Beiträge von ChatSauvagee

    Wir hatten sie schon bezahlt

    Ihr hatten den Welpen voll bezahlt, bevor ihr ihn überhaupt gesehen hattet?

    Mit welchen Hunden habt ihr denn bisher Erfahrungen, weil du geschrieben hast, ihr seid sehr hundeerfahren?

    Und nochmal, auch wenn das Verhalten aktuell normales Welpenverhalten ist, solltest du dich fragen, wenn dir das schon so zusetzt, ob du für das gewppnet bist, was noch kommen kann. Nochmal, das ist kein gut sozialisierter, verantwortungsvoll gezüchteter Hund vom seriösen Züchter, sondern ein Vermehrerwelpe einer anspruchsvollen Rasse. Da ist die Chance groß, dass es nicht bei normalen Verhalten bleibt. Hat man dann die Nerven für einen solchen Hund?

    So wie ich das bisher verstanden habe, wohnen die Zuchthunde und Welpen nicht direkt am Haus, sondern woanders in Zwingern verwahrt.

    Für die Besuche der potenziellen Käufer werden dann die Mutterhündin und der Welpe zu den Züchtern nach Hause geholt.

    Könnten sich die beiden evtl gegenseitig das Mittel abgeschleckt haben?

    Ich habe voriges Jahr unserer Katze Bravecto Spot-On gegeben, sie hat es gut vertragen und war fast 6 Monate zeckenfrei (Flöhe hatten wir bei Hund und Katze zum Glück seit längerem nicht mehr)

    Allerdings ist das Mittel ja nicht umunstritten, es wird auch von Krampfanfällen berichtet; daher nehme ich es lieber nicht mehr.

    An deiner Stelle würde ich auch bei einem anderen TA die Reaktion der Katzen schildern.

    Starker Juckreiz führt schon eher drauf zurück, dass halt die Haut allergisch reagiert.

    Bei oraler Aufnahme kann man eher mit Kotzerei und Durchfall rechnen.

    Ja, kann schon eine allergische Reaktion sein.

    Ist es immer noch schlimm oder gibt es schon eine Besserung?

    Meine Hund vertragen auch kein Spot-on mit bestimmten Wirkstoffen und reagieren mit heftigem Juckreiz.

    Wenn dann natürlich die Haut schon offen und wund ist wie beim alten Kater, kann das nochmal heftiger sein.

    Ich hab die Hunde damals sofort in die Wanne gepackt und gebadet. Aber das wird jetzt bei euch nix mehr helfen.

    Ruf zur Sicherheit bei einem anderen Tierarzt an.

    Leinenführigkeit wirst du aktuell bei ihrem Aufregungslevel nicht groß erwarten können. Daher dann die Übersprungshandlungen wie Leine beißen.

    Du kannst sie ja noch nicht mal groß ansprechen, da kommt nichts an in der Hundebirne. Da würde ich erst noch Zeit ins Land streichen und sie ankommen lassen.

    Wie andere schon geraten haben, ruhige Umgebung, erst mal immer die gleiche Runde und wahllosen Hundekontakt würde ich vermeiden.

    Wenn, dann 1, 2x die Woche mit einem auserwählten, souveränen (ruhigen) Hund, vielleicht von Bekannten?

    Schleppi ran und einfach mal fetzen lassen. Für einen Hund in dem Alter finde ich das wahnsinnig wichtig.

    Nur an der kurzen Leine und mit so viel Input und Reizen, grade erst im völlig neuen Leben angekommen... das frustet und staut Stress auf.

    Ganz ehrlich, ich würde den Hund zeitweise begrenzen und das auch aussitzen, wenn es dann ein wenig Theater gibt.

    Reicht nicht ein Türgitter und ein Raum, in den man sie bringen kann? Eingerichtet mit Körbchen, Wasser, was zu Kauen?

    Diese Gitter kann man so in der Höhe einstellen, dass sie definitiv nicht drüberspringen kann aktuell.

    Ich glaube, ihr werdet euch im Kreis drehen, wenn ihr euer Leben und Verhalten weiter so nach dem Hund richtet, statt andersrum.

    Deswegen muss man ja nicht unfair oder fies werden, aber Grenzen aufzeigen und Ruhepasen konsequent einfordern halte ich nicht für übertrieben, sondern für extrem wichtig.

    Meine Hunde durften und dürfen auch grundsätzlich in meiner Nähe sein, aber wenn es zwischendurch nicht geht, dann geht es halt nicht.

    Aber auf rohen Eiern laufen, flüstern, mich am besten gar nicht mehr bewegen und den ganzen Tagesblauf nach dem Hund richten finde ich schon heftig.

    Macht es euch doch im Alltag einfacher, indem ihr in erster Linie versucht, nicht ständig gedanklich beim Hund zu sein.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das schon unwahrscheinlich dabei helfen kann, dass auch das Hundekind nicht so fixiert auf seine Menschen ist und anfängt, sich selbst zu beschäftigen - oder eben auch mal zu schlafen.

    Und ich finde Umweltsozialisierung und Artgenossen kennenlernen auch wahnsinnig wichtig in dem Alter.

    Eingewöhnung ja, aber so viele Wochen nur Auslastungsspiele und Erziehung in Haus und Garten, ohne mehr von der Welt zu sehen, kann gut nach hinten losgehen.

    Das muss ja nicht viel sein, aber langsam anfangen würde ich nicht erst in 2 Wochen.

    Ich finde deine Lösungen und Trainingsmethoden eigentlich rundum gut und würde weiter so vorgehen, wie du es machst.

    Vielleicht gibt es ja jetzt in der ersten Zeit noch mehr Möglichkeiten, dass du dich MIT ihr zusammen öfter ein bisschen hinlegst?

    Kontaktliegen (sofern sie das dann möchte) stärkt auch die Bindung und zumindest nach meiner Erfahrung hilft das ungemein dabei, besser und schneller zur Ruhe zu kommen.

    Ich würde bei aktuell 5 Runden am Tag nicht länger als 10-15 Minuten um den Block gehen mit ihr und wenn die Möglichkeit da ist, auch viel mit langer Schleppleine statt kurzer Leiner, damit sie mal Gas geben und Stress abbauen kann.

    Zuhause dann 1, 2 mal über den Tag verteilt für ein paar Minütchen einen Kong, eine kurze Leckerlisuche, ein Spiel, ganz banale Dinge.

    Wichtig ist tatsächlich viel Schlaf, viel Zeit zum Verarbeiten der neuen Eindrücke.

    Wie du sie beschreibst, ist sie ja doch recht beeindruckt und wahrscheinlich auch drüber von ihrer Umwelt. Hunde im Stress nehmen sehr oft kein Futter oder Ansprache mehr an. Macht lieber weniger und arbeitet erst mal an der inneren Ruhe :smile: