Ich würde dir wirklich ans Herz legen noch mal alle Energie in das Thema alleine bleiben zu stecken.
Dann knallst du dir den Kühlschrank, TK und Vorratsschrank etc. voll mit Lebensmitteln, sodass du mal 2-3 Wochen nicht deshalb los musst.
Davor ist es allerdings super wichtig, dass der Hund zuhause wirklich absolut keine große Rolle mehr spielt. Du machst deinen Alltag, den du machst und der Hund liegt und pennt. Wenn sie es mag, kannst du eine Box als schlafplatz nehmen. Der Vorteil ist: ihr seht euch nicht und selbst wenn du einen „kontrollblicK“ zum Hund wirfst, bekommt sie das nicht mit.
Bzgl Dynamik meine ich eher alles rund ums zusammen leben. Wer trifft Entscheidungen, wer agiert, wer reagiert, wer bewegt wen, wer bestimmt die Stimmungslage etc. Das ist in der Theorie nicht gut schriftlich zu verfassen.
Ich versuche ein kleines Beispiel: du nimmst den Futternapf und bereitest Futter vor, der Hund neben dir in hoher erregungslage. Die meisten Hunde können aber zb trotzdem auf Kommando ein Sitz machen und erst auf Freigabe fressen, die erregungslage ist aber trotzdem noch hoch. An diesem Punkt möchte ich aber zb dass meine Hunde lernen sich selbst zurück zu nehmen und geduldig mit ruhiger Haltung zu warten ohne, dass ich es mit Kommando „pseudomässig“ ruhig stelle.
Sowas zieht sich oft total durch den Alltag, dass man quasi „Tricks“ anwendet, um augenscheinlich das zu bekommen, was man möchte, aber die Grundlage einfach nicht da ist.
Für all das ist natürlich auch wichtig, wie du dich verhältst. Und zb dieses ständig nach dem Hund gucken, ist einfach kein Zeichen von Souveränität.
Hunde in unserer Gesellschaft müssen leider oft Situation aushalten, die sie nicht gut finden. Da muss man sie als Mensch begleiten und selbstsicher durch bringen.
Überinterpretiert finde ich zb. jetzt überspitzt gesagt: da hatte sie drei Minuten die Rute so, dann waren die Augen für acht Minuten etwas mehr geweitet als sonst und dreimal gehechelt aus Stress hat sie auch.
Es ist ja nicht verkehrt das wahrzunehmen, aber es hilft nicht das so ins letzte aufzudröseln.
Da wäre mein Ansatz auch wieder: was kann ich tun, um die Stimmung in der Situation zu verändern und nicht einfach den schnellsten Fluchtweg zu finden, um Aus der Situation zu kommen.
Natürlich muss man das im kleinen zuhause anfangen, damit der Hund verinnerlicht, dass Frauchen beeinflussen kann, wie es mir geht, wenn der Hund mitarbeitet. Es ist sicher auch etwas Richtung konditionierte Entspannung sinnvoll.
Ansonsten würde ich das Thema mit Hund und deiner Mutter vielleicht noch nicht ganz aufgeben, wenn du da Kapazitäten hast und eine Verbindung herstellen möchtest.
Meine Eltern machen mit unseren Hunden vieles komplett anders, als ich es machen würde und das ist okay und darf so sein. Die Hunde können sich verdammt gut drauf einstellen, wie die einzelnen Leute in ihrem Leben ticken und was wo geht und nicht geht.