Beiträge von Beaglebine

    Als ich meinen Hund aufnahm ( 5 Jahre alt), waren wir zu zweit, zwei Gehälter deckten Futter/TA locker ab.

    Beziehung ging 3 Monate später in die Brüche, finanziell wurde es eng. Damals war 5 Jahre die Altersgrenze bei den Krankenversicherungen, mein Hund war 6 Jahre als ich von den Versicherungen erfuhr.:roll:

    Ich habe dann eine OP Versicherung abgeschlossen, um zumindest das abgesichert zu haben. Ich war immer Vollzeit arbeiten, aber leider nicht in gutbezahlten Branchen, Geld war und blieb immer knapp. Ich habe, sofern möglich, immer ein bisschen gespart, Weihnachten/Geburtstage Geldgeschenke erbeten und dazu gepackt. Mein Hund war 10 Jahre zum Glück ziemlich robust, die meiste Zeit beliefen sich TA Kosten auf etwa 150 Euro/Jahr (Impfe, Blutkontrolle, vielleicht mal ein Infekt).

    Ich habe auf ein Auto verzichtet, auf weite Reisen, auf manche Party oder Unternehmung am Wochenende, Shopping - Lupo war mein Hobby, meine Freude - und jeden Cent wert! Ich zahle da noch ne ganze Zeit dran ab, egal!

    Glücklicherweise bin ich kreditwürdig, als Lupo letztes Jahr anfing abzubauen, häufiger zum TA musste, Nasenbluten bekam, nahm ich einen Kredit auf, um seine anstehenden Untersuchungen und Behandlungen tragen zu können, hatte da so ein Gefühl - was sich ja leider bestätigt hatte.

    Es waren einige Tausend Euro von März bis Ende Dezember, die in die TA Tasche gewandert sind, ich war froh, es mir leisten zu können.

    Einen neuen Hund würde ich mir nur anschaffen, wenn die Bedinungen besser sind, die dauerhafte Sorge im Hinterkopf, irgendetwas nicht zahlen zu können belasten auch sehr.

    Ich habe nun schon länger wieder einen Partner, auch Hundefreund, er hätte nichts dagegen einen neuen Hund anzuschaffen - will ich nicht. Ich möchte es im Notfall (Trennung) easy alleine schaffen können, meinen Hund und mich zu versorgen - ohne ständige Sorge oder starke Einschränkung meines Lebens. Der nächste Hund wird auch definitiv vollversichert.

    Als Arbeitslose/ Hartz 4 würde ich mir definitiv keinen Hund -oder ein anderes Tier- anschaffen.

    Es ist so schwer, Abschied zu nehmen, Entscheidungen zu treffen.. Auch wenn die Diagnose und die Aussichten eigentlich eine deutliche Sprache sprechen..

    Mach dir bitte keine Vorwürfe..

    Was hättest Du denn anders machen sollen? Ihm lief der Eiter aus der Nase, die Tumore haben in ihm gewütet, seine Atmung war schwer..

    Ja, vielleicht hätte er noch ein paar Tage gemacht, etwas gefressen und wäre paar Schritte vor die Tür gegangen - aber wäre das ein Gewinn für ihn gewesen?

    Vielleicht wäre er dann allein gestorben, während du gerade den Müll rausbringst oder einkaufen bist - ohne Hilfe, ohne gehalten zu werden - man kann nicht

    jede Sekunde dabei sein.

    Sei dankbar, für die gemeinsame Zeit - und auch dafür, dass Du ihm einen leichten Wechsel der Welt ermöglichen konntest, so schmerzhaft es für dich

    auch ist - ihm hast Du damit viel erspart.

    Hab ähnliches letztes Jahr mit meinem Senior erlebt, auch Krebs (Nase, Maul, Körper). Die letzte Entscheidung war richtig, nicht aufzuschieben -

    und trotzdem habe ich manchmal Zweifel. Glaube, damit müssen die meisten Hundehalter leben am Ende des gemeinsamen Weges.

    Ich kann dich gut verstehen, brauche auch Fakten um Entscheidungen zu treffen. Mein Opi war 15,5 als ich ihn noch ins CT gepackt habe. Das Ergebnis war nicht gut, Behandlung nur noch unterstützend/hemmend. Aber ich wusste bescheid, kannte nun den Gegner, die Möglichkeiten und konnte entscheiden. Ich hätte es mir nicht verziehen, ihm Chancen zu verwehren.

    Hoffentlich verläuft euer Wochenende einigermaßen ruhig und ihr könnt es etwas genießen. Alles Gute für Montag, ich drücke euch die Daumen!