Beiträge von Lara004

    Das kenne ich wirklich zu gut, unsere beiden Chaoten werden dieses Jahr 11 und 13 Jahre alt.

    Und wenn man denkt, dass es mit dem Alter einfacher wird, hat man sich auch getäuscht. Zumindest unsere Hunde haben noch ziemlich genau die gleichen Baustellen und von „Altersmilde“ ist nicht wirklich was zu merken. Bei uns sind es auch die Themen fremde Menschen und fremde Hunde.

    Mein Beileid Eilinel. Komm gut rüber Loki.


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    Wir haben heute Layla operiert und die Umfangsvermehrung am Hals entfernt.

    Wir konnten direkt nach der Op schon sehen, dass es zum Glück nur ein Lipom war. Die Lage war aber echt blöd. Es war zwischen den Sehnen und Bindegeweben nah am Kehlkopf gewachsen. Bin froh, dass wir das jetzt in einer relativ kleinen unkomplizierten Aktion erledigen konnten, anstatt zu warten und später eine große schwierige Op zu haben.

    Über diese Menschen in meinem Leben bin ich auch sehr froh, dass ich da eine ehrliche Meinung bekommen kann, wenn ich danach frage bzw.auch ungefragt ein Feedback bekomme, wenn jemand sieht, dass ich mich verrenne.

    Anders herum bin ich auch für andere diese Person, die von außen drauf schaut. Leider (sicher auch beruflich bedingt) war ich so in verschiedene Prozesse des Abschieds von Haustieren involviert.

    Rumo hat einen Mini Lidrandtumor😞 genau so, dass er am Auge reibt, ist grad so groß wie eine Nadelspitze.

    Heute beim Tierarzt wegen der zweiten Entzündung in kurzer Zeit, wurden erstmal Tropfen verordnet und jetzt müssen wir sehen, wie sich die Größe entwickelt und ob wir durch Schutzgel einen guten Zustand halten können. Alternative ist OP mit Narkose, das würde ich natürlich gerne vermeiden wenn möglich, aber wenn es sein muss...

    Ich weiß nicht, ob das eventuell infrage kommt. Habe aber mal gehört, dass man dem Hund Kontaktlinsen einsetzen kann, damit das Auge nicht mehr von solchen Tumoren gestört wird, wenn eine OP nicht mehr die bevorzugte Therapie ist.

    Ich würde dir wirklich ans Herz legen noch mal alle Energie in das Thema alleine bleiben zu stecken.

    Dann knallst du dir den Kühlschrank, TK und Vorratsschrank etc. voll mit Lebensmitteln, sodass du mal 2-3 Wochen nicht deshalb los musst.

    Davor ist es allerdings super wichtig, dass der Hund zuhause wirklich absolut keine große Rolle mehr spielt. Du machst deinen Alltag, den du machst und der Hund liegt und pennt. Wenn sie es mag, kannst du eine Box als schlafplatz nehmen. Der Vorteil ist: ihr seht euch nicht und selbst wenn du einen „kontrollblicK“ zum Hund wirfst, bekommt sie das nicht mit.


    Bzgl Dynamik meine ich eher alles rund ums zusammen leben. Wer trifft Entscheidungen, wer agiert, wer reagiert, wer bewegt wen, wer bestimmt die Stimmungslage etc. Das ist in der Theorie nicht gut schriftlich zu verfassen.

    Ich versuche ein kleines Beispiel: du nimmst den Futternapf und bereitest Futter vor, der Hund neben dir in hoher erregungslage. Die meisten Hunde können aber zb trotzdem auf Kommando ein Sitz machen und erst auf Freigabe fressen, die erregungslage ist aber trotzdem noch hoch. An diesem Punkt möchte ich aber zb dass meine Hunde lernen sich selbst zurück zu nehmen und geduldig mit ruhiger Haltung zu warten ohne, dass ich es mit Kommando „pseudomässig“ ruhig stelle.

