Natürlich muss der Hund auch in Bezug auf den Menschen die Beisshemmung erlernen, eine der wichtigsten Lektionen für ein Hundekind. Einen Hund ohne Beisshemmung möchte ich nicht begegnen.
Beiträge von Ninma
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Ich finde schon das es Sinn macht den ersten Test im Herkunftsland zu machen. Bei uns werden alle Hunde ab 7 Monate getestet, Nachtest dann nach 6 Monaten in Deutschland. Das es keine Sicherheit bringt ist klar, aber ein Hund der z.B. Babesiose oder Herzwürmer hat sollte unbedingt vor Ausreise behandelt werden, genau wie eine Leishmaniose anbehandelt werden sollte. Sonst hat man durch den Reisestress ganz schnell eine aktive Mittelmeerkrankheit, das bringt noch weniger. Test nach 2 Wochen in Deutschland macht keinen Sinn, zum einen können Titer durch den Reisestress erhöht sein und zum anderen haben Ehrlichiose, Rickettsien, Babesiose eine Inkubationszeit von 3 Wochen, alles andere viel länger.
Zudem kann ein LM Hund nicht überall hin vermittelt werden und Adoptanten sollten das vorher wissen.Aber das macht jeder Verein ja anders, wichtig ist die konsequente Aufklärung der Interessenten.
Meine vorgesehene Pflegehündin ist in Spanien vermittelt, jetzt bleibt es wieder spannend.
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Gewalt an Hunden? Du vergleichst den Nackengriff mit kneifen?

Manche Hunde beißen nicht nur, wenn sie aufdrehen, sondern sobald sie aufwachen.Dann würde ich mir ernsthafte Gedanken machen warum mein Welpe so ist. Was läuft da schief, Normalverhalten ist das nicht.
Weder bei meinen Schäferhunden noch bei meiner Bordermaus waren Nackengriff nötig, klar hatten sie ihre 5 Minuten, aber die Beisshemmung haben sie durch Training schnell gelernt.
Ich habe ja nur seit Jahren mehrere Pflegewelpen im Jahr und meine Hunde zeigen mir den richtigen Umgang. Sowas wie Nackengriff hätten sie niemals nötig. Ignoranz ist das beste Mittel, von meiner Hündin reicht ein Blick, im Notfall Zähne zeigen ..... Welpen sind ja nicht doof und verstehen schnell. Wenn beissen keinen Erfolg bringt lassen sie es einfach. Meine Althündin hat niemals Probleme mit den Welpen, sie ist ruhig, aber doch klar. Meinem Rüden gehen sie auf die Nerven, der geht viel zu sehr auf das geplänkel ein - das hat der davon

Natürlich mag es schneller gehen bei einem Welpen das beissen massiv zu unterbinden. Lernt er dann aber die Beisshemmung, d.h. gehemmt zu zubeissen ? Nein, kann er nicht ..... und das kann gefährlich werden.
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Zeit und Geduld. Nach 2 Tagen kann man noch überhaupt nichts über den Hund sagen, er muss sich erst einleben und in einigen Wochen / Monaten wird er langsam ankommen.
Irgendwie hört sich das nach viel Programm für 2 Tage an. Mag auch täuschen. Ich würde vorerst ruhige Spazierwege wählen, wo ihr keine anderen Hunde trefft und Hund sich entspannt. Lernt Euch kennen, das geht nicht so schnell.
Viel Spaß mit dem Süßen
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Ok, danke für Eure Erklärungen, gerne noch mehr. So langsam kann ich mir das vorstellen.
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Wie läuft denn so ein Rauferseminar ab ?
Ich kann mir immer nicht vorstellen das sowas gut ist
Da wird ein Hund, der eh schon Probleme mit Artgenossen hat, mit anderen aggressiven Hunden zusammengelassen ? Klar mit Maulkorb gesichert, aber aggressives Verhalten können sie doch trotzdem ausleben oder nicht ? Es sollen ja auch immer unkomplizierte Hunde dabei sein, aber wer macht sowas ? Ich zumindest würde meinen Hund mit gutem Sozialverhalten dafür nicht zur Verfügung stellen. Oder gibt es da irgendwelche Vorarbeit oder sind die Hunde erst angeleint ? Wäre toll wenn man mal einen Erfahrungsbericht bekommen könnte.Hier hat nur eine Hundeschule mal solche Rauferstunden angeboten, da wurden tatsächlich nur Raufer mit Mauli aufeinander losgelassen, prickelnd war das wohl nicht. Kenne das aber auch nur vom Hörensagen.
