Beiträge von straalster

    Danke für dein Verständnis. Mir war meine Hündin Sandy wichtiger als meine menschliche Verwandt- und Bekanntschaft.

    Kann ich gut nachvollziehen. Es tut mir leid, für deinen Verlust.

    So ähnlich hatte ich das auch in vielerlei Hinsicht. Mein Ur-Großonkel stand mir neben meinen Kindern am nächsten. Warum das nicht meine Mutter war, verstehen nur wenige. Warum mir meine Hunde wichtiger sind als so mancher Blutsverwandte- und nein, ich hab da in meiner gewählten Familie (Hunde eingeschlossen) keine Rangfolge: weil sie alle für mich da sind, ebenso wie ich für sie. Und das ist für mich der Begriff Familie und Liebe. Dasein. Das ist zumindest mir wichtiger als "das ist aber ein Mensch" oder "mit dem bist du aber verwandt"

    Ich kann aber durchaus sagen, dass die gewünschten Anforderungen nicht realitätskompatibel sind. Zudem kann ich gewisse Richtungen erkennen, weil ich bereits viele Tiere vermittelt habe. Andere empfehlen dann einfach irgendwas, was halt klein ist. :ka: Statt einfach mal darüber aufzuklären, dass es für einige eben auch nicht passt, ein Tier zu haben und das nicht alles, was klein ist, passt in die Situation bedeutet.

    Dabei sehe ich ebenso wie Minipin-Jack eine Bewegung im Forum, die sich als Mitläufertum bezeichnen lässt. Einer sagt, "nimm doch einen Pudel". Darauf stimmt der nächste ein: "Oder einen Havaneser" usw. in 30 Versionen.

    Sagt aber der Erste "Bei euch seh ich keinen Hund" kommt im Anschluss genau das in 30 Versionen.

    Einer gibt den Ton vor, einige rennen hinterher und wer es sich wagt, eine andere Meinung zu haben, kriegt auf den Zopf. Andere wagen es sich nicht, Einwände zu haben, denn dann bekommen sie ja auch auf den Zopf.

    aus bisheriger Unwissenheit und fehlender Sachkenntnis fehlende Bewusstsein für mich persönlich kein kategorisches Ausschlußkriterium für Tierhaltung

    Für mich auch nicht. Ich stehe auch den Haltern meiner ehemaligen Pflegefelle nach wie vor zur Verfügung, wenn sie Fragen haben. Ich erwarte keine Perfektion. Weder von den Tieren, noch von den Menschen. Kann ich doch auch nicht bieten. Die Basis für ein zusätzliches Lebewesen sollte aber einfach da sein.

    Dazu gehört unter anderem Zeit, Aufmerksamkeit sowie Empathie und Einsicht.

    Jemand der meint ich will einen Hund, der von Anfang an und immer A, B, C kann, aber nie D, E, F macht, möchte schon mal kein Lebewesen. Der möchte etwas, das funktioniert. Am besten mit Garantie. Da kann man natürlich versuchen aufzuklären und einen Umdenkprozess einzuleiten. Aber das dauert. Das funktioniert nicht in fünf Minuten. Sagt der Interessent dann dennoch nach fünf Minuten "Aso, ja, ich will aber trotzdem einen Hund und ich habe in den letzten Minuten komplett darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich alles, was ich vorher vom Hund wollte und dringend brauchte gar nicht mehr will. Und natürlich kann ich alles leisten, was ich nicht wollte/konnte aber gerade erwähnt wurde!" Äh ja. Das ist Augenwischerei. Sowas ist "will haben" und mehr nicht.

    Tilde war auch schonmal völlig schockiert dass sie kein Abendessen bekam.

    Sie hatte sich im Stall 600 g Katzenfutter einverleibt. Die Menge TF die sie sich noch gegönnt hatte, war nicht mehr nachzuvollziehen.

    Es war ihr super bekommen, kein Durchfall, kein Kotzen und die ganze Nacht durchgeschlafen.

    Meine Oma sagt immer: Was geklaut ist schmeckt am besten und wird immer vertragen!" :klugscheisser:

    Hat sich so entwickelt als ihr "Nein! Das verträgt der nicht! Der darf nur xy!"-Hund leckere 250 g ranzige Butter aus dem Müll und danach ein ordentlich gewürztes Brathuhn vom Tisch gefressen hat. Samt Knochen.

