Beiträge von Lagurus

    ChiBande Ich meine damit, dass ein Hund nicht über Nacht komplett am Haaransatz verfilzt, sodass man ihn nicht mehr Bürsten und er nur noch aus seinem Fellpanzer rausgepellt werden kann. Das Knoten direkt durch Reibung entstehen ist klar. Ich rede von richtigen Filzplatten, die nicht mehr einfach so rauszubürsten sind.

    Sie hat ja den Hund nicht absichtlich verfilzen lassen, sie saß da Täglich min ne Stunde dran.

    Das glaube ich auch, ich habe das oft bei meinen Kunden und auch eine Freundin von mir mit Cockerpoo hat den Hund jeden Tag 45 Minuten lang gebürstet und der Hund hatte trotzdem überall Filz. Er kam dann zu mir zum scheren, ich muss vor dem Scheren den kompletten Filz entfernen, wenn ich den Hund nicht auf 3 mm kurz rasieren will. Das reine Filz entfernen hat bei mir dann ca. 45 Minuten (inklusive Waschen und Föhnen gedauert). Also das was sie in mehreren Wochen nicht schaffen, mache ich dann eben bei mir in relativ kurzer Zeit. Wobei ich natürlich keinen Bearded Collie oder sowas wie ein Briard mit schlechter Fellanlage geschenkt bekommen haben will. Je größer der Hund, desto aufwändiger wird es und da haben weder Hund noch Besitzer Spaß dran.

    Und viele meiner Kunden können die Hunde auch im Winter nicht lang lassen und die Hunde müssten trotz potenziell langem Fell Mäntel tragen, weil sie einfach mit langem Fell mit der Pflege nicht klar kommen und die meisten Hunde so aufwändige Pflege auch nicht gut mit machen und Stress damit haben. Und je schlechter das Wetter draußen (Schnee, Matsch, etc.) desto schneller verfilzen die Hunde. Die haben also keinen Vorteil, dass man sie lang oder kurz halten könnten, weil sie immer kurz gehalten werden müssen.

    Um bei Kälte gut klar zu kommen, brauchen die Hunde auch gerne Berge an ewig langen Fellmassen. Sie brauchen einfach ein funktionales Fell mit gescheitem gut abweisendem Deckhaar und einem ordentlichen Fellwechsel. Das findet bei vielen Haushunde ja gar nicht mehr richtig statt. Da sitzt die Unterwolle so fest und passt sich nicht den Witterungsbedingungen an.

    @san94 Ja das sehe ich genauso. Für mich ist das nun auch kein Argument, dass man es scheren kann, dem Hund so ein Fell anzuzüchten. Ich wollte nur sagen, dass eine schlechte Fellanlage keine "Ausrede" dafür ist, dass der Hund komplett verfilzt rum läuft. Aber ich bin da ganz bei dir. Zumal die meisten Hunde die Fellpflege auch nicht sonderlich genießen und je aufwändiger sie ist, desto mehr Stress muss der Hund aushalten.

    Vorallem die ganze Doodelei bringt besonders beschissene Fellarten hervor. Gerade sowas wie Maltipoos oder Cockerpoos.

    Ähm das hat die Züchterin getan nach dem einer ihrer Nachzuchten geschoren wieder kam.

    Aber das ist so Watteartig nach gewachsen, da konntest du bürsten wie du willst.

    Das ist trotzdem verfilzt :ka:

    Ja es gibt Fellarten die schneller Filzen als andere, aber es gibt kein Fell, was man wirklich gar nicht vom komplett verfilzen mit der richtigen Pflege und regelmäßigem Haarschnitt abhalten kann. Ich habe oft genug Hunde auf dem Tisch, wo die Besitzer mir sagen, sie bürsten jeden Tag und kommen nicht klar und viele Hunde davon haben wirklich wattiges beschissenes Fell. Nach einer Sitzung bei mir ist der Hund filzfrei (wenn er denn noch nicht in dem Zustand ist, dass er komplett verfilzt ist, aber das passiert wie gesagt nicht über Nacht, das dauert eine Weile und baut sich zunehmend auf). Und ja, es ist Arbeit, mehr Arbeit als einen Hund mit guter Fellanlage zu pflegen, aber es ist nicht so, dass der Hund nicht pflegbar ist und permanent komplett verfilzt. Dann stimmt was mit der Pflege nicht.

