Das heftigste ist mal meiner besten Freundin passiert - die arbeitet auf einer Unfallchirugie und hatte dort mal eine Patientin, die voll mobilisierbar war, aber keine wirklich Lust hatte, aufzustehen. Die wollte sich bedienen lassen.
(Dazu muss man sagen, auf der Chirurgie ist Mobilisation auch einfach das A und O, damit die Leute wieder hoch kommen.)
Besagte Patientin wollte nicht auf Toilette laufen, obwohl sie dazu in der Lage war und verlangte daraufhin ein Steckbecken, um ihr Geschäft im Bett verrichten zu können. Nachdem meine Freundin ihr das verweigert hat mit der entsprechenden Begründung, hat ihr diese Patientin ins Bett gekackt, geklingelt und ihr dann gesagt, jetzt könne sie ja mal schön das Bett beziehen. Sie habe sich den Job ja ausgesucht und sieht jetzt, was sie davon hat.
Joahr... Bett hat meine Freundin dann bezogen, als sie mit den restlichen 22 Patienten fertig war. So nach 2-3h - Pech, ehrlich ![]()
Ich sehe solche Leute ja einfach immer als meine persönlichen Trainer in Sachen Impulskontrolle
Meine psychiatrischen Patienten haben mir ganz schnell beigebracht, nen kühlen Kopf zu bewahren und ohne schreien und hektisch werden einzugrenzen und mich und die Regeln durchzusetzen. (Ein einziges Mal bin ich schnell und unbeherrscht laut geworden damals und konnte danach meine Brille suchen, die mir die Patientin als Antwort von der Nase geschlagen hat
)
Ich setz mich ohne Wenn und Aber durch, wenn ichs für nötig halte aber bin glaube ich grundsätzlich sehr kulant und geduldig - damit fahre ich sowohl beim Dackel, als auch bei "anspruchsvollen Patienten" tatsächlich am besten und bekomme auch meist sehr positives verbales und nonverbales Feedback ![]()