Beiträge von Lagurus

    Ja, kann man definitiv, wenn man nicht in jedem Bereich den High-End-Class-Ultra nimmt/braucht.
    Ich kann mir davon eine Wohnung (Miete, Strom, Versicherungen), einen Hund, meine Meerschweinchen, einkaufen, shoppen, Urlaube, Kino usw. ohne Probleme leisten. Auto habe ich keins, ich nutze die öffentlichen Verkehrsmittel.

    Dass ich das genauso kann, ist für mich Luxus und "Reichtum".

    Aber das kann nicht automatisch jeder, auch ohne in allen Bereich High-End zu wählen. Stell dir vor du hättest noch 2 Kinder dazu. Und wenn man in einer Stadt wohnt, wo Mieten extrem hoch sind, hat man auch sehr hohe Kosten. Öffentliche Verkehrsmittelnutzung kostet mich 150 € im Monat und trotzdem brauche ich zusätzlich ein Auto, weil ich auf dem Dorf wohne und hier weder Supermarkt, Arzt, Geldautomat oder sonst was ist. Dafür ist die Miete für unsere Wohnung im Vergleich zum Mietspiegel der Umgebung sehr günstig (1100 € Warmmiete ist in der Tat für unsere 3 Zimmer Wohnung nahezu ein Schnäppchen).
    Meine fixen monatlichen Ausgaben (Miete, Strom, Versicherungen, Sprit, Fahrkarte, Lebensmittel, Kosten für meinen kleinen Opel Corsa, Kosten für den Hund, Internet, Handy, etc.) belaufen sich auf mindestens 1500 €. Davon habe noch keine Freizeitaktivitäten gemacht, keine Ersparnisse für Urlaub, kaputte Waschmaschine ect. zurückgelegt, mir keine Klamotten, Kosmetik oder irgendwelche Luxusgüter gekauft und abgesehen vom Hund auch keine Hobbys gepflegt. Und ich habe noch nicht mal Kinder. Mit 1800 - 2000 € würde ich (ohne Kinder) klar kommen, aber nicht extrem gut und müsste schon gut haushalten.
    Ich habe einen Kollegen, der zahlt fast 1000 € Alimente für seine 2 Kinder pro Monat und hat eine 60 m² Wohnung, die er um Zeit und Sprit zu sparen nahe der Arbeit ausgewählt hat, aber die Mietpreise sind hier so hoch, dass er dafür über 1000 € Miete zahlen muss. Also schon 2000 € im Monat einfach so weg...

    Ich bin früher auch mit extrem wenig Geld ausgekommen, komme ja schließlich auch aus einem Haushalt mit alleinerziehender Mutter und Hartz IV als Langzeiteinkommen, aber glücklich war ich dabei nie, ich fand das sehr einschränkend in der Lebensqualität auf sehr sehr vieles Verzichten zu müssen. Mich hat da einerseits dazu gebracht mit Geld umgehen zu können, aber auch so sehr geprägt, dass ich bewusst einen Job mit guten Gehaltsaussichten gewählt habe, weil ich nie wieder so leben wollte.

    Und trotz meinem sehr guten Einkommens und Kinderlosigkeit werde ich mir hier wohl nie ein Haus leisten könne, dafür müsste ich hier schon mindestens 500.000 € für ein kleines gebrauchtes Haus hinlegen und wohl ein Kredit mit knapp 2000 € pro Monat abgezahlen, wenn ich das bis zur Rente abbezahlt haben will. Das ist frustrierend.

    Resteverwertung Tag 2 und daraus wurde wieder eine leckere Bowl. Paprika, Kichererbsen und Brokkoli aus dem Ofen, dazu Reisnudeln und Gurke mit Erdnusssauce und Cashewkernen

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    Was muss man in Dland den verdienen für 1800-2000 € Netto bei Steuerklasse 1 ?
    Laut Infos die ich gefunden habe sind das mind. etwa 3000€ Brutto - ergo 36.000€ ... das ist deutsches Durchschnittsgehalt.

    2800 - 3200 € Brutto muss man in Steuerklasse 1 haben.

    Man verdient auch mit Ausbildung nicht automatisch weniger als jemand, der studiert hat. Mein Studium habe ich als Abendstudium absolviert, es hat aber keinen Einfluss auf mein Gehalt. Auch ohne Studium würde ich dasselbe verdienen und hätte nur mit Ausbildung ein sehr gutes überdurchschnittliches Gehalt. Es hängt eben auch stark von der Branche ab.