    Sowas zieht sich oft total durch den Alltag, dass man quasi „Tricks“ anwendet, um augenscheinlich das zu bekommen, was man möchte, aber die Grundlage einfach nicht da ist.

    Für all das ist natürlich auch wichtig, wie du dich verhältst. Und zb dieses ständig nach dem Hund gucken, ist einfach kein Zeichen von Souveränität.

    Hunde in unserer Gesellschaft müssen leider oft Situation aushalten, die sie nicht gut finden. Da muss man sie als Mensch begleiten und selbstsicher durch bringen.

    Überinterpretiert finde ich zb. jetzt überspitzt gesagt: da hatte sie drei Minuten die Rute so, dann waren die Augen für acht Minuten etwas mehr geweitet als sonst und dreimal gehechelt aus Stress hat sie auch.

    Es ist ja nicht verkehrt das wahrzunehmen, aber es hilft nicht das so ins letzte aufzudröseln.

    Da wäre mein Ansatz auch wieder: was kann ich tun, um die Stimmung in der Situation zu verändern und nicht einfach den schnellsten Fluchtweg zu finden, um Aus der Situation zu kommen.

    Natürlich muss man das im kleinen zuhause anfangen, damit der Hund verinnerlicht, dass Frauchen beeinflussen kann, wie es mir geht, wenn der Hund mitarbeitet. Es ist sicher auch etwas Richtung konditionierte Entspannung sinnvoll.


    Ansonsten würde ich das Thema mit Hund und deiner Mutter vielleicht noch nicht ganz aufgeben, wenn du da Kapazitäten hast und eine Verbindung herstellen möchtest.

    Meine Eltern machen mit unseren Hunden vieles komplett anders, als ich es machen würde und das ist okay und darf so sein. Die Hunde können sich verdammt gut drauf einstellen, wie die einzelnen Leute in ihrem Leben ticken und was wo geht und nicht geht.

    Warum genau soll dein Hund denn in eine (regelmäßige) Fremdbetreuung?

    Es scheint, dass da derzeit keiner etwas von hat und ich würde den Hund lieber alleine zuhause lassen. Bzw.den Fokus darauf legen das zu trainieren. Denn zb die erwähnten 4h sind jetzt nicht so lang, dass man da zwangsläufig eine Betreuung braucht.

    Ansonsten würde ich bzgl. der Dynamik zwischen euch einen Trainer aufsuchen und daran arbeiten, wie ihr einen besseren Weg findet miteinander umzugehen.

    Es scheint mir, als würde es euch beiden gut tun ein bisschen Anleitung von außen zu bekommen, da es so wirkt, als ob du manches einfach überinterpretierst und dieses „mit adleraugen Auf den Hund gucken“ gerade für unsichere Hunde die Situation oft noch schwieriger macht und sie in eine habacht Stellung bringen.

    Meine eine Hündin ist auch sehr kritisch mit Fremdbetreuung und braucht für sich auch keine anderen Menschen im Leben. Sie ist inzwischen fast 11 Jahre alt und es wird langsam besser. Sie konnte neulich mit einer Freundin von mir spazieren gehen ohne mich, die sie gut kennt. Ansonsten bevorzuge ich grundsätzlich lieber, dass unsere Hunde zuhause bleiben und hier bei uns in den Garten gelassen werden oder bei meinen Eltern auf dem Grundstück sein können.

    Irgendwas stimmt mit Layla nicht. Von gefühlt jetzt auf gleich hat sich ihr Verhalten gegenüber des Kindes fast komplett verändert.

    Sie knurrt fast gar nicht mehr, fühlt sich nicht bedrängt, kann liegen bleiben, wenn er daneben ist.

    Irgendwie traue ich diesem Frieden noch nicht so richtig.

    Aber vielleicht hat sie endlich verstanden, dass es ein Mensch ist, denn sie hört jetzt täglich gefühlt 1000 mal ihren eigenen Namen.