Beiträge von Lagurus

    Klar, klingt super, ist toll, wenn sie das nach so kurzer Zeit schon annimmt! Sie muss da auch nicht immer schlafen, ist völlig ok, wenn sie auch auf der Couch schläft wichtig ist nur, dass wenn sie das Bedürfnis hat sich zurückzuziehen, das sie es dort tun kann. Und wenn du ihr dort immer wieder schöne Dinge reinlegst, wird der Ort auch immer attraktiver für sie. Bei mir gibt's in der Rückzugsecke auch nach dem großen Spaziergang was zum kauen oder einen Kong zum schlecken.

    Ich bin nach 2 Wochen wieder arbeiten gegangen, da waren die Hunde dann immer 6 Stunden alleine. Und ich habe sie jeweils am zweiten Tag angefangen für kurze Zeit alleine zu lassen, nach einer Woche dann bereits schon mehrere Stunden. Sie mussten sich ja schließlich an den normalem Tagesablauf recht schnell gewöhnen.

    Ja auch von mir die Empfehlung, gewöhnt dem Hund nicht an, dass ihr immer verfügbar und da seit, das kann ganz schnell nach hinten los gehen.

    Ihr betont ja immer, dass ihr gerade so viel Zeit habt. Ihr braucht nicht viel Zeit für den Hund im Sinne von, dass ihr den ganzen Tag für ihn da seid, ihr braucht Zeit im Sinne von Geduld auf einen langen Zeitraum gesehen. Dem Hund tut es nicht gut, jetzt in den Mittelpunkt zu rücken, in dem man ständig für ihn da ist, sei es physisch oder mental.

    Es gibt ja immer wieder Diskussionen darüber, ob man bei Hunden die Vibrissen abschneiden darf oder nicht, bzw. ob es sei einschränkt oder nicht, insbesondere eben bei Rassen wie Pudel oder auch alle anderen Langhaarrassen wo man zumindest die Gesichtshaare stutzt und somit auch die Vibrissen einkürzt. Es gibt ja keine wirklich wissenschaftliche Aussage dazu. Und in Österreich ist das Entfernen der Vibrissen ja sogar verboten.

    Das Marine Science Center der Universität Rostock hat kürzliche eine Untersuchung zum Thema Funktion der Vibrissen bei Hunden durchgeführt. Die Studienergebnisse sind mir leider nicht zugänglich, da sie nicht veröffentlicht wurden, eine Hundetrainerin hatte sie nur kurz in einem Newsletter zusammengefasst. Ist man Mitglied beim VDH oder bei der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung, dann sollte man die dort drüber erhalten können. Laut Newsletter wäre das Fazit der Studie gewesen, dass sie als sensibles Sinnesorgan einzustufen sind. Sie werden durch Außenreize in Bewegung gesetzt und geben die Vibration an Nervenenden weiter, die ab einer gewissen Intensität im Gehirn ankommen.

    Klar, vermutlich jeder, der einen Hund mit kurzem Fell hat, wird schon mal bemerkt haben, dass Hunde auf das anfassen der Vibrissen reagieren. Aber ich als Hundefriseur frage mich, wie sieht es bei Hunden aus, die lange Haar im Gesicht haben, wie die Vibrissen quasi im Fell verschwinden oder wie beim Pudel sogar gewellt sind? Da ich keinen Zugang zur Studie habe, habe ich denjenigen angeschrieben, der die Studie durchgeführt hat. Er sagte mir, dass meine Fragen durch die Studie nicht beantwortet werden können, offensichtlich waren solche Hunde nicht Teil der Studie, bzw. wurde auch nicht getestet ob das teilweise kürzen der Vibrissen zur Funktionseinschränkung führt. Er hat mir aber angeboten im neuen Jahr mal zu telefonieren, um mir Informationen aus seiner Sicht zu geben, die über die Studie hinaus gehen.