Noch kurz was zum Thema Sozialisation- wir haben damals mit Chili in einer Großstadt gewohnt, man traf zwangsläufig oder freiwillig andere Hunde verschiedenen Alters.
Welpen, Junghunde und ältere Tiere.
Die fand sie alle langweilig, starrte uns an und ist dann wegmarschiert.
Sie wollte von sich aus nur mit uns zusammen sein, andere Hunde waren ihr wirklich egal.
Unter anderen deswegen haben wir Toffi angeschafft, damit Chili wenigstens einen Hund hat mit dem sie hündisch interagieren kann/muss und sich nicht nur an uns klammert.
Chili und Toffi waren sofort ein Herz und eine Seele und haben zusammen gespielt- mit jedem Hund, der hier noch einzog, war's genau so.
Draußen sind ihr Hunde eigentlich egal, sie geht weder gucken, noch lässt sie sich begucken. Sie tut einfach so, als wäre der andere Hund Luft.
Bedrängt er aber sie oder einen anderen Hund aus dem Rudel, wird sie durchaus giftig.
An der Leine das Gleiche- ist der andere entspannt ist sie auch entspannt. Ist es ein Angst Kläffer, sagt sie auch nix.
Wenn aber richtig bewusst in unsere Richtung gezogen und gebellt/ gedroht wird, wird sie auch laut.
Chili kam mit 14 oder 16 Wochen von der Mutter weg. Mutter und Schwestern sind im Verhalten genauso.
Im Rudel freundlich und sozial, aber andere Hunde sind unnötig oder nicht existent.
Es gab in 5 Jahren mit ihr genau vier fremde Hunde, mit denen sie sich sofort verstanden hat.
Der Westirüde meiner Mutter, die Viszlahündin meiner Freundin, die Maltesermixhündin unserer Freunde und einen Jackyrüden, den wir mal unterwegs getroffen haben.
Der kam von hinten angebombt, hat ihr einen Sidecheck verpasst (ich dachte, gleich zieht sie ihm das Fell über die Ohren!) und dann haben sich die beiden bei Jagdspielen "gebattled". Irgendwann kam der Besitzer und die beiden verschwanden- nie wieder gesehen.
Ist sie jetzt gut oder schlecht sozialisiert? (ich rede nur vom Thema Artgenossen)