Beiträge von Lagurus

    Bäh, nee Fremdhundesabber will ich auch nicht an mir haben. Aber das hatte ich auch noch nie.

    Hier in unseren gewohnten Gassistrecken leine ich nur recht wenig an, oft auch nicht an der Straße, weil nur alle 10 Minuten mal ein Auto kommt. Es sei denn, ich unterhalte mich mit jemanden und kann mich nicht zu 100% auf meinen Hund konzentrieren, dann wird auch an wenig befahrenen Straßen angeleint. An stark befahrenen Straßen wird natürlich immer angeleint.

    Angleint wird bei Fremdhundebegegnungen, die ebenso angeleint sind und eigentlich auch bei den meisten Fremdhunden ohne Leine, in der Hoffnung, dass der andere HH das auch tut. Selbst wenn ich davon ausgehen könnte, dass mein Hund sicher bei mir bleibt, wenn ein Hund mit Leine entgegenkommt, der offensichtlich keinen Kontakt wünscht, würde ich wohl trotzdem anleinen um zu signalisieren, dass ich verstanden habe, dass kein Kontakt erwünscht ist. Ich finde das auch immer blöd, wenn ich anleine und der gegenüber nicht, ich sehe dem Hund nicht an, ob er bei seinem HH bleibt und ich gucke dann die ganze Zeit angespannt hin, in Bereitschaft zu blocken. Entspannter wäre es, wenn die Leine einfach kurz dran gemacht wird.

    Bei fremdem Menschen, Jogger und Fahrradfahrer leine ich nicht an, weil Betty die eh ignoriert und denen auch nie in die Quere läuft. Es sei denn, jemand hat was zu Essen in der Hand :hust: Bei Kindern leine ich nur an, wenn ich das Gefühl habe, sie wollen den Wauwau unbedingt mal anfassen.

    Angeleint wird auch bei Wild- und Katzensichtung.

    Also ehrlich gesagt kann ich deinen Missmut schon verstehen, ich bin halt Mensch und habe menschliche Gefühle und würde es auch sehr schade finden, wenn mein Hund nicht meine Nähe sucht.

    Dafür gibt es verschiedene Theorien. Wie hier schon genannt wurde, kontrolliert dein Hund eventuell deinen Freund. Oder es ist wie bei manchen Kindern und Vätern, der Vater ist den ganzen Tag weg, die Mama macht und tut, bespaßt und erzieht die Kids, aber wenn Papa da ist, ist Mama abgeschrieben, weil der vielleicht nicht so streng ist und nur so selten da ist. Eventuell versuchst du den Hund aber auch mit Nähe zu "erdrücken". Es gibt Hunde, die stehen nicht auf so viel Nähe, Streicheleinheiten, kuscheln, etc. und halten sich dann eher bei demjenigen auf, von dem sie das auch nicht bekommen. Weil du ja auch sagtest, dass dein Freund, den Hund nicht großartig streichelt und betüddelt. Eventuell findet sie das angenehmer. In dem Fall würde ich auch mal versuchen mich rar zu machen.

    Ansonsten muss man es wohl einfach akzeptieren. Dass der Hund aber gut auf dich hört und deine Regeln akzeptiert, zeigt aber auch schon sehr deutlich, dass du keine unwichtige Person in ihrem Leben bist.

    Da im Tierschutz sowieso merh Mischlinge als Rassehunde sitzen, würde ich mich gar nicht auf eine bestimmte Rasse versteifen. Ich habe beim TS auch nur nach einem kleinen Hund mit gewünschten Charaktereigenschaften gesucht und genau das bekommen, was ich wollte. Dafür braucht man aber eine Orga die ehrlich ist, die Hunde gut einschätzen kann und wo du den Hund vorher gut kennenlernen kannst (also kein Direktimport aus dem Ausland).

    Dadurch, dass die FB gerade sehr in Mode ist, findet man gar nicht so selten Exemplare auch im Tierschutz, zum Beispiel hier:

    Ja es gibt schon welche im Tierschutz, aber wenn man gewissen Ansprüche an den Hund hat, wird es im TS schwer. Sieht man auch an den Hunden auf den von dir geposteten Seiten, da sind Hunde mit Behinderungen, Aggressionsproblemen, noch im Ausland befindlich, nicht anfängertauglich, etc. dabei, wenn man da schon mal aussortiert, weil man sich als Anfänger das nicht zutraut, wird es schwierig. Bullys sind eben auch nicht ganz so einfache Hunde (vorallem, wenn sie nicht aus anständiger Zucht kommen), recht krankheitsanfällig, sehr stur und lösen Probleme schnell mal mit Aggressionen.

    Als ich damals vor der Hundeanschaffung stand, wollte ich auch uuuuuunbedingt eine Französische Bulldogge. Als Alternative war dann der Mops angedacht, weil es mit den Bullys schwer wurde.
    Im TS hat man kaum Chancen einen Frenchy zu bekommen, schon mal gar nicht einen Welpen. Und bei einem TS-Frenchy würde ich mir ein dickes Polster für den TA zu legen, da kannst du eigentlich schon von ausgehen, dass der nicht gesund sein wird, es ist ja auch so nur schwer möglich gesunde Bullys zu erwischen, falls man diese Rasse überhaupt als gesund bezeichnen kann. Beim Mops gilt dasselbe, wobei Möpse deutlich häufiger unter den Privatabgaben zu finden sind. Ich habe letztendlich Abstand von beiden Rassen genommen und bin heute soooo froh drum. Nie wieder kommt für mich eine Plattnase in Frage. Wir sind öfter schon mit Plattnasen unterwegs gewesen, im Sommer ist das für die meisten die Hölle, sind nur am Röcheln und suchen sich in jedem Wasserloch Abkühlung. Viele von ihnen sind neben Atemproblemen geplagt von Allergien, Epilepsie, Zahnproblemen, Verdauungsproblemen, etc und die Gebissen sehen bei allen fürchterlich aus, falls ihnen nicht schon die Hälfte der Zähne gezogen wurde. Da ist eben einfach nicht genug Platz für alle Zähne im Maul.

    Ansonsten weiß ich nicht, ob ein Welpe so gut passt, wenn ihr keinen Plan B habt, falls Welpi nach mehreren Monaten noch nicht alleine bleiben kann. Eigentlich würde ich auch einen Hund aus dem TS empfeheln, der schon erwachsen ist. Allerdings würde ich mich an eine TS-Organisation wenden, wo die Hunde auf Pflegestellen leben, wo du den Hund im Haushalt erleben kannst, ihn mehrfach spazieren führen kannst und einfach von der erfahrung der Pflegestelle profitierst. Eventuell auch eine Pflegestelle, auf der bereits Katzen leben.