Beiträge von straalster

    An deiner Stelle würde ich mich mit der Mutter an einen Tisch setzen und dann alle Bedenken und aktuellen Probleme aufschreiben - und dann schauen, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt. Am besten stellst du ihr dazu einen Tee und einen Happen zu essen hin, denn mit leerem Magen und wenn man gerade emotional ist fallen Lösungen schwer.


    Hund könnte krank werden? Wie wäre es mit einer Kranken- und OP-Versicherung? Würde ihr das die finanzielle Angst nehmen?

    Hund hört noch nicht auf nein (was ja logisch ist, kennt er eben nicht)? Würde es helfen, wenn ich euch darüber einfach ein wenig was durchlest und dann versucht, das Schritt für Schritt aufzubauen? Mit realistischen Zeitvorstellungen.

    Hund ist noch nicht stubenrein? (Was auch logisch ist) wie könntet ihr die Runden unter euch besser aufteilen?

    usw.

    Wenn ihr euch das jahrelang überlegt hat, klingt das für mich auch nach einer gehörigen Portion Welpenblues. Hoffentlich findet deine Mutter hier Hilfe.

    Kann es sein, dass sie deine Oma das nicht mehr zutraut, weil deiner Mutter das gerade alles so furchtbar vorkommt? Hat deine Oma den Hund schon kennengelernt und erlebt?

    Auch wieder etwas OT: Pudel, der aus dem Schweinestall kam. Ein tatsächlicher Stall für Schweine, keine Chaoswohnung. Der Hund war innerhalb von Tagen stubenrein. Irgendwann kurz vorm Seniorenalter hat sie aber beschlossen, dass draußen pinkeln doof ist. Es gab keinen merklichen Schreckmoment, keinen Vorfall, sie ist weiterhin bei jedem Wetter gerne und oft rausgegangen und hat da auch verlässlich ihr großes Geschäft verrichtet, hat gemeldet, wenn sie groß musste. Aber sie hat partout nicht mehr im Freien gepinkelt. Das hat sie zum Glück aber verlässlich im Katzenklo (das Klo, das für die Katzen dastand und nicht als Hundetoilette hingestellt wurde).
    Vier Stunden Tour - Hund kommt nach Hause und geht erstmal pinkeln. Sechs Stunden draußen - Hund geht nach Hause pinkeln. Und die konnte sehr lange aushalten. Länger als ich.

    Genauso plötzlich wie das entstand, war es auch wieder vorbei. Ging aber für eine ganze Weile so.

    Ich zitier mich mal selbst:

    Was würdest du denn dagegen unternehmen? Ganz ernstgemeinte Frage. Wenn das nicht vorhersehbar ist und aller Jubeljahre mal passiert - was wäre deine Lösung?

    Ich versteh da immer noch nicht, inwiefern - dann gibt es Krieg und wir stellen uns raus, bis der Hund leer ist - ne realistische Lösung sein soll. :ka:

    Für mich ist das kein OT und ich möchte dich da in keinster Weise angreifen oder abwerten @CH-Troete. Du weißt, ich schätze deine Beiträge enorm.

    Ich finde den Einwand eben dennoch unrealistisch. Und ich kann nur vermuten, dass das bestimmt auch viele ausprobiert haben. Bei mir ist das anfangs auch: Wir bleiben solange draußen, bis Blase und Darm leer sind - damit der Hund das lernt (einige Hunde kennen draußen ja gar nicht). Das Doofe ist aber - Blase und Darm füllen sich recht schnell wieder. Die müssen auch gar nicht voll sein, bevor es wieder "läuft".

    Zu der Lösung gehört bei vielen Tieren (wenn man denn eine Lösung findet) eben nicht, dass man einfach öfter und länger rausgeht. Ich finde daher auch, dass deine "Lösung" zum einen den Haltern was unterstellt und zum anderen das Problem unterschätzt.

    Nochmal zum Aufklären:

    Es gibt Hunde, mit denen kann man so lange draußen stehen, wie man lustig ist oder gerade noch aushalten kann - gelegentlich hat man ja auch noch eigene Bedürfnisse, wie selbst aufs Klo zu müssen, essen, schlafen oder auch andere Verpflichtungen - und der Hund macht nicht, deutet an oder macht nur so halbwegs. Dann kommt man rein und in den unbeobachteten Sekunden wo man selbst was macht zack!

    Natürlich kann das an manchen Tagen funktionieren, dass der Hund alles draußen erledigt. Aber wenn der Hund eine Abneigung gegen draußen lösen hat, drinnen bevorzugt und mich beim Einhalten locker und lässig übertrifft, das Pisseln auch immer hübsch versteckt - dann hab ich ein Problem.

    Deine Lösung finde ich daher einfach unrealistisch, @CH-Troete.
    Das hat nun wirklich nichts mit fehlender Bereitschaft, Unbequemlichkeit oder sonstigem in der Richtung zu tun. Und ich glaube, bei allen, die auch mal selbst auf Toilette müssen, schlafen müssen, arbeiten müssen, ergibt sich da das gleiche Problem. Man kann den Hund nicht absolut jeden Tag "auswarten".

    Halt bei den Fällen, wo diese Maßnahme versucht wurde. Das klappt einfach nicht immer.

    Wenn ich aller zwei Jahre mal mit einem Glas Sekt anstoße - bin ich dann Alkoholiker?
    Wenn ich mal einen Autounfall habe, bin ich dann direkt ein unfähiger Autofahrer?
    Wenn ich mal Tippfehler habe, bin ich dann Legastheniker?


    Im Fall von @Aoleon ist das doch anders, als es hier manch einer darstellen möchte. Sie hat nie gesagt, dass sie das gut findet, wenn es ins Bad geht. Sie sagte, sie findet es besser als... Kann man nachlesen.

    Auch das vor die Tür anstelle von draußen - mir kann hier keiner erzählen, dass er seinen Hund 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr absolut jede Sekunde beobachtet. Und wenn das zweimal im Jahr oder auch aller Jahre mal passiert mit so einem Unfall drinnen - dann stellt man sich eben immer stundenlang raus? Finde ich sehr unrealistisch.