Beiträge von straalster

    P.S.: Von dem Ars*** - ähm, fordernden Tier, hab ich übrigens auch ne Menge gelernt. In den Jahren mit ihm hab ich viel gelitten aber mich auch sehr weiterentwickelt.
    Gelernt, wo meine Grenzen sind. Gelernt, Kompromisse zu machen. Gelernt, Zeichen sehr viel genauer zu lesen.

    Und so absurd es klingt - ich vermiss den. Der hat mir die Hand durchgebissen, als ich mal noch im Halbschlaf lag und dachte, er wäre ein anders (nettes) Tier. Der hat mir so ziemlich alles Zerbrechliche auch zerbrochen.

    Der war eine echte Herausforderung. Und Bindung in den ersten Jahren - pheeewww. Ja. Naja.
    (War aber auch eine andere Situation, weil er andere Menschen überhaupt nicht leiden konnte. Ihn zu vermitteln hätte nicht funktioniert.)

    Ich drück dir die Daumen, @Wohinjetzt - egal wie die Entscheidung ausfällt!

    Bei dem "Du und welche Armee" musste ich herzlich lachen und es hat mich direkt an mein erstes Ars*******-Tier erinnert. Provozierende Unsauberkeit aber nur bei direktem Augenkontakt mit mir. (Im Sinne von "Guck mal, ich pinkel die Gardinen/Wand/die Bücher voll). Zerstörungswut - ebenfalls nur bei direktem Augenkontakt mit mir.
    --> meist die Folge davon, dass ich ein "Nein" aussprach. Er war übrigens eine Handaufzucht von mir und kam mit mir noch am besten aus....


    Heute würde ich ne Menge dafür geben, nochmal mit dieser Schreckschraube diskutieren zu können. Damals ging ich dann und wann auf dem Zahnfleisch.

    Ist manchen hier eigentlich klar, dass sie nur wieder und wieder betonen, dass sie keine Ahnung von den jeweiligen Regularien haben? :???:

    Ich kenne nicht nur sehr viele Endstellen, sondern auch sehr viele Pflegestellen, die kein Haus mit Garten haben. Und zahlreiche Vereine, wo das kein Kriterium ist. Und ich bin schon ne Weile dabei.

    Sehr guter Einwand. Es ist tatsächlich in der kurzen Zeit in der sie hier ist viel mit mir persönlich, gesundheitlich und arbeitstechnisch passiert, was ja leider nicht immer voraussehbar ist. Ich denke schon, dass sich mein persönlicher Stress in die Beziehung zu ihr eingeschlichen hat.

    Kannst du denn für dich den Druck erstmal ein wenig rausnehmen?

    Weniger BindungsARBEIT LEISTEN und einfach n bisschen entspannt rumdümpeln? Halt weg von diesem "MÜSSEN".
    Und dir selbst klar machen, dass du keinen Grund für Schuldgefühle hast? Dein Hund hängt scheinbar nicht vernachlässigt in einem Schuppen. Wenn es nicht klappt, wirst du sie vermutlich auch nicht irgendwo anbinden, sondern gut vermitteln.

    Kann es sein, dass du dich mit dem selbstgemachten Druck selbst ein wenig blockierst?
    Manchmal macht man sich ja selbst ordentlich Stress und dann haben Emotionen keine Chance.

    Vielleicht kannst du erstmal versuchen, dich ein wenig zu entspannen. Abgeben geht ja immer noch.


    P.S.: Als mein Dicker zur Seniorin kam, dachte ich auch - zu dem werde ich nie so eine Bindung haben, wie zu ihr. Als die jetzige Chefin zum Dicken dazu kam, dachte ich das wieder. Hab mich ganz schön getäuscht, auch wenn das nicht von heute auf morgen ging.

    Aber es gibt natürlich auch Fälle, da passt es einfach nicht zwischen Hund und Halter. Oder zwischen Mensch und Mensch. Oder Hund und Hund.
    Das ist kein Grund für Schuldgefühle und du versorgst sie doch dennoch rundum.

    Die genannten Fragen sind bei den meisten Standard. Auch Formulare gehören zum ersten Auswahlprozess.
    Ändert nix daran, dass Menschen einem dabei in die Tasche lügen können, was das Zeug hält. Daher eben die Live-Prüfungen.


    Ich finde es auch ein bisschen naiv und utopisch, Vor-Auswahlen dieser Art "viel zu bürokratisch und zu unpersönlich" zu nennen und damit ja im Prinzip ein langes Gespräch, ganz individuelle Bemühungen und natürlich Ausnahmen für jeden Interessenten zu fordern. Selbstverständlich nicht bei demjenigen zuhause, das wäre dann ja wieder zu persönlich und privat.

    Aber davon ab: Wer soll das leisten? Warum soll ich ein langes Gespräch mit jemanden führen (Zeit+Aufwand), der schon durch Ausschlussgründe mit einem Fragebogen rausfallen würde, weil es einfach nicht passt?
    Niemand hat so viel Zeit - daher nutzen viele die verschiedenen Stufen der Prüfung.

    Und nochmals zu den Kontrollen: Die bösen Tierschützer sind in vielen Fällen nicht der Meinung, alles mit einem Blick und einem Gespräch erfassen zu können. Deswegen gibt es da mehrere Stufen der Prüfung. Und meistens gibt es mehr, als einen einmaligen Kontakt. Was manchen hier ja aber auch wieder nicht recht ist, weil die Tierschützer doch bitteschön nach den ersten drei Sätzen wissen müssten, dass es passt. :???:

    Da hast du Recht. Aber bei einer zehnmal so großen Wohnung weißt du am Ende auch nicht, ob die Katze jeden Raum nutzen darf und wie sie insgesamt behandelt wird. Was machen die Leute zum Beispiel, falls die Katze mal unsauber wird oder an den Möbeln kratzt? Vielleicht sperren sie sie dann nur noch in der Gästetoilette ein. Oder setzen sie aus.Deshalb sage ich: Wichtig ist, wie der Mensch eingestellt ist, nicht was er für Räumlichkeiten hat.