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Für mich wäre ein Hund mit einem optimalen Wesen ( ich schreibe bewusst nicht gutem, den ein gutes Wesen haben meine verrückten Hunde auch )
Hunde die offen auf fremde Menschen und Hunde zugehen,
die gelassen sind, nicht überdreht oder nervös,
die sich leicht führen lassen, sich gerne dem Menschen anschließen
die aber auch neugierig und aufgeweckt sind
nicht zu aufdringlich, nicht überfreundlich, aber auch nicht misstrauisch
keine großartigen Ängste haben bzw diese selbst bewältigen können
keine grundlose Aggression bzw dazu neigen von selbst zurückzugehenTrotzdem ist doch ein Hund von seiner Umwelt und seinen bisherigen Erfahrungen geprägt. Ich bewundere manchmal Stadthunde, wie sie sich gelassen und ohne sich aufzuregen durch das Gewühl bewegen. Meine Dorfhunde kennen das weniger, klar ist das für sie aufregend - aber sind sie deshalb weniger wesensfest ? Mit Training und Zeit könnten das viele Hunde lernen, müssen sie aber nicht.
Und dann gibt es Hunde die sich bei verschiedenen Menschen völlig anders verhalten. Ich erinnere mich an einen meiner ersten Pflegehunde. Er kam von einer anderen Pflegefamilie da er sich dort aggressiv gegen andere Hunde und Kinder zeigte. Also nahm ich ihn nur für einige Tage auf, hier war er ein offenes und fröhliches kleines Kerlchen, super verträglich mit meinen Hunden. Er wechselte dann wie geplant in seinen eigentliche neue Pflegefamilie - dort zeigte er massives Angstverhalten vor anderen Hunden und auch insgesamt sehr ängstlich. Als nahm ich ihn wieder zurück und wie dieser Hund sich freute war schon spannend. Er war halt ein typischer Schnauzer und hier passte er viel besser als in die anderen Familien. Sein Zuhause fand er dann als Zweithund in einer Familie mit Kleinkind, ein Hund der ein ganz tolles Wesen zeigte und ein optimaler Familienhund ist. Was ist nun mit seinem Wesen ? Er konnte sein Wesen erst bei den richtigen Menschen in einer für ihn optimalen Umgebung entfalten, außerdem brauchte er Zeit um erwachsen zu werden. Das lag aber nicht daran das ich ein besonders Händchen für Hunde habe, meine Hunde sind alles andere als wesensfest, im Gegenteil. Man kann nie vorhersehen wie ein Hund sich entwickelt, dazu gehören viele kleine Einzelteile und die machen sein Wesen aus,
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Ich würde das Vetamt informieren. Diese sind verpflichtet jedem, auch anonymen, Hinweis nachzugehen. Bei mir standen das Vetamt selbst mal vor der Tür, weil es da einen Hinweis wegen meiner Pflegehunde gab. Sie kam wohl sofort, unangemeldet und wollte die Hunde sehen. Was alles prima, sie wollte Papiere sehen, hat bemängelt das mein Podencomix zu dünn war
und gut war es.Erfahrungsgemäß sind sie ganz fix wenn sie hören das Hunde illegal aus dem Ausland eingeführt werden. Also erwähne ruhig das dort ein kranker Hund aus dem Ausland schlecht gehalten wird. Auch wenn sie den Hund nicht gleich mitnehmen, vielleicht ist der Besitzer eher bereit Dir den Hund kostenlos zu geben. Alles Liebe und ich finde toll das Du nicht wegsiehst.
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Aber wie stellt man in der Hundezucht fest was Wesensfest ist oder was anerzogen ?
Meine Hündin hat eigentlich ein mega schlechtes Nervenkostüm, neigt zum verbellen, knurren und hat sich über alles und jeden aufgeregt. Im Laufe des letztens Jahrzehnts ist sie so gelassen geworden, lässt sich führen, lenken, hat es kaum noch nötig sich aufzuregen und wenn doch lässt sie sich unterbrechen. Sie ist recht unauffällig, ignoriert fast alles, ist gelassen und wirkt sogar souverän - aber in meinen Augen ist das nur Erziehung.
Mein Rüde ist ein Angsthund, aber liegt das nun in seinem wesen begründet oder darin das er in seinem ersten Lebensjahr nichts kennengelernt hat. Da all seine Geschwister ähnlich sind, liegt es nahe es auf die Gene zu schieben, aber wer weiß das schon.
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Meine alte Hündin hat damals fast 3 Jahre Metacam bekommen bis sie an Altersschwäche starb. Sie hatte keinerlei Nebenwirkungen, keine Folgeschäden. Ganz im Gegensatz zu Rimadyl, das hat sie nicht vertragen. Kommt also immer auf den Hund an und Schmerzmittel sind niemals ohne.