    . Ich meine damit Situationen, in denen diese Rassen empfohlen werden, obwohl die Umstände einfach für gar kein Tier passen

    Nach objektiven Kriterien oder nach deinen?

    Warum unterstellst du mir schon wieder, dass meine Kriterien nicht objektiv wären?

    Edit By Mod: Persönliches Angehen ist nicht der Stil des Dogforum!

    Ich finde es schlicht nicht gut, einem Menschen ein Tier zu empfehlen, wenn Zeit, Geld und Verständnis für die möglichst artgerechte Behandlung nicht vorhanden sind. Und nein, das heißt nicht Millionäre mit Eigenheim, Garten und einem Studium in Tierpsychologie, die drei Gassigänger und fünf Hundesitter haben. Das heißt schlicht grundlegende Gegebenheiten, wie "wenn ich nicht kann, ist jemand da" "ich kann mir einen Tierarztbesuch leisten" "ich kann das Tier sichern und schützen" "mir ist bewusst, dass auch ein kleiner Hund raus muss und Jagdtrieb hat" "ich weiß, dass die Krankheiten bekommen können und der Hund nicht perfekt ab Fabrik stubenrein und erzogen ankommt und mein Leben immer nur bereichert"

    Und das ist eben mehr als Kaufpreis und Rasse.

    Ja, das sind Kölner. Ich habe 10 Jahre dort gelebt. Wenn es eine Puderzuckerschicht Schnee gab, dann fielen Busse und Bahnen aus, das Verkehrschaos war perfekt :rolling_on_the_floor_laughing:

    Könnten auch Leipziger sein. Jedes Jahr aufs Neue überrascht, dass im Winter tatsächlich mal Schnee fällt. Also... so n Zentimeterchen. Busse fahren nicht, Bahnen fahren nicht, Züge entgleisen sofort bei der ersten Flocke... Und das Einzige was unter den Füßen knirscht ist eine dicke Schicht Streusalz, die aber auch erst ausgebracht wird, wenn es sowieso taut

    Ich finde es ja schon bemerkenswert, wenn man (m)einen Mann überhaupt in einen Laden mit Kleidung rein bekommt…

    Willst du mal meinen haben? =) Der geht nämlich an keinem Klamottenladen vorbei... Oder Schmuckgeschäfte... Ganz schlimm :ugly: Und das Anprobieren.... :hilfe: Eine geschlagene Stunde für sage und schreibe eine Badehose mit der riesigen Auswahl von fünf Modellen. Macht 12 Minuten pro Badehose. Und wäre ich dann nicht mit der einen einfach zur Kasse gegangen - wir wären heute noch da und ich würde hören "Na ich weiß nicht... macht die mich dick? Steht mir die Farbe?" :xface: :schweig:

    Das zum Großteil der Menschen halt eher ein Havaneser als ein Mali passt, hat doch nix damit zu tun, dass die Bedürfnisse des Havanesers weniger wert sind? :fear:

    Für manche eben schon (nicht von allen - das wollte ich damit auch nicht sagen). Ich meine damit Situationen, in denen diese Rassen empfohlen werden, obwohl die Umstände einfach für gar kein Tier passen. In dem Moment - lässt sich ja ändern. Und natürlich stimmt es, dass die Gruppe einfacher im Handling ist, man schneller einen Sitter findet, weniger Futterkosten, bekommt man einfacher die Trepper hoch und und und. Aber ein Lebewesen ist es halt immer noch.

    Und das fällt mir ebenso im Forum wie im realen Leben auf. Nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im Umgang. Erziehung? Brauchen die Kleinen nicht. Klemmt man sich einfach unter den Arm, wenn das Kleinteil nicht funktioniert wie gewünscht. Die werden ausgelacht, wenn sie knurren oder bellen oder mit "Wie niedlich" in einem Moment bedacht, wo der Hund ganz klar abwehrt. Sie werden einfach häufiger nicht als Hund ernstgenommen - bei manchen schon bei der Anschaffung nicht. Es ist für manche scheinbar kein "echter" Hund, aber die Rasse anderen empfehlen geht.

    An welcher Stelle ich mich jetzt selbst beweihräuchere oder etwas verdrehe, weil mir das auch schon im Forum aufgefallen ist :ka: Ich wollte lediglich noch den Aspekt einbringen, dass es auch da Unterschiede gibt.