Aber anhand deines Beispiels, wo du 10kg mehr drauf hattest, sieht man doch, dass du eben nicht essen kannst, was du willst ohne zuzunehmen. Dein natürliches Essverhalten und dein Appetit sind einfach nur in einem Maße vorhanden, die dein schlank sein begünstigen. Andere Menschen haben mehr Appetit, essen deutlich häufiger über ihr Hungergefühl und sind deswegen eben nicht schlank. Auch schlanke Menschen essen mal eine Tafel Schokolade, eine Packung Kekse oder eine Tüte Chips, davon wird man nicht automatisch dicker, es kommt auf die Gesamtbilanz an. Ich esse aber auch 3-4 Tafeln Schokolade pro Woche, aber das ist definitiv kein Indiz dafür, dass ich essen kann, was ich will.
Meine Schwester ist auch so eine, die behauptet, essen zu können was sie will und nicht zuzunehmen, aber sie kann auch partout nicht über ihr Sättigungsgefühl hinaus essen, wenn sie satt ist, lässt sie alles stehen und liegen, ich sehe selten, dass sie ihren Teller auf isst. Dieses Gefühl fehlt vielen, mir übrigens auch, für mich ist es gar kein Problem massiv über mein Sättigungsgefühl hinaus zu essen, ich musste echt erst wieder lernen, da ein Gefühl für zu finden.
Ich glaube übrigens auch nicht daran, dass es einen natürlichen Setpoint gibt, nachdem das Körpergewicht strebt, um sich "wohl zu fühlen" . Es gibt meiner Meinung nach höchstens ein Essverhalten, wo sich der Mensch wohl fühlt und daraus resultiert dann das Gewicht. Und da muss jeder selbst sein Bereich finden, womit er leben kann und wo er die Prioritäten setzt.