Beiträge von Mejin

    Solange Smilla ansonsten fröhlich und glücklich/zufrieden wirkt...

    würde ich mir da nicht soviele Gedanken machen.

    Selbst Menschen - die nicht unbedingt Opportunisten wie Hunde es sind - kommen mit Krankheiten soweit trotzdem klar und können dennoch lebensfroh sein. Oder z.T. auch gerade besonders lebensfroh.

    Dass der Anfall so lange ging ist natürlich gar nicht schön... . Dennoch ja 'nur ein Bruchteil' des Tages.

    Ach kommt, aber jetzt hackt nicht alle wieder darauf herum, dass es immer so läuft, es die "großen Tutnixe" seien.

    Ich habe auch genug Beispiele erlebt, wo der kleine Hund meinen piesaken durfte, da er ja "eh nicht rankommt/nichts machen kann/so lustig ist, wie er Größenwahn hat".

    Egal ob kleiner Hund oder großer Hund belästigt wird - egal von wem oder welcher Größe... - Deinen Hund zu schützen, wenn er sich unwohl fühlt ist auf jeden Fall richtig!

    Es sei denn, es ist eine Sitaution, in der er lernen soll - da bietet man natürlich dann auch Schutz, aber vermittelt eben auch, dass dies oder jenes nicht schlimm ist.
    Die geschilderte war aber einfach nur doof - und die Halter des größeren Junghundes haben ne Chance verpasst ihrem etwas beizubringen.

    Und - andersrum geht's auch.
    Ich bin ja ohne große Erwartungen an die Hundehaltung rangegangen. Genau 1 Buch hatte ich gelesen, einiges im Forum erfragt - aber ansonsten... kam ich mir schon etwas 'bequem' vor im Gegensatz zu manch' anderen hier, die vor dem Ersthund Bücher über Bücher wälzten.

    Ich dachte mir: "Na mal sehen. Ich lasse mich überraschen."
    Richtig vorstellen konnte ich es mir nicht, war aber gespannt, wie es wird.

    Ich stellte mich innerlich auf Stufe "sehr anstrengend am Anfang" ein - aber Zoey hat dieses Maß bei mir nicht mal im Ansatz erreicht... ich dachte an - zerkaute Schuhe, abgerissene Tapeten, zerfetzte Flurleisten... an pubertären Wahn mit "Ich muss mich mal Messen und schnappen".

    Schuhe also in Sicherheit gebracht... und im Geiste gewappnet. Allerdings bin ich auch eher ein Mensch, der nicht zu Panik/kopfloses Verhalten neigt.

    Zoey war mehr oder weniger innerhalb von 3 Wochen stubenrein - eigentlich wollte sie von Anfang an nicht wirklich in die Wohnung machen(sie kannte sowas auch offenbar nicht - also so Parkettboden... und so...), klar, sie hat ihre Päckchen als Hund, aber dieser 'Wahnsinn', auf den ich mich eingestellt hatte - der blieb (zum Glück) aus.

    Ich musste am 1. Tag, als sie da war einen Storyboardjob machen(also zu Hause zeichnen) - auf Rat einiger hier im Forum habe ich ihr so eine kleine Rinderkopfhautstange gegeben - damals war sie noch 1 Std. damit beschäftigt!
    Sie wurde sozusagen von Tag 1 nicht in den Mittelpunkt gestellt(was mir für sie auch irgendwie etwas leid tat, aber vermutlich war es gar nicht so schlecht).

    Irgendwann kam das müffelnde kleine Hundeding an und legte sich unter meinen Schreibtisch zu meinen Füßen und schnarchte mit ihrem fleckigen, nacktem Hundebauch.

    Ich war für das Chaos gewappnet - aber Zoey war echt von Anfang an echt brav in der Wohnung, obwohl sie es nicht kannte. So kann es auch sein.

    Vermutlich hängt eben auch viel daran, was für ein Mensch man selbst ist und was man für ein soziales Umfeld hat - dass einem eben auch stützen kann, wenn man irgendwie Probleme hat.

    Das sind aber die, die sich dafür lediglich interessiert haben - aber sich keinen holen.

    Das ist für mich ein Unterschied.

    Die, die sich dann wirklich einen holen, haben sich vermutlich schon Gedanken darüber gemacht.

    Genauso gut könnte man sagen - der Großteil der Menschen, die überhaupt einen Hund haben wollen, haben sich auch keine Gedanken gemacht.
    Ein Züchter bekommt ja i.d.R. auch viele Anfragen - und die, die in Frage kommen, sind dann doch nicht ganz so viele.

    Und selbst die, die einen bekommen - gehen auch z.T. naiv da ran.
    Aber man lernt sehr schnell und ist dann im Besten Fall nicht mehr naiv.

