Respekt zu so viel Besonnenheit, muss ich sagen. Ich hätte in diesem Moment wahrscheinlich instinktiv kurz auf- und den Hund angeschrien.
Kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie man zu dem anderen Tier steht. Wenn es ein geliebtes Tier ist, kann ich mir nicht vorstellen, ruhig daneben zu stehen. Da wurde ich schon aus Reflex laut werden.
In meiner Familie, meinem Rudel gilt: Andere Tiere sind Freunde, kein Futter. Mäuse, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen gingen problemlos mit Katzen und Hunden. Die Zwergkaninchen hatten einen Käfig, der immer offen stand. Weil sie mir als "Männchen" verkauft wurden und ich damals nicht so genau hingeschaut habe, gab es einmal Nachwuchs. Und dann hat das danach kastrierte Männchen gelernt, Türen zu öffnen. Auf den Stuhl gesprungen, auf den Schreibtisch gesprungen, Tür aufgeklinkt und zack gab es Wurf zwei, weil er noch Samen in den Leitern hatte.
Hat er sich super von meinem Kater abgeschaut mit der Klinke.
Aus zweien wurden also recht schnell zehn. Eigentlich gefundenes Fressen für Hunde und Kater. Stattdessen lagen die mit den Babys am Bauch im Käfig und haben sie geputzt. Bei den Mäusen ähnlich. Die sind auf Hunden und Katern "geritten". Mein Kater hat mir von draußen trotzdem ab und an ne Maus mitgebracht. Aber unsere waren halt Teil des Rudels.