2 -4 Welpen sind völlig ausreichend, in größere Gruppen wurde ich nicht gehen. Sozialkontakt heisst ja nicht immer spielen. Gemeinsam schnüffeln, die Welt erkunden fördert auch das Sozialverhalten. Und lernen in der Anwesenheit anderer Hunde ruhig zu sein, ganz wichtige Übung.
Wenn ihr nette erwachsene Hunde trefft ist das toll. Ich würde nicht mehr ´machen.
Beiträge von Ninma
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Ich kann auch nicht meckern . Bei Maverick kommt es zwar immer auf die Tagesform ab und wir laufen im Moment eher ruhige Runden, aber er macht das gut.
Gestern beim Mantrailing hat er sich an einen fremden Mann geschmissen
Das war echt süß, wir warten und Maverick rennt 10 x die Treppe hoch und runter, immer eng am Mann vorbei, plötzlich schmeisst er sich kurz ran ... ups wieder weg .... oh er hat nicht gebissen ... wieder hin ... uih er kann streicheln .. oh Gott den kenn ich nicht, wieder weg ..... oh ne der kann streicheln ... wieder hin. Maverick soll suchen .... nö ich habe keine Zeit
Die Suche war auch toll, unverhofft kam Straßenbahn, jogger, Radler ... klar er hat Angst bekommen, auch mal gebellt und konnte seine Belohnung nicht nehmen, aber er hat es geschafft .
Wir sind zufrieden und ich glaube Hund auch
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Naja bei Maverick kann ich die Entwicklung seit dem 3. Lebensmonat nachvollziehen. Seine Geschwister waren genauso ängstlich, also denke ich schon an genetische Disposition oder eine ängstliche Mama, danach reizarmes Leben in der Pampa und da ist die Schissbuxe. Es gibt doch auch diese Studie mit ängstlichen Pointern ? Die Welpen entwickelten sich bei ängstliche Müttern grundsätzlich auch ängstlich. Selbst wenn man normale Welpen bei ängstliche Müttern aufwachsen lies waren sie auch immer ängstlich. Das ist dann keine Deprivation, hat aber ein ähnliches Ergebnis. Ich kenne halt viele ängstliche Hunde, aber keinen mit echter Deprivation. Wenn ich richtig liege neigen diese auch meistens dazu nach vorne zu gehen ? Ich bin wirklich froh das es bei uns eher der Rückwärtsgang ist.
Wie waren denn Mama und Geschwister von Duke ?
Und die Sache mit den Leckerlies, klar wenn er Stress hat kann er keine Leckerlies nehmen. Aber er kann auch Panik vor Leckerlies bekommen wenn man ihn versucht damit zu locken. Das ist Druck, mit dem er nicht umgehen kann - man kann diesen Hund zu nichts zwingen, dann reagiert er mit Panik. Leckerlies als Belohnung sind kein Problem. Er muss diesen Weg alleine gehen bzw ich muss mir seine Kooperation erarbeiten.
Ich denke AnfängerinAlina meint eher die Vermehrer , die Hunde in Verschlägen aufziehen. Da hat sie natürlich uneingeschränkt recht und da tut Aufklärung not.
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Zu dem rechtlichen kann ich dir nichts sagen.
Meine vorherigen Hündin hatte auch eine Notkastration und anschließend einige Komplikation. Das braucht Zeit , die Maus ist schwer krank. Ich glaube insgesamt hat es 6 Monate gedauert bis sie sich vollständig erholt hat.
Ich wünsche Euch alles gute.
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Ich glaube das schlimmste ist (und das würde ich für Maverick unterschreiben) das diese Hunde nicht gelernt haben mit Stress umzugehen. Und alles was Neu ist, alles was sie nicht kennen, alles was ihnen Angst macht .... ist Stress. Ich denke normale Hunde habe gelernt sich mit Dingen auseinanderzusetzen, vielleicht mal zu erschrecken und dann mal zu schauen. Bei Deprivationshunden gibt es nur schwarz oder weiss. Deshalb kippen sie so schnell. Und sie reagieren so schnell über, Angst, Panik, Aggression. Was meint Ihr ?
