Doch.
Sportlerinnen können weltmeisterlich Muskeln haben, aber der Körper ist durch das Kaloriendefizit so gestresst, dass er eines seiner Kernziele (Fortpflanzung) einstellt.
Der Hormonhaushalt ist so entgleist, dass die Menstruation ausbleibt.
Aber sportliche Höchstleistung und Muskeln sind da.
Leistungssport hat nichts mit Gesundheitsförderung zu tun. Ab einer gewissen Belastung leidet auch bei ambitionierten Hobbysportlern das Immunsystem.
Das heißt jetzt nicht, dass Leistungssport abgeschafft gehört. Aber man kann halt nicht beides haben.
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Ich würde @Brizo s Ginny großzügig Füttern, aber nicht mästen, weil übermäßige Futtermengen die Organe genauso belasten, wie übermäßiges Herumtoben den Kopf und das wachsende Skelett.
Klar soll das Leben genossen werden, aber wenn der Energieverbrauch den Hund auch bei viel Futter so auszehrt, tun vielleicht mehr Päuschen gut.
Mia von @miamaus2013 würde ich füttern wie einen normal aktiven Hund. Höchstens noch wie einen mäßig aktiven Hund. Aber wenn sie sich wirklich viel bewegt und die Leckerlis aus dieser Ration und kein Extra sind, sollte sie Dank Kaloriendefizit abnehmen.
Wenig Diätfutter und viel Bewegung fände ich zu krass.
War sie schon mal taillierter und ist jetzt vielleicht das Bindegewebe weniger fest?
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Mein Appell gegen „ein Sporthund ist am gesündesten wenn er sich an der unteren Grenze des Idealgewichts bewegt“:
Beim Laufen und Springen erhöht sich sich beim Menschen die Belastung auf Knochen und Gelenke exponentiell. Die sind aber dafür ausgelegt und es gibt einen Toleranzbereich.
Deswegen können Hobbyläufer ohne Vorschäden und ohne Übergewicht trainieren ohne deswegen an der Grenze zum Untergewicht sein zu müssen.
Wenn ich sorgen habe, dass jedes Gramm eine Gefahr ist, dann spüre ich doch, dass es für diesen Hund mit diesem Körperbau schon arg am Limit ist.
Dann könnte ich versuchen, durch anderen Trainingsaufbau Kommandos, Gleichgewicht und Kraft low-impact zu trainieren.
Oder vielleicht könnte ich meine individuellen Ziele so umformulieren, dass sie für mich noch eine lohnenswerte Herausforderung sind.
Ein letzter Einwand gegen: “am unteren Ende des Normalgewichts sportelt es sich am gesündesten“
Schwankungen gehören zum Leben. Wird es zu wenig, kann sich die dämpfende und schützende Muskulatur nicht mehr optimal aufbauen oder anpassen und wird eventuell sogar zur Energiegewinnung abgebaut.
Dann frisst der negative Effekt unnötig schwächeren Muskeln den positiven Effekt der eingesparten Gramm auf.