Also der Beagle kann sehr zum kläffen neigen. Außerdem gibt es Exemplare die extrem jagen und somit nicht so wirklich von der Leine können.
ich kannte 3 Beagle sehr gut
Kläffer o generell Melder waren diese drei überhaupt nicht
Jagdtrieb kann ich leider so unterschreiben, allerdings waren sie eigentlich echt besitzerfixiert, ev hätte man das mit mehr Hintergrundwissen deutlich besser händeln können
RhoCas Noch zum Beagle..
Ich hatte 11 Jahre das Glück, einen wunderbaren Beagle zu begleiten. Es sind wirklich tolle, lustige, sehr soziale, intelligente Hunde, die für vieles zu begeistern sind.
Aaaaaabeeer:
- Beagles sind eigenständige Jagdhunde, das bedeutet dass sie ohne Anleitung des Jägers ihre Arbeit (stundenlang Spuren verfolgen, egal was da kommt) verrichten und selbst wissen, was zu tun ist.
Das zeigt sich auch im Alltag gern mal, sie hinterfragen gerne, haben ihre eigenen Pläne und würden die auch gern durchziehen. Sie davon abzuhalten kann aufwändig sein, man kann sich darauf einstellen dass der Hund es bei passender Gelegenheit wieder versucht und eigentlich gesetzte Regeln gern diskutiert. Da muss man konsequent sein und bereit, seinen Standpunkt öfter mal klarzumachen.
- Die meisten Beagle haaren schon recht stark, das ganze Jahr über. Sie haben Stockhaar mit Unterwolle, die muss regelmässig ausgebürstet werden. Im Fellwechsel wird das Haaren dann noch etwas heftiger. Ein guter Staubsauger, am besten glatte Böden und ne Ledercouch würde ich empfehlen
Ach, und helle Kleidung - dunkle Kleidung sieht schnell seeehr fellig aus.
- Beagle sind Meutehunde, lieben die Gesellschaft von Menschen und (meist) Hunden. Das Alleinbleiben fällt ihnen daher öfter mal schwer (meiner hatte damit keine Probleme) und muss langsam und sorgfältig aufgebaut werden.
- Der Jagdtrieb ist beagletypisch, meist aber recht gut steuern wenn man bereit ist, einiges an Arbeit zu investieren und für Jagdersatzarbeit zu sorgen ( zb Fährte, Verlorensuche, Apportieren).
Ich kenne sehr viele Beagle persönlich (Beagle-Halter treffen sich gern in großen Gruppen, auf eingezäuntem Gelände), davon sind nicht wenige Freiläufer.
Manche permanent (wie meiner es war), manche nur unter bestimmten Bedinungen (wenig Wild, weite Sicht, keine Straße in der Nähe), manche werden aber auch nie zum Freiläufer.
Vieles ist abhängig vom Halter, wie viel Lust er hat mit dem Hund zu arbeiten. Viele Halter ruhen sich leider auf den gängigen Vorurteilen (Beagle sind kaum erziehbar, am Jagdtrieb kann man nicht arbeiten) aus, versuchen nur halbherzig ein bisschen Erziehung in den Hund zu pflanzen und hängen ihn dann halt lebenslang an die Schleppleine.
Mein Beagle war zb sehr gehorsam und zuverlässig - für weniger engagierte Halter ZU GEHORSAM für einen Beagle..

- Beagle sind Laufhunde. Auf Ausdauer ausgelegt, traben sie gern lange durch die Pampa, die Nase dabei am Boden. Zwei Stunden Bewegung sollte man schon möglich machen am Tag.
- Sie sind (idR) sehr freundlich mit anderen Hunden, Treffen im Park, auf Hundewiesen, sind daher vom Beagle aus meist kein Problem. Die meisten wollen keinen Stress.
- Beagles können bis zu 18kg wiegen (Rüden). Das ist schon einiges, wenn man es die Treppen hochschleppen muss weil der Hund krank oder alt geworden ist. Ich habe meinen Senior (18kg) zum Ende hin 3-4x täglich hoch/runter getragen, 45 Stufen..
- Beagle können schon ordentlich Krach machen, sie haben ein wunderbares Bellen, was gern in Heulen übergeht ( Ist auch eigentlich so gewollt, sie sollen laut geben beim Finden einer Spur oder bei Sicht von Wild). Da muss man mit Erziehung gegensteuern.
Mein Beagle bellte eigentlich nur auf Kommando, nachdem die Erziehung saß, meine Nachbarn bemerkten erst nach 2 Monaten, dass ein Hund im Haus ist. Kurz nach der Übernahme damals war er ein Schreihals -besonders wenn es nicht nach seinem Kopf ging oder ich etwas zu essen hatte.