Ist es wirklich möglich das nach nur 8 Wochen falscher/Zuviel Beschäftigung bleibende Schäden im Hirn entstehen?
Bedeutet das das mein Hund für immer so unruhig und aufgedreht sein wird? Wird agility später überhaupt möglich sein?
Wir machen uns wirklich Gedanken darum ob wir die nächsten Jahre so mit ihr leben können wenn sich das nicht mehr bessert
es zehrt sehr an unseren Nerven und auch ihr geht es aktuell nicht gut damit. Man merkt richtig wie erschöpft sie ist von dem ewigen rumrennen, bellen, alles ankauen und beißen.
Wenn das ganze nach ein paar Wochen gegessen ist ist es ja kein Problem, aber wenn da Schäden entstanden sind und das so bleibt müssen wir eine Entscheidung treffen ob wir die richtige Familie für sie sind.
ich habe mein Pony bekommen, als ich 9 Jahre alt war. In Worten: neun. Edit: 21 Jahre später habe ich mein Pony immer noch.
Und es war MEIN Pony, nicht das meiner Eltern. Meine Eltern haben und hatten mit Pferden überhaupt nichts am Hut.
Ich habe mich da wirklich selbstständig drum gekümmert. Klar, die Kosten haben meine Eltern getragen.
Aber ich bin das Pony geritten, habe es gepflegt, gesagt, wenn man Termine beim Tierarzt und Hufschmied machen sollte und mich auch sonst um alles gekümmert.
Mein Pony war genau genommen nie das, was ich wirklich wollte. (Stichwort: kann sie dann später kein Agility machen?) Ich habe mich ihn in verliebt, weil ich ihn optisch einfach extrem schön fand. Das ist auch bis heute so.
Aber er war immer schon schwierig.. Hat mich monatelang bewusst abgeworfen - jedes Mal, wenn ich ihn geritten bin. Er hat gebissen, er hat getreten, er ließ sich auf der Koppel nicht einfangen. In Gruppenreitstunden waren wir noch Jahre später der Schreck der anderen Eltern, weil mein Pony mit seinem Verhalten auch alle anderen Pferde angesteckt hat.
Und so ein Pony in den Händen eines 9jährigen Kindes, das allein für ihn verantwortlich war.
Es war wirklich extrem schwierig. Nicht nur nicht für ein Kind, auch Erwachsene hätten an ihm eine schöne Herausforderung gehabt. Aber wir haben uns zusammen gerauft. Er ist nie das Pony geworden, dass ich mir erhofft hatte. (Stichwort: kann sie dann später kein Agility machen?)
Aber er war das Beste, was mir hätte passieren können. You can't always get what you want - you get what you need. 
Ich habe von ihm so viel gelernt über Geduld, Konsequenz, Beharrlichkeit, innere Ruhe, Ausstrahlung, Verantwortung, Nerven behalten, Treue, Liebe, was es wirklich bedeutet, an etwas dran zu bleiben, was es bedeutet, seine Meinung, seine Ideen gegen andere durchzusetzen, für sich einzustehen, für sein Tier einzustehen und auch gegenüber Erwachsenen Position einzunehmen, wenn man etwas für falsch hält.
Nicht das perfekte Pony - aber die perfekte Charakterschule. Es ist nun mal ein Lebewesen, er hat sich mich nicht ausgesucht. Ich habe ihn ausgesucht und ihn in diese Situation gebracht, da fand ich es nur fair, das Beste draus zu machen.
Ihn zu verkaufen und sich so aus der Affaire zu ziehen hätte ich perfide gefunden. Zumal: wer hätte ihn denn kaufen wollen? 
Ich bin absolut nicht nicht gegen eine Abgabe, wenn es zwischen Menschen und Hunden einfach nicht passt, überhaupt nicht. Kann ja immer aus den verschiedensten Gründen vorkommen.
Aber einen Welpen erst massiv überdrehen, ihn in der Prägephase ständig massiv überfordern, und dann, wenn es gar nicht mehr geht und der Welpe vor Stress überhaupt nicht mehr weiß, wohin mit sich, dann soll sich doch bitte jemand anders damit rumschlagen, weil anstrengend. Das finde ich schon sehr.. naja...
Ich würde nicht wollen, dass Kinder einen solchen Umgang mit Lebewesen lernen. Es ist doch kein Handy, das man verkauft, wenn man keinen Spaß mehr damit hat.