Beiträge von Lagurus

    Nein, eine Hündin will nicht die Weltherrschaft an sich reißen, wenn sie viel markiert. Der Kontrollwahn mancher Menschen scheint echt unermesslich zu sein. Meine kastrierte Hündin markiert recht viel. Markieren ist ein völlig natürliches Verhalten. Markieren dient zum hinterlassen von Informationen und zum Stress abbauen. Hier wird auch kein Scharren verboten. Scharren ist nicht der Auslöser für Aggressionen oder hohe Erregung. Ich verbiete da sowieso nix, ich unterstütze bei meinen Hunden die Erregung zu senken, wenn nötig und ich Bedenken habe, dass es in unerwünschtes Verhalten kippt.

    Ich würde auch dringend die Trainerin wechseln, wenn sie so ein Weltbild hat.

    Ich würde auf jeden Fall zum Spezialisten gehen. Und nimm die bereits angefertigten Röntgenbilder mit. Ein Haustierarzt kann sich nicht so tief mit Orthopädie auskennen und genauso viel Erfahrung haben, wie ein Tierarzt, der seit Jahren den ganzen Tag nichts anderes macht, als sich mit dem Bewegungsapparat auseinander zusetzen.

    Ich hab keine Empfehlung und du musst es wahrscheinlich ausprobieren, ich weiß nur von einer Bekannten, die sagte, dass bei ihrem stuhlinkontinenten Hund Windeln mehr Arbeit gemacht haben, als ihm nichts anzuziehen und den Kot dann einfach wegzuräumen (ich glaube, ihr Hund kam auch nicht mehr selbständig auf Bett und Sofa). Sie sagte, der Hund musste jedes Mal gebadet werden, nachdem er in die Windel gemacht hat, weil sich alles schön im Fell am Hinter verteilt hat. Da war es einfacher den Kot vom Boden zu sammeln. Hängt sicher auch ein bisschen von der Konsistenz ab.

    Ist es euch eigentlich wichtig, dass beide Hunde auch alles alleine machen (können)? Wir haben ja einen Angsthund, und der will nicht ohne den Großen spazieren gehen. Mit alleine zuhause bleiben hat er kein Problem, aber alleine Gassi will er so gar nicht.

    Ja ist mir wichtig, bzw. geht es mir in erster Linie darum, dass jeder Hund auch seine eigene Zeit mit mir hat, wo ich komplett auf seine Bedürfnisse eingehe. Meine Hunde sind sehr unterschiedlich, haben ein sehr unterschiedliches Tempo beim Gassi gehen. Es muss immer einer zurück stecken, entweder der, der ausgebremst wird (was er extrem frustrierend findet) oder die Omi, die schneller laufen muss, als ihr lieb ist. Und der schwierigere Hund von beiden braucht mehr Aufmerksamkeit und ich will auch beiden die Möglichkeit geben meine volle Aufmerksamkeit zu haben und nicht immer zurück zu stecken zu müssen. 2 von 3 Spaziergängen pro Tag sind deswegen getrennt. Getrennt alleine bleiben war für sie nie ein Problem.

    Ich würde auch mit einem Hund, der sich ohne den anderen Hund weniger wohl fühlt immer wieder alleine Gassi gehen und mir eine Struktur beim Gassi gehen erarbeiten, bei dem der Hund auch Spaß hat und Sicherheit empfinden kann. Irgendwann kommt der Punkt, da ist der andere Hund nicht mehr da oder krank oder sonst was und es muss auch ohne ihn gehen.

    Die Frage ist nur, was geschieht wenn nichts gefunden wird (und irgendwie ist das auch die Befürchtung)...

    Wenn nichts gefunden wird, kann man sich ja voll und ganz auf die Verhaltensmedizinische Schiene konzentrieren (plus entsprechendes Training). Mich würde es tatsächlich sehr wundern, wenn gesundheitlich nichts gefunden wird. Es wird sicher nicht die einzige Ursache sein, aber mit ein Baustein.

    Bevor ein Verhaltensmediziner eingeschaltet wird, sollte der Hund von Fachärzten auch komplett durchgecheckt werden, vorallem so typische Schmerzbaustellen im Bewegungsapparat. Ein anständiger Verhaltensmediziner wird einen Hund nicht einfach Psychopharmaka verschreiben, wenn der Hund nicht vorher komplett gesundheitlich durchgecheckt wurde. Sonst behandelt man unter Umständen wieder nur Symptome. Und ich sehe hier dringenden Bedarf den Gesundheitszustand abzuchecken. Das wird leider einiges an finanzieller Belastung mit sich bringen.

    Ich bin Schleckmatten Fan, gibt es hier oft, auch gerne gefroren, dann dauert es länger. Hier gibt es auch täglich Futterbeschäftigung zwischendurch, dei Hunde lieben es und es ist zum Ritual geworden. Gefüttert wird hier aber immer bewusst getrennt, damit jeder seine Ruhe hat und nicht im Rücken die Blicke des anderen hat, der schneller mit Essen fertig ist.

    Irgendwo hier im Forum habe ich gelesen, dass ein Besuch beim Hundefriseur im Fellwechsel helfen kann.

    Gilt das auch für kurzhaarige Hunde?

    Was kann der Friseur hier anders machen als ich zuhause?

    Der größte Unterschied zum Hundefriseur ist , dass der Hund da geblowert werden kann. Aber der Anti-Haar-Effekt wird nicht lange anhalten, nach ca. 2 Wochen haart der Hund wieder wie vorher. Und man tut dem Hund, der keinen Blower kennt, eine Menge Stress an. Ich halte es nicht für notwendig mit Kurzaahrhunden zum Hundefriseur zu gehen, es sei denn, es sind Hunde die eher so Richtung Stockhaar gehen und richtig viel Unterwolle haben.

    Du kannst deinen Hund zu Hause einfach baden und mehrfach einshamponieren und ausspülen (Shampoosorte ist meiner Erfahrung nach übrigens egal, was das rausholen von Haaren betrifft). Gerne das Shampoo auch schon mit Zoom Groom ordentlich einmassieren oder mit den Fingern. Nach dem trocknen nimmst du einen Zoom Groom und bürstest ihn ordentlich aus. Hat der Hund Unterwolle, hilft oft ein Kamm noch recht gut um die rauszuholen.

    Nordhessen kenne ich mich nicht aus, ich war mit Betty in Frankfurt Kalbach, die haben dort Spezialisten für Zahnheilkunde. Aber im Prinzip hat doch fast jede Klinik einen spezialisierten Bereich für Zahnmedizin? Bzw. warum suchst du jemand anderes, als wo du es das letzte Mal machen lassen hast?

    Ich denke auch tägliches Zähneputzen ist im Alter irgendwann unumgänglich. Ich merke auch bei Betty, dass das ich jetzt im Alter das Zähne putzen nicht mehr schleifen lassen darf und sie viel schneller Zahnstein ansetzt als früher.