    Das stimmt leider eben nicht zB. Kann Bearded Collies nicht das Fell geschnitten werden .

    Da ihre angezüchtete Fellmasse zu Soft nachwächst und so der Hund komplett am Ende verfilzt.

    Man kann ihn dauerhaft kurz halten und anständig bürsten, dann verfilzt auch nichts. Das verfilzt ja nicht einfach über Nacht.

    Aber ja, ich sehe zu viel viel als sehr kritisch, vorallem weil den Hunden rein aus optischen Gründen unnötige Fellmasse angezüchtet wird. Manchen Hunde leiden da wirklich enorm drunter.

    Ach schade. Würde mich schon interessieren. Vor allem welche Rassen untersucht wurden. Gibt durchaus einige Rassen, wo ich durchaus denke, dass ihre Tasthaare mehr Funktion haben, als bei anderen.

    Die Funktion war bei allen untersuchten Rassen die gleiche, da gab es keine Unterschiede. Ich hab auch irgendwo mal gelesen, welche Rassen mit dabei waren, oder ein Teil davon zumindest, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich meine u.a. waren Golden Retriever und Rauhaardackel dabei.

    Vielleicht ist hier ja jemand Mitglied im GFK? Oder vielleicht kann jemand als VDH-Mitglied beim VDH nachfragen, ob die die Ergebnisse haben?

    Ich weiß von einer recht aktuellen Untersuchung zwecks Nutzung der Vibrissen beim Hund. Allerdings wurden dazu nur 2 Hunde trainiert und getestet. Einer reagierte auf Reize an den Vibrissen, aber nicht sehr empfindlich. Beim anderen war das Ergebnis nicht auswertbar - laut Interpretation der Untersucher. Ob das nicht aber auch bedeuten könnte, dass der Hund eben nicht empfindlicher an den Tasthaaren ist, war aus der Zusammenfassung nicht ersichtlich. Leider hab ich das Heft nicht mehr und kann daher die Studie nicht raussuchen. Scheinbar ist aber geplant daran weiter zu forschen.

    Es gab ja diese Untersuchung bei der Uni Rostock, wo mehrere Rassen untersucht wurden: https://www.gkf-bonn.de/tl_files/gkf_d…np-antennen.pdf

    Das Ergebnis der Studie ist aber nicht öffentlich zugänglich sondern kann man nur einsehen, wenn die man Mitglied der GFK ist (bzw. angeblich hat der VDH auch die Ergebnisse). Ich weiß nur, dass als Fazit rauskam, das Tasthaare als sensibles Sinnesorgan einzustufen sind. Allerdings wurden meines Wissens nach keine Rassen untersucht, die starken Fellwuchs im Gesicht haben, wie Pudel.

    Also laut Luigis (5 Jahre) GPS Tracker sind wir die Vollluschen und laufen nur 1-4 km pro Tag. Da er momentan oft nur 1x mal am Tag das Haus verlassen will und wir manchmal einfach nur bis zu seiner Buddelwiese laufen und er dort eine halbe Stunde buddeln darf, kommen wir manchmal bloß auf 1,5 km pro Tag bei 1 Std 15 Min Gassi gehen. Aber er hat in der halben Stunden Buddeln Hochleistungssport gemacht und viel mehr Muskulatur beansprucht, als wären wir mehrere Kilometer gelaufen. Betty (12,5 Jahre) läuft etwas mehr, weil sie 3x am Tag raus geht, aber generell machen wir viele Pausen und bummeln viel. Früher bin ich mehr Langstrecke gelaufen, aber eigentlich eher um mein Bedürfnis des Laufens zu befriedigen, Betty hätte schon immer lieber gebummelt. Luigi hat mich dann eh gezwungen unsere Gassi-Strecke deutlich zu reduzieren und anders zu gestalten. Ich nehme mir viel Zeit um ihnen abtauchen in die Umwelt zu ermöglichen oder auch gemeinsam Dinge zu machen, wie Physio-Übungen, Objektsuche, Targettraining, Training bestimmter Signale, etc. Da bleibt dann keine Zeit mehr um Strecke zu machen.