Beiträge von Lagurus

    Atrevido Man weiß nicht viel, wie sie gelebt hat, sie wurde privat von jemandem abgegeben, wo sie sich angeblich nicht mit der Erst Hündin verstanden hat, sie war jedenfalls nicht stubenrein und ich hab das Gefühl, dass sie nicht viel kennengelernt hat und das Gassi gehen sie anfänglich auch überforderte. Es hat lange gedauert, bis sie nicht nur in den Garten Pipi gemacht hat sondern auch draußen. Sie wirkt draußen aber nicht (mehr) verunsichert und zeigt für mich keine offensichtlichen Stressanzeichen außer eben dieses merkwürdige Verhalten. Extrem auffällig ist ihre Anhänglichkeit ihren Besitzern gegenüber, quasi schon recht nah an Verlustangst.

    Diese Besitzer finden das nicht besorgniserregend, sondern eher schön, dass sie so unkompliziert ist. Ich finde das irgendwie schon sehr ungewöhnlich. Ich kenne keinen "normalen" Hund, der sich so verhält.

    Trennt euch mal von dem Gedanken, dass es ein Mops ist (ich wollte die Rasse erst gar nicht erwähnen, weil ich ahnte, dass es dann zu anderen Prognosen kommt), der Hund kann riechen und es ist ihr auch nicht zu anstrengen und sie kippt nach einem Suchspiel auch nicht um.

    Ich hatte mal bei google recherchiert, das einzige, was ich gefunden habe ist, dass es auf eine unsicher ambivalente Bindung hindeuten kann, dass der Hund sich nicht auf seine Besitzer verlassen kann, sie nicht aus dem Auge lässt und deswegen kein Explorationsverhalten zeigt. Aber ich wollte noch andere Ideen hören oder vielleicht Erfahrungsberichte.

    Der Hund kann riechen, sie kann Leckerlies erschnüffeln und zeigt im Garten oder im Haus (auch fremden Häusern) durchaus Explorationsverhalten. Sie haben noch einen zweiten Mops, der kann seit er alt ist nicht mehr gut riechen und konnte es vorher auch nie herausragend gut hat aber trotzdem ausgiebiges Explorationsverhalten gezeigt mit viel Schnüffeln und Zeitunglesen.

    Überhitzung durch Schnüffeln kann ich auch ausschließen, dann müsste man dem Hund ja anmerken, dass ihm warm ist, bei kaltem Wetter verhält sie sich ja genauso.

    Ich hab mal eine Frage zu dem Verhalten vom Hund unserer Freunde. Die Mops-Hündin ist fast 2 Jahre alt, lebt seit ca. einem 3/4 Jahr bei unseren Freunden. Sie beschäftigt sich auf Spaziergängen null mit ihrer Umwelt, sie läuft einfach nur mit, egal ob mit oder ohne Leine, sie schnüffelt nie am Wegrand, zeigt keinerlei Markierverhalten, kein Zeitungslesen, nichts von dem was Hunde eigentlich sonst so machen. Anderen Hunden gegenüber ist sehr sozial, sie spielt gerne, hat einige Spielbuddys, meist auch junge Hunde, mit denen sie dann richtig über die Wiese fetzt. Wenn keine hündischen Spielbuddys da sind, versucht sie oft ihre Besitzer zum spielen aufzufordern und möchte gerne Interaktion mit ihnen. Wird sie von den Besitzern ignoriert, läuft sie den Besitzern einfach nur dich auf den Fersen hinterher. Ich finde es einfach so ungewöhnlich, dass sie absolut kein Erkundungsverhalten zeigt. Woran könnte das liegen? Ich weiß, es ist schwer ohne den Hund zu erleben da jetzt zu mutmaßen, aber ich habe das bisher noch nie erlebt, außer bei Hunden, die offensichtlich gestresst waren. Aber ich finde nicht, dass sie gestresst aussieht. Sie läuft an lockerer Leine, reagiert unverzüglich auf Ansprache, hört sehr gut, spielt, nimmt Leckerlies.