Ich würde erstmal ein zweites Geschirr kaufen, mit dem du alles komplett neu aufbaust. Ich würde mir einen Ort aussuchen, wo du das Training immer durchführst, damit der Hund genau weiß, wenn du dich mit dem neuen Geschirr an dem Ort befindest, dann wird er nicht da rein gezwungen. Du fütterst erst mal nur das Geschirr in die Hand nehmen schön. Also du nimmst das Geschirr und wirfst deinem Hund Leckerlies zu, wiederholst das einige Male und legst es wieder weg. Wichtig ist es, den Hund nicht zu locken. er darf ruhig am anderen Ende des Raums stehen. Das würde ich so lange machen, bis der Hund kein Meideverhalten mehr zeigt und idealerweise eine Erwartung auf Kekse bekommt, sobald du an deinem Trainingsort das Geschirr in die Hand nimmst. Dann würde ich ihm kleinschrittig beibringen den Kopf selbstständig durch das Geschirr zu stecken. Immer auf Konfliktsignale des Hundes achten, ich würde hier nur im Wohlfühlbereich trainieren. Falls er auch noch Angst vor der klickende Schnalle hat, wenn du es zu machst, würde ich auch das Geräusch separat trainieren.
Das andere Geschirr würde ich ihm weiterhin kurz und schmerzlos anziehen. Aber nicht in seinem Körbchen. Ich würde die Tür zu dem Zimmer schließen, wo das Körbchen drin ist und dann erst das Geschirr holen, sodass er sich nicht in sein Körbchen verkriechen kann. Wenn das jedes Mal eine halbe Stunde dauert, bis das Geschirr an ist, dann macht das für den Hund alles noch stressiger, als wenn du es ihm einfach kurz und schmerzlos drüber ziehst und einfach vorher verhinderst, dass er in sein Körbchen flüchten kann und du somit dem Konflikt aus dem Weg gehst, ihn nicht aus seinem Körbchen herauszuholen.
Ich würde zu Testzwecken auch mal ein Halsband dran machen und gucken, ob er damit freiwillig rausgeht, nur um festzustellen, ob auch das nicht-rausgehen-wollen am Geschirr liegt.