Und es ist von mir nach 30 Jahren Hundehaltung einfach das Gefühl, das die meisten kleinen wirklich Giftspritzen sind, oftmals auch ohne schlechte Erfahrung.
Ich hab den Wechsel von immer ein großer Hund dabei mit kleinen Hunden auf nur kleine Hunde gemacht.
Joah. Ist lustig. Nicht. Weder für mich noch für die Hunde. Solange ein großer dabei war, wurden die nämlich in Ruhe gelassen. Nix da mit reinkacheln lassen, extra Hunde oder Kinder zu uns schicken oder einfach mal drauftatschen.
Und genau das ist einer der Faktoren bei den "Giftspritzen". Stell dir ein Leben vor, bei Menschen, die dich angeschafft haben weil: braucht nicht so viel Bewegung. Braucht nicht so viel Auslastung. Braucht keine Erziehung, kann man ja körperlich kontrollieren und das gerne ohne Vorwarnung.
Ein Leben als animiertes Plüschtier.
Ich wäre da auch frustriert. Aber so richtig. Und dazu ängstlich.
Und "schlechte Erfahrungen" müssen nicht direkt eine Verletzung, ein Trauma oder sonstiges sein. Das kann der ganz normale Alltag sein, weil sie gelinde gesagt jeden Spaziergang als Spießrutenlauf erleben und ständig aus Hundesicht bedroht werden.
Dazu galt ja auch lange, dass die Kleinen nicht hochgehoben werden dürfen - die müssen halt da durch. Schutz fehlt also oft ganz immens. Wird der Hund dann nervös, angstaggressiv oder ist schlicht frustriert "Giftspritze"... das ist wirklich unfair. Denn es sind die Menschen, die es versemmeln. Der Hund weiß nur irgendwann nicht mehr, wie er sich noch wehren soll. Die Nerven liegen blank.
Bei kleineren Hunden muss man sich daher klar sein, dass man sehr resolut auftreten und sie schützen muss. Bei großen kommen Leute seltener auf die Idee, übergriffig zu werden. Da haben sie "Respekt" (der eigentlich Angst ist).