Maverick macht dicht wenn er das Gefühl hat Druck ausgesetzt zu sein, die Kontrolle zu verlieren. Das kann sogar etwas positives sein - z.B. ein Leckerlie.
Ich glaube schon das sich Nervenzellen neu bilden, der Maverick war als er kam wirklich etwas ... naja, wie sag ich es nett ?. Das hat halt gedauert und da ich eine Bordermixdame als Vorbild habe, hat er sich viel abgeschaut.
Ich hatte schon Angsthunde hier, die hatten überhaupt kein Lernproblem, die waren halt ängstlich und haben sich schnell entwickelt. Und wenn man rechtzeitig einschreitet kann ein Hund aufholen, das habe ich letztes Jahr bei einem Panikwelpen erlebt, er ist heute völlig normal.
Ich finde das Thema super schwierig und glaube es gibt kein Patentrezept.
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Glaube ich nicht Michi. Ist es nicht so das bei Deprivation bestimmte Nervenzellen nicht gebildet werden, weil sie in den ersten Lebensmonaten nicht gebraucht werden ? Sprich der Hund hat von seiner Gehirnentwicklung einfach weniger Möglichkeiten zu lernen und sich einzufügen, zu generalisieren.
Wenn Du dich an Mavericks Fahrradproblem erinnerst ? Ich sage immer ihm fehlt das Fahrradgen - er wird immer Angst davor haben. Trotzdem sieht er ja täglich Fahrräder, das bleibt ja nicht aus. Ich denke aber nicht das es ihm schadet, er lernt nur nicht daraus. Außer natürlich Stress und damit kann er schwer umgehen.
Es gibt viele Dinge die er lernen kann, deshalb sage ich ja immer, das er kein Deprivationshund ist. Er ist aber anders als andere Hunde. Am Anfang hatte er vor der Welt Angst, vor dem Leben ..... gelernt hat er trotzdem, aber das dauert halt länger und es gibt immer wieder Rückschritte. Insgesamt hat er mehr gelernt als jemals jemand für möglich gehalten hätte und das finde ich gut. Am liebsten würde ich heute mal alle Hundeschulen die ihn damals abgelehnt haben besuchen.Und natürlich ist Aufklärung wichtig, nicht das mich hier einer falsch versteht. Ich habe einige Angsthunde in Spanien in der Vermittlung und ich weiß das die meisten von ihnen auch niemals vermittelt werden - dazu kläre ich viel zu gut auf und dann laufen die Interessenten schreiend weg. Aber es bringt ja sonst nichts. Es gibt ja nur wenige Menschen wie wir, die sich auf solche Hunde einlassen können. Ich werde aber immer wieder gezielt nach ängstlichen Hunden gefragt, weil die ja so anhänglich und lieb sind

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Warum sollte Wasser was in meiner Wohnung steht innerhalb weniger Stunden nicht mehr genießbar sein ?
Und warum ziehen fast alle Hunde Regenwasser dem Leitungswasser vor ?
Da hier noch nie ein Hund in den Napf gesabbert hat oder Dreck reingeschmissen hat, sieht das Wasser auch nach einem Tag noch frisch aus. Meine Hunde sind da auch wie ich, ich mag auch kein frisches Wasser aus der Leitung und lasse es erst ein wenig abstehen.
Im Winter wird der Napf täglich leer gesoffen .... im Sommer haben wir draußen immer kleine Näpfe/Eimer mit frischen Regenwasser stehen. Das ziehen die Hunde ausnahmslos vor und das Wasser im Haus wird halt sowieso weggeschüttet, rührt keiner an.
