Beiträge von Lagurus

    Ich möchte kein kostenloses Gespräch, sondern einen Termin vereinbaren. Zum Groomer gehen = Termin = bezahlen. Das hab ich auch nicht anders angedacht.


    Aber wenn das natürlich so rüberkommen wird, wenn ich da nachfrage, dann lasse ich das lieber doch. :lol:

    Achso, das hab ich falsch verstanden. Nein, wenn du anrufst und sagst du willst einen Pflegetermin für deinen Hund um UW zu entfernen und so, ist das natürlich nicht missverständlich ;) Und ich finde es auch nicht verwerflich sich einfach nur ohne Pflegetermin beraten zu lassen, wen soll man denn sonst fragen, wenn nicht den Groomer.

    Einfach vorher anrufen, ich pflege auch Kurzhaarhunde und berate auch. Wenn ich einfach nur ein kostenloses Beratungsgespräch mache, fände ich es nur immer schön, wenn man dann auch bei mir zumindest eine Bürste kauft (wenn ich die passende da habe). Der Kunde darf sie dann gerne an seinem Hund vorher ausprobieren.

    Bei Kurzhaarhunden (also sehr kurz und sehr glatt und enganliegen) sind solchen Harken generell nicht so erfolgreich.

    Was man noch ausprobieren kann, fällt mir gerade ein, die Zinken eines Kamms mit einem Haushaltgummi umwickeln und dann schräg damit durchs Fell gehen. Hilft auch oft gut bei Unterwolle.

    Der Zoom Groom holt keine Unterwolle raus, der ist nur für Deckhaar. Eine Zupfbürste eignet sich da schon viel besser, die sind aber auch nicht alle gleich gut, bzw. funktionieren nicht bei jedem Fell gleich gut.

    Bei Hunden mit sehr kurzem Fell und Unterwolle muss ich ja leider zugeben, daß sowas wie der Metall Furminator am besten funktioniert was die Unterwolle angeht. Alternativ auch ein stumpfes Trimmmesser. Ist aber nicht sonderlich schonend fürs Deckhaar.

    Gib dem Hund Hilfe, bzw. vermeide solche Situationen und strafe ihn nicht. Das ist eine Übersprungshandlung, die er sicher nicht bewusst und gezielt ausführt, das zu strafen finde ich fies. Hier dürfte keiner so mit meinen Hunden spielen, dass die so sehr hoch gepusht werden und anfangen blöde Sachen zu machen.

    Ob ich das Geschirr dran lassen würde, würd eich danach entscheiden, ob der Hund auch ein Problem mit dem dauerhaft angelegten Geschirr hat. Ich hatte am ersten Tag bei Ankunft meines TS Hundes auch das Geschirr dran gelassen, was dazu führte, dass er nur noch platt auf dem Boden lag und sich kaum bewegt hat. Der wurde plötzlich zu einem ganz andern Hun als das Geschirr ab war. Also das würde ich hier individuell entscheiden und erstmal schauen, was genau ist eigentlich das Problem? Das Geschirr anziehen? Das Geschirr tragen? Das rausgehen?

    Ich würde erstmal ein zweites Geschirr kaufen, mit dem du alles komplett neu aufbaust. Ich würde mir einen Ort aussuchen, wo du das Training immer durchführst, damit der Hund genau weiß, wenn du dich mit dem neuen Geschirr an dem Ort befindest, dann wird er nicht da rein gezwungen. Du fütterst erst mal nur das Geschirr in die Hand nehmen schön. Also du nimmst das Geschirr und wirfst deinem Hund Leckerlies zu, wiederholst das einige Male und legst es wieder weg. Wichtig ist es, den Hund nicht zu locken. er darf ruhig am anderen Ende des Raums stehen. Das würde ich so lange machen, bis der Hund kein Meideverhalten mehr zeigt und idealerweise eine Erwartung auf Kekse bekommt, sobald du an deinem Trainingsort das Geschirr in die Hand nimmst. Dann würde ich ihm kleinschrittig beibringen den Kopf selbstständig durch das Geschirr zu stecken. Immer auf Konfliktsignale des Hundes achten, ich würde hier nur im Wohlfühlbereich trainieren. Falls er auch noch Angst vor der klickende Schnalle hat, wenn du es zu machst, würde ich auch das Geräusch separat trainieren.

    Das andere Geschirr würde ich ihm weiterhin kurz und schmerzlos anziehen. Aber nicht in seinem Körbchen. Ich würde die Tür zu dem Zimmer schließen, wo das Körbchen drin ist und dann erst das Geschirr holen, sodass er sich nicht in sein Körbchen verkriechen kann. Wenn das jedes Mal eine halbe Stunde dauert, bis das Geschirr an ist, dann macht das für den Hund alles noch stressiger, als wenn du es ihm einfach kurz und schmerzlos drüber ziehst und einfach vorher verhinderst, dass er in sein Körbchen flüchten kann und du somit dem Konflikt aus dem Weg gehst, ihn nicht aus seinem Körbchen herauszuholen.

    Ich würde zu Testzwecken auch mal ein Halsband dran machen und gucken, ob er damit freiwillig rausgeht, nur um festzustellen, ob auch das nicht-rausgehen-wollen am Geschirr liegt.

    Hunde mit Deprivationssyndrom sind von sehr viel Angst und der Unfähigkeit zu lernen geprägt, Angst vor allem Neuen, Neophobie. Manche deprivierten Hunde brauchen Jahre, bis sie überhaupt auf ihren Namen reagieren. Der Staff der TE ist nicht von Angst geprägt, sie macht Kopfarbeit mit ihm, geht 1,5 Stunden Gassi in den Wald. Mit einem deprivierten Hund waren wohl schon 5 Minuten vor der Tür zu viel. Geschweigedenn, dass man ihm irgendwelche Kopfarbeit oder Suchspiele beibringen könnte innerhalb von 4 Monaten.