    Deswegen gibt es Nachkontrollen, um zu sehen, wie es dann wirklich ist - soweit eben ein Einblick möglich ist.
    100 Prozent gehen damit nicht. Das stimmt. Aber man kann Risiken verringern. Oder zumindest versuchen, sie zu verringern.
    Und das machen wir doch eigentlich alle jeden Tag - ohne 100-prozentige Garantie.
    Wir schauen rechts und links, und gehen doch das Risiko ein, überfahren zu werden.
    Wir verzichten in der Schwangerschaft auf dies und das und jenes. Gibt trotzdem keine Garantie, dass der neue Erdenbürger absolut gesund auf die Welt kommt.
    Wir informieren uns bei Züchtern über unternommene Untersuchungen - deswegen kann der Vierbeiner trotzdem Krankheiten haben.

    Perfekt, 100-prozentig, absolut garantiert - gibt es nicht. Ist für mich kein Grund, wenigstens die besten Grundlagen schaffen zu wollen, Risiko und Nutzen abzuwägen.

    Oder wenn ich lese, dass die 45 qm Wohnung zu klein für eine Katze sein soll, dann fällt mir wirklich gar nichts mehr ein. Manches Kinderzimmer hat keine 10 qm, aber eine Katze braucht einen Palast.

    Sofern die Katze zusätzlich Freigang hat, ist das vielleicht nicht zu klein. Hat sie keinen Freigang, ist das eine ganz andere Geschichte. Dann vergleichst du hier Äpfel mit Abrissbirnen.
    Kinder dürfen ihr Zimmer für gewöhnlich auch mal verlassen. Kindergarten, Schule, Spielplatz.
    In einer 45 m² Wohnung, wo die Katze nicht mal auf höhere Level darf oder aus dem Schlafzimmer fernbleiben soll, wird es arg wenig Fläche, die sie für den Rest des Lebens hat.


    Ich hab nicht mal so sehr ein Problem mit den Vorkontrollen, stell ich immer mehr fest, eher mit den Nachkontrollen.
    Jemand entscheidet, ja, du kannst den Hund haben. Dann soll das aber bitte auch so sein.

    Die NK kann mehrere Funktionen haben:

    - schreckt Interessenten ab, die sich nur mal zur Vorkontrolle "zusammenreißen" wollen oder können
    - kann Lügen aufdecken (z.B. die betreffenden Leute wohnen da gar nicht)
    - kann einen Umgang mit Problemen ermöglichen, die sich eben erst nach der Anschaffung einstellen
    - rundet wie gesagt nochmal das Bild ab - die meisten Interessenten versprechen ne ganze Menge, das Einhalten der Angaben und Versprechen ist eine ganz andere Geschichte

    Diese Kontrollen sind also durchaus sinnvoll und ich plädiere da auch ganz klar für unangemeldete Besuche (auch wenn ich das selbst nicht sonderlich mag, wenn jemand unangemeldet vor der Tür steht).

    Ich hab dich rausgepickt, meinte aber nicht, dass DU keine Hundeerfahrung oder Menschenkenntnis besitzt, @straalster.
    Ich kenn dich ja auch gar nicht wirklich. ;)
    Mir ging es vor allem im zweiten Teil des Zitats darum, dass vorher erwähnt wurde, dass die meisten Kontrolleure halt Leute seien, die selber ein Tier von dem jeweiligen Verein übernommen hätten. Und reicht mir persönlich - auch hier wieder je nach Anspruch, WAS die Person denn kontrollieren will - als Qualifikation nicht aus.

    So hab ich das auch nicht aufgefasst. Es geht mir darum, dass für manche Sachen schon mal nicht viel Erfahrung von Nöten ist. Die sind recht schnell recht offensichtlich.
    Zudem schicken Vereine in der Regel (zumindest kenne ich das so) nicht jemanden zur VK, den sie gerade erst auf der Straße getroffen haben und der vielleicht gar keine Ahnung hat.
    Ich kenne Vorbereitungen im Sinne ausgearbeiteter Check-Listen (auf welche Punkte wird bei Interessenten geachtet?) und auch, dass bestimmte Anforderungen für Interessenten ersichtlich und klar bekannt gegeben werden. Interessenten könnten sich also bereits im Vorfeld umfassend informieren.
    Nur machen das eben längst nicht alle Interessenten und erwarten dann Nachsichtigkeit und Einsicht und eine Ausnahme "nur in ihrem Fall". Das ist durchaus ärgerlich und führt zu verschwendeter Zeit.

    Und wenn wir schon bei der Qualifikation sind: Die Interessenten wollen Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen. Sie müssten also die Qualifikation nachweisen, dass sie das tun können. Dafür sind die Kontrollen da.

    Passt hingegen den Interessenten die vorhandene oder auch nicht vorhandene nachweisliche Qualifikation von Verein oder Vermittler nicht - können sie sich immer noch umentscheiden. Niemand wird gezwungen, ein Tier aus einem Verein, von einem Züchter oder sonstwo her zu übernehmen, wenn demjenigen die Umstände nicht passen.

    Und mal so ganz direkt: Wäre es denn besser, wenn einer mit drei erfolgreich bestandenen Schulungen/Lehrgängen vor der Tür steht? Wird das dann als weniger übergriffig empfunden?