Beiträge von Lagurus

    Abgesehen von der Soja-Milch für Cappuccino (wo ich verstanden hätte, wenn sie das abgelehnt hätten), geht mein Essen ja nicht in die Küche, sondern bleibt auf meinem Tisch stehen und ich verteile es nicht an die anderen Gäste im Restaurant. Bei dem Thema Wurst und Käste an der Theke, geht es ja auch nur darum, wenn die Tupperschüssel hinter die Theke gelangt, aber ich kann meine Tupperschüssel durchaus mit in den Supermarkt nehmen.

    Mein Rüde (Chi-Mix, fast 3 Jahre) war draußen beim Gassi gehen extrem gestresst, massiv überfordert mit Gerüchen draußen, viel am Stresshecheln, zittern, quietschen, Dauerzug auf der Leine, auch viel Zähne klappern und Pipi lecken, nicht ansprechbar, markierte extrem viel, nahezu zwanghaft, spuckte Leckerlies wieder aus, explodierte bei jedem fremden Hund und bei Katzensichtungen. Drinnen war er die Ruhe selbst, absolut unkomplitziert und kam schnell zur Ruhe. So war er aber auch schon bei der Pflegestelle davor, dort lebte er fast ein Jahr und sein Verhalten draußen hat sich nicht verbessert, ich fand es für ihn einen ganz furchtbaren Zustand.

    Nachdem ich hier nach 3 Monaten Training auch nur minimal weiter gekommen bin, hat er einen Chip bekommen. Sein Stress hat sich insgesamt massiv reduziert, er ist überwiegend ansprechbar, nimmt immer Leckerlies, ist bei Hundesichtungen besser trainierbar, solange der Abstand groß genug ist und flippt nur noch aus, wenn der Abstand zu gering ist oder der andere Hund pöbelt. Auch bei Katzensichtungen hat er sich besser im Griff mit genug Abstand. Kein Pipilecken mehr, kein Zähneklappern mehr, er läuft viel an lockerer Leine. Er markiert immer noch sehr viel, aber nicht mehr so extrem zwanghaft. Er blendet mich nicht mehr völlig aus draußen. Völlig entspannt geht er noch nicht Gassi, es gibt immer noch Situationen, die ihn stressen und ich kann mit ihm immer noch nicht beliebig lange Gassistrecken in fremden Umgebungen machen, aber es ist trotzdem so so so viel besser aktuell und es wird gefühlt jede Woche ein bisschen besser.

    Ansonsten hat er sich nicht viel verändert, drinnen ist er unverändert geblieben, Appetit ist nicht größer (er war vorher schon verfressen, solange er nicht gestresst war), Fell ist bisher unverändert. Ende Dezember wird er kastriert, da ich bisher nur Positives und nichts Negatives feststellen konnte. Ob er nun von fremden Rüden gemobbt werden würde, weiß ich nicht, er hat keinen Fremdhundekontakt.

    Warum nicht, ich kann doch selber bestimmen, was ich esse. Ich sitze ja nicht in einem OP-Saal :D Ich treib das nun auch nicht auf die Spitze, dass ich mir ganze Tupperschüsseln zum essen mitbringe und da quasi nix zahle und nur deren Locatoin benutze. Alles so im Rahmen, dass das nicht blöd ankommt.

    Ich hab auch schon eine Packung Soja-Milch ausgepackt und gefragt, ob sie mir damit einen Cappuccino machen können. War nie ein Problem, die Packung wurde mit in die Küche genommen und mir anschließend ein Cappuccino serviert. Das war ein Café wo es wirklich nichts veganes gab, ich habe dann einen Obstsalat bestellt und mir noch Sprühsahne von zu Hause mitgebracht und die drauf gesprüht. Kuchen ging da eben nicht. Ich würde da nun auch nicht meinen eigenen Kuchen mitbringen.

    Aber auch so fülle ich mir oft Sojamilch in ein kleines Glasfläschchen ab und nehme die mit, wenn ich denke, ich werde irgendwo Kaffee trinken, wo es keine Pflanzenmilch gibt.

    Mit Wegschmeißen ist auch niemandem geholfen, das kann ich verstehen. Mir bringt ja in der Regel keiner was nicht veganes mit und wenn doch, weil diejenigen mich nicht kennen, dann nehme ich es entweder nicht an (verpackte Süßigkeiten z.B.), verschenke ich es oder wenn es hundetauglich ist, bekommen es die Hunde. Einfach so weggeschmissen wird hier auch nichts.

    Da wir Großstadt-nah wohnen gibt es hier genug Restaurants zur Auswahl, die auch vegane Alternativen bieten. Frühstück ist in der Tat etwas schwieriger, das kriegen oft nur rein vegane Restaurants so richtig gut hin. Aber da gibt es hier auch ein paar wenige, wo es dann mal einen guten veganen Brunch gibt. Ansonsten machen wir den Brunch einfach bei uns zu Hause smiling-dog-face-w-open-mouth-closed-eyes

    Sofern ich kann, bevorzuge ich pflanzlich und wenns zu kompliziert ist, eben nicht.

    So habe ich auch angefangen, zu Hause vegan, "draußen" vegetarisch. Irgendwann war es dann eben nur noch vegan, heute empfinde ich es nicht mehr (oder nur noch sehr selten) als Verzicht. Das kam aber vorallem damit einher, seit es sehr präsent war, dass mein Freund und ich Veganer sind und wir alles andere konsequent abgelehnt haben und nicht mehr aus Höflichkeit außerhalb vegetarisch gegessen haben.

    Gestern hatten zwei Arbeitskollegen Geburtstag, beide Omnis, aber beide haben veganen Kuchen und Snacks mitgebracht. Wenn das erstmal in den Köpfen der Mitmenschen angekommen ist, habe ich zumindest bisher sehr viel (unerwartetes) Entgegenkommen erlebt.

    Hat jemand eine Empfehlung für veganes Trockenfutter mit Mini-Kroketten? Ich brauche was als Belohnungsleckerlies, was beim Clickern in großen Mengen gegeben wird und mein 5 kg Hund soll nicht zum Rollmops werden. Ich habe zur Zeit das Greta Mini von Vegan4Dogs, aber irgendwie sind die Kroketten da auch etwas größer geworden als früher, wo es noch Edgar Mini hieß. Grundsätzlich bin ich mit dem aber zufrieden von der Zusammensetzung und Akzeptanz. Suche aber noch eine kleiner Alternative. Ach und es darf kein Mais enthalten, da ist der Zwerg allergisch drauf.