Beiträge von straalster

    Es gab doch aber gar nicht nur: Gib ihn ab!

    Viele fanden es gut, dass sie den Hund soweit möglich gesichert hat.
    Einige haben Rat gegeben oder angeboten bezüglich Trainern.
    Ich hatte auch schon relativ am Anfang Kontakt zu Züchtern und Akita in Not vorgeschlagen, weil das Leute sind, die sich umfassend ganz spezifisch und ganz praktisch im Alltag mit dieser Rasse auskennen und der TE Tipps geben können.
    Andere haben Vorschläge zur Betreuung und zur Auslastung gemacht.

    Trainer kontaktieren wurde angenommen - und der Rest abgewedelt oder überlesen.

    Vielleicht ist es auch wichtig, mal die Intention hinter diesem "Hochkochen" und den Vorwürfen zu berücksichtigen. Das ist ein 50kg Hund, der bereits Verletzungen bei anderen erzeugt hat. 50kg Hund, die von der TE nicht gehalten werden können. Der mit dem Alleinsein verständlicherweise nicht zurechtkommt. Der zwischen der Option steht: Entweder wird er wieder "normal" oder er könnte maximal sein Leben im Garten der Eltern fristen. Ohne Hauszugang und ohne große Ansprache.

    Das ist weder für Hund noch Halter schön. Und es ist ein hohes Gefahrenpotenzial für die Halterin und für das Umfeld.

    Dass da manche die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil sie eine weitere Schlagzeile befürchten, ist für mich sehr verständlich.

    Ich kann hier alle Seiten ein Stück weit verstehen.

    Ja, damit Rat gehört werden kann, muss er den Betreffenden abholen.
    Nur abholen wird eben schwierig, wenn es der zigste Fall von "Der Hund sah eben knuffig aus, da wollte ich halt so einen" ist. Und der zigste Fall von "Hab mir halt vorher keine Birne gemacht und ausbaden darf es jetzt der "unnormale" Hund".

    Der Mensch kann entscheiden, inwiefern er sich informiert. Welchen Hund er wählt. Wie weit das Leben darauf angepasst werden kann. Er kann sich im Internet schlau machen, Trainer hinzuziehen, den Hund abgeben.
    Der Hund ist ausgeliefert. Der kann all das nicht. Der kann irgendwann mal ausrasten und dafür eingezogen bis eingeschläfert werden.

    Deswegen kann es schon mal hochkochen - und auch das verstehe ich nur allzu gut.

    Wäre es vielleicht eine Möglichkeit für den Übergang (bis eine bessere Lösung gefunden ist), den Hund bei deinen Eltern stundenweise betreuen zu lassen?

    Ist der Zaun des Gartens wirklich sicher?
    Könnten deine Eltern die Fahrt auf sich nehmen, damit der Hund nicht in den Öffentlichen fahren muss? (sofern sie ein Auto haben)
    Ist er in dem Garten ruhig?

    Denn auch mit Trainer wird das ja jetzt erstmal noch eine Weile dauern - und bis dahin macht er Terz in der Wohnung....

    hier bitte:

    Das hab ich gelesen, der Hund war halt überall mit dabei und es wurde Mantrailing versucht aber ansonsten - irgendeine gemeinsame Beschäftigung? Irgendwas, was eben nicht nur der TE gefiel?

    "Ich wollte Mantrailing mit ihm machen, weil einige meiner Bekannten in einer tollen Gruppe sind."

    Aber irgendwas, was den Hund vielleicht tatsächlich interessiert hätte?

    Also bevor sich der "Schalter umlegte"?

    Vielleicht kenne ich nur die Negativbeispiele aber meine Hunde waren da noch nie drauf und kommen da auch nie drauf.

    Bisher kenne ich eigentlich nur Hundewiesen oder Freilaufflächen in Parks. Da stehen oder sitzen die Besitzer und tratschen, auf die Hunde wird nicht geachtet. Fiddeln und Mobben = oh so schönes Spielen.
    Da sind auch schon genug Hunde abgehauen, weil die Gebiete nicht eingezäunt waren und "wenn die Hunde so schön spielen, haut mein Hund, der nicht abrufbar ist, ja garantiert nicht ab"...

    Für meine wäre es der blanke Horror.

    Eingezäunte Flächen, auf denen man sich nach Absprache treffen kann und die man für diese Zeit auch mieten kann find ich hingegen super.

    Ist jetzt zu befürchten, dass der (American) Akita zum "Modehund" wird und die Threads von ahnungslosen Akita-Besitzern zunehmen?

    Mir schwant Böses...

    Glaub ich nicht, der Film ist ja nicht ganz neu.

    Ich kenne... kannte aber einige Akita Inu und American Akita. So ein bis maximal drei Jahre pro Hund. Dann "klappte der Schalter um". Ganz überraschend. Konnte ja keiner ahnen. Von zehn mir bekannten Hunden gibt es jetzt noch drei. Einer weitervermittelt. Einer kommt nur nachts raus. Einer ist noch nicht ganz 1,5 Jahre alt, da geht es jetzt los.

    Der Rest war ganz plötzlich sehr "krank" und hat das Zeitliche gesegnet. So nach den ersten Angriffen auf andere...

    Ich hänge an diesem Hund!

    Du willst es bestimmt nicht hören und vielleicht wirst du es nicht einmal lesen aber, ich glaube dir, dass du an ihm hängst.

    Ich glaube dir, dass du an ihm so sehr hängst wie an einem interaktiven Stofftier. Denn als solches hast du ihn dir angeschafft. Und als solches behandelst du ihn auch. Der muss nur "repariert werden" dann funktioniert der wieder wie gewünscht.

    Wahrscheinlich hast du den Film Hachiko gesehen. Hast herausgefunden, dass es ein Akita ist. Entweder fandest du den American Akita noch ne Runde exklusiver (sieht man ja so selten auf der Straße) oder der Vermehrer war einfach der, der gerade Welpen in deiner Nähe hatte. Also zog Boomer ein.

    Und bevor du dich über das Wort Vermehrer nochmal aufregst: Diese Person hat Akitas als "Familienhunde" verkauft. An eine 23-Jährige, die kein Auto hat, in der Stadt mit sehr hoher Hundedichte wohnt, keine Erfahrung mit Hunden hat und in etwa so schwer ist wie der Hund selbst, wenn er ausgewachsen ist.

    Dem ging es nicht darum, dass es sein produzierter Hund gut hat oder verantwortungsvoll geführt wird. Dem ging es darum, dass er Geld in die Hand gedrückt bekommt. Ganz simpel.

    Wenn du so an deinem Hund hängst - mach was. Nicht nur Trainer kontaktieren. Nicht nur den Hund sichern. Überleg dir, was du wirklich langfristig leisten kannst und willst, damit dein Hund endlich mal glücklich sein kann. Denn Auf die Hundewiese schleppen und Gruppenspaziergänge sind es nicht.

    Der Erste war ein TS Boxer.
    Bild im Internet gesehen, verliebt, abgeholt. Informiert haben wir uns nur kurz. War der einzige Hund bei dem mein Mann gesagt hat dass er ihn gut findet. Hätte auch ne Dogge oder ein Dackel sein können, Hauptsache Hund.
    Passte aber gleich wie Arsch auf Eimer.
    Boxer sind immer noch die Liebe meines Lebens.
    Vorbereitet haben wir uns kaum, waren sicher dass es irgendwie klappt.

    Wie kam es dann bei euch zum Zweithund einer anderen Rasse?