrem "Fellpanzer" zu tun. Ich kann mir schon vorstellen, dass der Unterschied von Weißrussland, draußen zu Deutschland, drinnen ein ziemlicher klimatischer Schock ist! Und auch der Fellwechsel an sich, soll für die Tiere schon Stress sein...
Meine erste Hündin kam aus Ungarn. Mit 5 Monaten kam sie nach Deutschand, hat wohl "nur" ca 2 Monate in Ungarn auf der Straße gelebt und war bevor ich sie übernommen habe einen Monat auf einer Pflegestelle. Sie hat geschlagene 8 Monate gebraucht um richtig anzukommen und dabei war sie deutlich einfacher (von deiner Beschreibung auszugehen) als deine Lucy. Die ersten paar Wochen gabe es kleine Runden zum aklimatisieren (vom Land in die Stadt) und wichtige Alltagsdinge (sich mal 15 min in die Stadt setzen und beobachten), mehr nicht.
Was ich euch alternativ zum Trainer empfehlen kann, ist eine Hundeschule oder einen Hundesportverein, der auch auf die "Ausbildung zu Familienhunden" (meist einfach nur Basisarbeit genannt) anbietet. Wenn ich es richtig sehe kommt ihr aus Dortmund? Da sind doch einige Vereine, vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Dort könnte der Hund auch bestimmt besser eingeschätzt werden als übers Inet und du kannst die Leute mit allen Fragen löchern. Sie werden dir auch meist gute Tipps zu deinen Problemen geben können und erarbeiten mit dir vielleicht auch das ein oder andere im Einzeltraining
Und die kostengünstigere Alternative ist es allemal 