Beiträge von straalster

    Und mal als ehrliche, wertfreie Frage an alle. Wie sahen denn eure Voraussetzungen aus beim Ersthund? Erfahrung? Wohnumfeld? Rassespezifisches Wissen? Vorstellung des Zusammenlebens?


    Dinge die durchaus einen separaten Thread wert sind. Will damit nur sagen, wart ihr so kritisch bei euch selbst wie ihr es hier anderen gegenüber seid, bei euren ersten Schritten zum eigenen Hund? Und wenn ihr es hinbekommen habt, wenngleich es anders lief als vorgestellt, warum traut ihr das anderen weniger zu? Heutzutage gibt es deutlich mehr Anlaufstellen wenn man Hilfe benötigt als vor 15-20Jahren.

    Ich bin mit Hunden aufgewachsen und mit reichlich anderen Tieren. Erster tatsächlich selbst angeschaffter Hund: Rasse von hinten bis vorne studiert. Typische Krankheiten. Tendenzieller Charakter. Finanzielle Aufwendungen. Pflege. Erziehung. Ich hab angespart. Ich hab zig Züchter besucht. Denn es geht um ein Lebewesen, dem ich gerecht werden muss.

    War 17. Halte es heute noch so.

    Aber von anderen Menschen sollte man sowas nicht erwarten, ne?

    Weil man das manchmal so lange ganz sachlich, nett und mit Einhornpupsen versehenem Feenstaub und Glitzer in rosa roten Zuckerwattewölkchen eingepackt vermitteln kann, dass man dabei selbst blau im Gesicht wird.

    Und auch wenn es nicht auf mich bezogen war: Hab ich für meine kontroverse Meinung, meine Hinweise "dickes Lob" und "Likes" bekommen? Nö, ich wurde und werde angefeindet, bekomme Facepalms - und das wohlgemerkt von Menschen, die sich mit der Vermittlung nicht auskennen, die Sachen raushauen wie "Wenn 5 Minuten Fellpflege pro Woche nicht ausreichen hab ich die falsche Bürste oder die Hunde mieses Fell", meine Hinweise darauf, dass man sich um kleinere Hunde anders kümmern muss als um große werden ignoriert, mir wird unterstellt, ich hätte mich nicht durch die Beiträge gelesen und überhaupt hab ich keine Ahnung. Das ist ebenso übergriffig und Hau drauf. Da kamen Sätze wie "Deine Erfahrung und dein Wissen interessieren mich nicht"

    Aber von anderen (mich eingeschlossen) werden Samthandschuhe und dutzidutzi du schaffst das schon erwartet.

    Das ist absurd.

    Wenn sich jemand wirklich richtig interessiert, liest er sich auch mal ein paar Seiten durch. Von denen gibt es hier genug. Dafür gibt es ein komplettes Internet. Und da soll ich noch jemandem, der Knurren nicht haben will aber dafür die Voraussetzung hat, dass der Hund immer ableinbar sein soll - weil auf Kinder und Hund achten ist zu anstrengend - das Köpfchen tätscheln und sagen: Hey, weißte was, nimm FCI 9 - die funktionieren alle wie batteriebetrieben. Voll toll. 5 Minuten Pflege pro Woche reichen komplett aus. Jagdtrieb nicht vorhanden. Lieben alle Kinder.

    Obwohl ich es besser weiß.

    Ja, da werde auch ich mal deutlich. Gibt doch genug andere, die alles klein und schön reden.

    neue Erkenntnisse

    Die kann es natürlich durchaus geben. Aber in der vergangenen Zeit ist das manchmal ein Sinneswandel von 180 Grad und das ist unglaubwürdig. Keiner denkt sich: Ich will einen Hund, der nie x, y, z dafür aber immer a, b c macht/hat und denkt dann innerhalb von ein paar Kommentaren komplett um. So funktionieren Menschen nicht.

    Ja, in gewissen Fällen durchaus.

    Wenn beispielsweise Kadavergehorsam erwartet wird.

    Wenn die Liste "Das will ich vom Hund" soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo lang ist aber nicht ein Wort darüber fällt, was ihm geboten werden kann.

    Wenn normale Kommunikation schon nicht erwünscht ist.

    Wenn eine verträumte Einstellung zum Thema Ableinen und nicht auf den Hund achten müssen kommt.

    Wenn alles insgesamt nach Deko und Plüschtier aber nicht nach Lebewesen mit Entwicklung, Ecken und Kanten klingt.

    Und klar, kann man alles revidieren, wenn Gegenwind kommt. Dann kann man sich auch schön reden, dass der Hund natürlich mit einem Schlag ganz viel Zeit, Zuwendung und separat Aufmerksamkeit bekommt, für die man vor fünf Minuten noch nicht bereit war, bzw. einem noch nicht mal klar war, dass das erforderlich ist. Hat für mich was von Kindern, die sich natürlich um das Tier kümmern werden. Japp. Jeden Tag. Die werden füttern, sauber machen und rausgehen. Hält in der Regel jetzt nicht so lange an, bis die total ernstgemeinten Vorsätze über den Haufen geworfen werden.