    Ich persönlich halte 1800-2000€ Netto schon für sehr gutes Geld. Merke aber immer wieder das ich einfach mit anderen Vorstellungen von Geld aufgewachsen bin (mit einem verdienen Elternteil in der Gastronomie), als zum Beispiel mein Freund (mit zwei Eltern in guten Positionen beim Autohersteller Nummer 1).

    Zur Zeit brauche ich 800€ im Monat, da drunter wird wirklich etwas knapp, vorallem weil alles rund um mein Auto recht teuer ist, alles darüber wird immer mal wieder Schwachsinn gekauft und größtenteils zur Seite gelegt.

    Ja da haben wir beispielsweise schon mal definitiv unterschiedliche Vorstellungen, ich finde 1800-2000 € netto definitiv nicht für "sehr gutes" Geld xD Ich halte es eher für durchschnittlich (wobei es natürlich drauf ankommt, für welche Arbeit) und ich bin eigentlich eher in ärmlicheren Verhältnissen aufgewachsen, aber ich habe einfach genug Leute im Umfeld, die deutlich mehr verdienen.
    800 € zum leben, wow, die Wohnung hier kostet allein schon 1100 € Warmmiete. Die teile ich mir zwar mit meinem Freund, zahle aber den Großteil, weil ich deutlich mehr verdiene.

    oh Gott, wenn ich hier die Mengen lese fühle ich mich echt schlecht :verzweifelt:
    Ich gebe mir ja schon Mühe, aber 150 g Nudeln brauche ich schon, um satt zu sein..
    Besser wären tatsächlich noch 200 g. Und ja, nur ich alleine. :xface:

    Wenn man es sich leisten kann, passt es doch. Aber wenn ich mir täglich ne Tafel Schokolade reinziehe, muss ich halt woanders sparen :D

    von so ein paar Nudeln werde ich nicht satt!

    Das Essen besteht ja nicht nur aus Nudeln, natürlich werden die reduzierten Nudeln durch andere kalorienärmere Dinge ausgeglichen (z.B. durch viel Gemüse oder es werden Hülsenfrüchte zur Eiweißversorgung dazugegeben, die aber auch sättigen).

    Das sind zum Beispiel ein paar Gerichte von mir, die mit 50 - 75 g Nudeln auskommen:

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    Aber ein bisschen Gewöhnungssache ist es auch, früher brauchte ich auch größere Mengen, seit meiner Diät reichen mir kleinere Portionen, der Magen passt sich an.

    Von Pasta gibt es jetzt eben 50-75 g (meist Vollkorn) und nicht mehr 125.

    Same here. Als ich früher noch Fleischesser war, habe ich auch öfter Low Carb getestet und war eigentlich immer hungrig und unzufrieden, was dazu führte, dass ich es nicht lang durchgehalten habe.
    Die KH-Beilagen habe ich nun aber auch reduziert, nicht wegen des KH-Anteils, sondern wegen der entsprechenden Kalorien. Früher habe ich für meinen Freund und mich auch 250 g Nudeln gekocht, heute sind es eher 100 - 150 g.

    Nein, wirklich. ich hab so viel, was ich mache(n möchte)... da kommt so schnell keine Langeweile auf. Dafür bin ich einfach nicht der Typ.

    Wie gesagt, es geht nicht darum Langeweile zu haben und nicht zu wissen, was man mit seiner Zeit anfangen soll. Sondern um Antriebslosigkeit und ungewollt unproduktiv zu sein. Das passiert nicht jedem, aber es passiert sehr vielen (vermutlich der Mehrheit der Menschen).

    Naja... ein Knackpunkt beim BGE ist ja letztendlich auch die "Neubewertung von Arbeit" . Momentan wird nur "Erwerbstätigkeit" als "vollwertig" angesehen. Alle anderen Tätigkeiten sind "Hobby" oder "gganz nett" oder "zwar wichtig, aber halt Ehrenamt"

    Ja das ist in unserer Gesellschaft ja leider völlig normal, dass Arbeit, die viel Positives zu unser Gesellschaft beiträgt, oft schlecht bezahlt wird und andere Jobs, die weniger wertvoll für die Gesellschaft sind, ein Haufen Kohle einbringt. Gerade im sozialen Bereich, ich glaub, es würden viel mehr Menschen im sozialen Bereich arbeiten, wenn sie irgendwie davon Leben könnten.