In Tierheimen arbeiten halt auch nur Menschen - und Menschen sind ja leider nicht alle gleich intelligent. Vor ein paar Monaten ging mal ein Fall durch's Netz, wo ein Tierheim einen ausgebildeten Jagdhund (Deutsch Drahthaar) von einem verstorbenen Jäger übernommen hatte, diesen aber ausdrücklich nicht wieder an Jäger vermitteln wollte, weil die Tierheimleiterin Jagdgegnerin war.
Ich kann verstehen, dass nicht alle Jagd toll finden, aber einem Hund, der dafür lebt, aus persönlichen Gründen das Leben zu versauen, finde ich sehr egoistisch. Dazu kommt noch das Leben der Nichtjäger, die sich mit einem Hund vergnügen dürfen, der komplett frustriert und extrem triebig ist.
Wie ist das dann eigentlich, wenn ein Jagdhund in Rente geht?
Darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht.
Die Tierheime hier in der Nähe sind teils auch etwas schwierig.
Eins hat meiner Tierärztin keinen Hund vermitteln wollen, soweit ich weiß ohne Begründung. Sie hat Haus, Garten, keine kleinen Kinder mehr im Haus, war mal Züchtern. Andererseits haben sie aber einer Frau mit Problemen beim Gehen und Bücken, die ohne Fahrstuhl im zweiten Stock wohnt, einen Hund vermittelt, der kaputte Knie hat und die Treppen getragen werden müsste - was sie aber nicht kann.
Mein Tierarzt hat immer mal medizinisches Futter ins Heim gebracht. Der wurde wohl nur angepatzt und als er fragte, ob man mit Leuten, die helfen möchten, nicht vielleicht ein bisschen höflich umgehen könnte - nö, sie sind ja nicht darauf angewiesen.