Unterwegs achte ich schon sehr darauf das die Hunde nicht aus abgestandenen Pfützen trinken. Wenn es aber regnet ( und wann tut es das im Norden nicht ) können sie sich meinetwegen einen Schluck genehmigen. Genau wie aus dem See oder Bach. Das Wasser kann ja nicht so schlecht sein, weil es hier eine Mineralquelle ist, aus dem Euer Mineralwasser gewonnen wird
Was ich vermeide und meine schlauen Hunde auch, die Hunde aus fremden Näpfen in Fussgängerzonen, Restaurants, Tierarzt, Hundeplatz trinken zu lassen.
Hygiene : Ja natürlich, aber nicht übertrieben - denn auch das macht krank.
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Wir sind in der Lernphase wirklich umgedreht und haben uns aus dem Staub gemacht. Bei jedem Ausraster lernt der Hund und wird das gelernte das nächste Mal verstärkt zeigen. Da Madam in der Hundeschule perfekt war sind wir monatelang mehrmals die Woche dahin gefahren wo wir sicher sein konnten angeleinte Hunde zu treffen und genügend ausweichen konnten. Das waren auch immer mindestens 20 km , aber es hatte den gewünschten Lerneffekt. Hundebegegnungen wurden normaler und sie lernte selbstständige Problemlösungen. Nicht das sie überhaupt nicht mehr bellt, aber eigentlich nur wenn es zu eng wird, unter 2 m.
Es gibt zahlreiche Werkzeuge die Du nutzen kannst, schönfüttern, Ablenkung, Kommando. Und wenn Du unterbrechen möchtest, wäre evt, ein gut aufgebauter Geschirrgriff etwas ? Schau was zu Euch passt.
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Wenn das immer abgetan wird mit "ist doch egal, warum der Hund nun so ist wie er ist" dann wird es halt auch nie ein breiteres Bewusstsein dafür geben, was in der Prägephase wichtig ist.
Das sehe ich nicht so bzw. Du hast mich falsch verstanden. Es ist das wichtigste den Hund so zu nehmen wie er ist. Wenn du immer nur sagst, er hatte eine schlechte Kindheit und kann nichts lernen, dann nimmst Du dem Hund jede Chance. Du musst an ihn glauben und da ist die Vergangenheit egal. Du musst aber auch Dinge akzeptieren und nicht ständig mit dir und dem Hund hadern. Er ist toll, wie er ist und das ist es egal woher er kommt, was vorher war. Wir leben jetzt und schaffen so vieles, auch wenn es aussichtslos ist, wir arbeiten dran. Einfach zu sagen, der Hund ist ängstlich und da kann man nichts ändern, ist nicht fair. Echte Deprivation ist eine schwere Erkrankung und zum Glück sehr selten.
Und heutzutage ist es modern einen ängstlichen Hund zu haben. Wobei die meisten einfache Unsicherheit als Angst bezeichnen. Da ist der Hund etwas vorsichtiger und schon ruft alle Welt Deprivation. Viele meiner Interessenten finden ängstliche Hunde faszinierend und sind empört wenn sie den Hund nicht bekommen. Andere bekommen ein schüchternes Bübschen, der nach einigen Woche alle Menschen abknutscht, aber noch Jahre erzählt man das er ein heftiger Angsthund ist. Warum man das tut, will mir nicht in den Kopf. Es wirft aber ein falsches Bild auf Angsthunde.
@Michi69 das hört sich schlimm an, das tut mir so leid. Ich drücke die Daumen das eine harmlose Ursache gefunden wird.
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Bei uns häufen sich die Anzeigen. Gebe 12 Wochen alten Welpen ab, habe Arbeit bekommen und nicht mehr genug Zeit.
Ist ja nichts dagegen einzuwenden das man sich einen Hund anschafft wenn man Arbeitslos ist, aber man muss auch das Hirn einschalten und vorher schauen was ist wenn man wieder arbeitet.