    Aber viele Leute die sich nen TS-Hund holen wissen aber auch darum und nehmen es bewusst in Kauf.
    Ist doch klar, dass man hier eher von Problemen liest.(Von Besitzern von Rassehunden, sowie auch von TS-Hunden)

    Ich kann mich nur nochmal wiederholen - in meiner Gegend kenne ich eigentlich nur Leute, die sich bewusst mit allen Tücken für einen TS-Hund entschieden haben.
    Keiner hat gesagt: "Aber ich habe ihn gerettet."

    Die Meisten Leute denken eben NICHT so - "Alles wird sich auflösen und sie sind sooo dankbar."

    Ich kann nur von mir sprechen-Zoey kam ja mit 4 Monaten, war also noch ziemlich jung und nur bis zum Alter von ca. 5 Wochen 'auf der Straße/im Ungewissen'.

    Klar, es gibt Sachen, die sehe ich, die sind SO viel einfacher bei Hunden aus ner guten Zucht. Die gehen einfach von selbst. Während wir daran lange arbeiten mussten/arbeiten.
    ABER - wir bemerken auch SO viel mehr, als die meisten Halter mit unkomplizierten Hunden.
    Wir achten viel mehr auf Dinge, die nie ein 'Ding' für die unproblematischen Hunde waren.
    Die Halter der unkomplizierten Hunden sehen z.B. bei anderen Hunden teils nicht mal den Bruchteil von dem, was wir sehen - ganz einfach, da sie es nie mussten. Da alles immer gut funktioniert hat.
    Dieses Wissen würde ich nicht missen wollen und jeder evtl. spätere Hund wird davon vermutlich profitieren.

    Es kann eben auch Vorteile haben, sich das Leben mal nicht ganz so einfach zu machen.
    Dazu muss man aber natürlich bereit sein - aber meiner Meinung nach ist das auch völlig okay, wenn Leute das eben nicht möchten.

    Aber ich würde nicht sagen, es sei der "Großteil" der naiv da rangeht.

    Es gibt da ja im Harz diese lange neue Seilhängebrücke.
    Ich habe mich gerade gefragt - Hunde sind ja erlaubt - aber angenommen man hat nen Hund, der vermutlich Angst hätte - dann sollte man ihn vermutlich auch nicht locken und dazu bringen, darüber zu laufen, oder? Eigentlich hat er ja auch nix davon, wie oft geht man schon auf so einer hohen Brücke über Flüsse... .

    Dazu noch der Boden - Gitter... man solle ggfls. Hundeschuhe anziehen.

    Ich wollte mir die Brücke schon gerne mal angucken irgendwann, aber ich denke, Zoey hätte ziemlich Angst. Dann noch die Menschen dazu... .

    Manchmal denke ich mir zwar: "Ich zeige ihr, dass das alles nicht so schlimm ist... ." Aber letztlich - warum ... der Hund wartet vermutlich lieber an der Kante... und fiept höchstens herum, da sie das nicht gut findet, dass man selbst darauf herumläuft... .

    Oder man müsste die Rasse evtl. auch aufgeben(?), so wie sie jetzt beschrieben wird(?).

    Ich meine - oft wird ja das 'tolle Wesen' angepriesen - evtl. kommt es auch z.T. davon zustande, dass der Hund eh nicht jagen kann... oder weit weglaufen... da ihm die Puste ausgeht.

    Wenn jetzt ein sportliches Modell eingekreuzt würde - das Wesen würde sich dadurch evtl. 'befreit' wissen und dann wäre der unkomplizierte Röchelmops auf einmal doch nicht mehr so einfach(?).

    Ich denke, ich würde auch das Streicheln einstellen, wenn er ankommt, bzw. wenn gestreichelt wird - es so kurz machen, dass es nicht weiter zum Abschnappen kommt. Dann aufhören, wenn es am Schönsten ist.
    Vielleicht möchte er auch gar nicht gestreichelt werden.

    Es ist aber sicher Abschnappen und kein "Spielschnappen"?
    Zoey hat es z.B. mal, dass man sie durchschrubbelt, dann macht man Pause, dann fängt sie an so sich rumzuflätzen auf dem Rücken und den Kopf in ein Kissen/an die Lehne zu reiben und so wild zu 'schnappen' - wenn sie dann ne Hand von uns freiwillig 'bekommt' leckt sie dran herum oder knabbert GANZ zart(hält sie eigentlich nur).

    Aber Lou schätze ich nicht so verspielt ein... - diesbezüglich.

    Zoey hat uns ja zum Glück noch nie angeknurrt oder abgeschnappft.(Nur ab und an ging das Haifischgebiss zu, wenn wir falsch was aus der Schnauze geholt haben).

    Die Signale 'übergehen' würde ich aber auch nicht, denn evtl. schnappt er dann einfach mal so zu, ohne vorheriges Signal.