    Nee, bei euch seh ich keinen Hund. Aber vielleicht so zwei?! ;)

    Klingt für mich alles super. Bis auf: Alleinebleiben in drei Wochen. Das könnte (muss aber nicht) ein Problem ergeben.

    Ebenso Stubenreinheit.

    Wenn ihr euch näher mit Rassen beschäftigt, würde ich dann an eurer Stelle gezielt bei Züchtern nach Rückläufern anfragen oder "Rasse in Not"-Vereine im Auge behalten. Bei diesen gibt es ab und an Junghunde oder erwachsene Hunde, die Katzen kennen, alleine bleiben können aber eben durch Tod, Scheidung, Änderung beim Vorbesitzer neue Dosenöffner suchen. Gleiches gilt für Tierärzte oder Pflegestellen - manchmal haben die den Traumhund zufällig gerade parat.

    Was ich euch bei einem Welpen oder älterem Hund dringend ans Herz legen würde: Passt auf die Katzentoiletten auf. Katzenstreu lässt sich nur mühsam aus Hundenasen entfernen... Aber abgesehen davon, klingt alles super für einen Stubenwolf.

    Mich frustriert bei so etwas, dass bei vielen mit Hundewunsch, utopischen Anforderungen und rosaroter Brille noch ganz gezielt zu gewissen Rassen geraten wird, die vermeintlich superduper pflegeleicht bzw. sehr leidensfähig sind oder sich körperlich einfacher kontrollieren lassen.

    Das ist den Hunden gegenüber nicht fair.

    Ist der Hund dann da und jemand damit logischerweise überfordert, enttäuscht, hatte sich das leichter vorgestellt, sitzt heulend da, verhökert den Hund direkt wieder über Ebay - da ist das Getose hier im Forum groß. Zeitgleich wird dann aber bei Neulingen zu Rassen geraten, von denen einige offensichtlich keine Ahnung haben oder die sie selbst als "Kläffer", "kleine Furien", "Zwerg mit Größenwahn", "Wadenbeißer" verschreien oder selbst gar nicht als Hunde ernstnehmen. Was ist der Sinn dahinter?

    Wenn man Menschen auch einfach mal ganz direkt aufzeigt, dass auch Kleinvieh Mist macht und Tiere nicht in das Leben von jeden passen, verhindert das eine Menge Probleme. Die Probleme bekomme ich hier konzentriert geliefert, wenn ich nur das Wort "Hilfe" in die Suchfunktion eingebe.

    Hilfe - mein Welpe.... kam nicht perfekt erzogen und stubenrein an

    Hilfe - der beißt, bellt, knurrt, kontrolliert, kann nicht alleine bleiben

    Hilfe - mein Hund ist ein Lebewesen

    Hält man sich dann mal vor Augen, dass das nur ein Bruchteil der Hundehalter ist.... Muss man dann wirklich absolut jedem zu einem Hund raten, auch, wenn schon vom ersten Post an klar ist, dass da keiner reinpasst? (Rasse erstmal außen vor)

    Ja, ich weiß, meine Kritik ist gerade ganz furchtbar schrecklich schlimm.

    Laut dir hab ich auch keine Ahnung von Schäferhunden, weil mein Avatar anders ist.

    So, und wo wir jetzt dank dir bei kritisch und übergriffig sind:

    Wie sieht meine Hundeerfahrung aus? Rassen, Anzahl, Tätigkeit, Beschäftigung - Erfahrung so insgesamt? Denn da du mir ja offensichtlich absprechen möchtest, entsprechende Erfahrung mitzubringen, solltest du doch zumindest das wissen.

    Nö deine Hunde Erfahrung ist mir schnuppe, mich stört was anderes, hatte ich jetzt schon mehrmals geschrieben. Wiederhole ich nicht mehr.

    Genau, Erfahrung und Wissen sind schnuppe, Hauptsache man empfiehlt irgendwas, von dem man keine Ahnung hat. Das hilft immer und klingt netter. Auf dicke Hose machen a la Havaneser sind die Malis der Kleinhunde usw. hat bestimmt ganz immens weitergeholfen.

    Und übrigens ist mir sehr bewusst, dass ich mich nicht beliebt damit mache, aktuell von einem Hund abzuraten. Mir geht es hier aber nicht um Likes und Honig ums Maul schmieren, sondern um Realität. Dazu gehört mehr als: Ach, der Hund soll wenig Auslastung brauchen - na dann F9.

    Ja, ich weiß, meine Kritik ist gerade ganz furchtbar schrecklich schlimm.

    Laut dir hab ich auch keine Ahnung von Schäferhunden, weil mein Avatar anders ist.

    So, und wo wir jetzt dank dir bei kritisch und übergriffig sind:

    Wie sieht meine Hundeerfahrung aus? Rassen, Anzahl, Tätigkeit, Beschäftigung - Erfahrung so insgesamt? Denn da du mir ja offensichtlich absprechen möchtest, entsprechende Erfahrung mitzubringen, solltest du doch zumindest das wissen.