Beiträge von Lagurus

    Ja, weil der Hund, nicht nur in aufgeregten Situationen Futter bekommt.

    Er bekommt ja (hoffentlich) auch nicht nur Futter, wenn er irgendwelche Kommandos dafür ausführt, trotzdem bezweifelst du ja nicht, dass das eine verstärkende Wirkung hat, denn das ist ja das, was du damit bezweckst, wenn du mit Futter belohnst.

    Natürlich hat Futter eine verstärkende Wirkung. Es verstärkt das Verhalten, was man belohnt. Aber der Hund nutzt nicht plötzlich Futtersuchen als Stressbewältigungsstrategie, nur weil man mit Futter als Belohnung arbeitet. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Da müsste schon gewaltig was schief laufen.

    Wenn der Hund aufgeregtes Verhalten zeigt und dafür Futter bekommt, dann bezweifelst du, dass das verstärkend wirkt und dass da irgendeine ungewollte Verknüpfung entstehen kann, schließt du aus? Naja, ok.

    Ja, weil der Hund, nicht nur in aufgeregten Situationen Futter bekommt. Dann müssten ja nahe zu alle Hunde Staubsauger sein, die ich kenne, wenn an deiner Theorie irgendwas dran wäre.

    Meine Hunde bekommen sogar besonders viel Futterbelohung in Stresssituationen, trotzdem suchen sie draußen nicht nach essbaren, schon gar nicht, wenn sie gestresst sind.

    Vor allem das "als Spiel getarnte provozieren" bei ChatSauvagee hilft mir gerade, bei den Spielaufforderungen meiner Alma gegenüber meiner Elsa genauer hinzusehen - da hatte ich nämlich schon länger ein etwas unsicheres Gefühl.

    Spiel ist unter erwachsenen Hunden in den allermeisten Fällen eine nette Art Konflikte zu klären. Schau mal noch Konfliktanzeichen beim Spiel, wie Züngeln, Schütteln, Kopf abwenden, etc.

    das Video kommt mir so bekannt vor, war das schon mal im Körpersprache-Thread? Auf jeden Fall sehe ich daran total gut, dass meine Antennen noch nicht fein genug sind. Aber ich übe!

    Ich hatte es mal in meinem eigenen Thread gepostet.

    Momo und Lotte Das ist ein absolut spannendes Thema und ich finde es wirklich nicht einfach Konflikte zwischen Hunde früh zu erkennen. Da braucht man wirklich ein sehr geschultes Auge. Auch Hunde, die augenscheinlich nicht miteinander agieren, die den Blicken des anderen ausweichen, das alles ist Kommunikation. Da muss es noch nicht mal für uns Menschen offensichtliche Interaktion geben.

    Bei Kontaktliegen ist auch die Frage, wer hat das Bedürfnis nach Kontaktliegen, geht es nur von einem Hund aus und erträgt es der andere nur? Wer legt sich zum wem? Konfliktpotenzial wird auch erhöht, wenn das Stresslevel steigt. Da muss es draußen nur mal eine unangenehme Fremdhundebegegnung zu viel gewesen sein und die Zündschnur wird auch innerhalb des "Rudels" kürzer. Keine Mehrhundehaltung kommt ohne Konflikte aus, bei manchen eben mehr und bei anderen weniger. Manche leiden auch einfach still, je nach Hundetyp.

    Und die Körpersprache unserer Hunde ist so unglaublich fein. Achte mal bei dem Video auf Bettys Ohren und Augen, als Luigi in ihre Richtung kommt, bzw. als er wieder weg geht. Zwischen den beiden hat es noch nie geknallt, aber Konflikte haben die beiden wie in jedem Mehrhundehaushalt auch.

    Wenn sich Hunde beißen und es knallt kommt das nie ohne Vorboten. Sie werden nur nicht von uns Menschen gesehen. Ich bin weiß Gott auch nicht in der Lage alles zu sehen, ich halte mich für ziemlich blind.

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    Ich würde bei Hunden, die Probleme mit Manipulation haben, auch ganz viel über Ankündigungen arbeiten. Dem Hund also immer das gleiche Signal sagen, bevor du dich zu ihm runterbeugst oder ihn anfässt, z.B. für Geschirr anziehen / anleinen / ableinen / MK anziehen, etc.. So kommt es weniger zu Missverständnissen, der Hund hat Erwartungssicherheit, was passiert und muss nicht immer versuchen dich zu lesen, damit er weiß, was du vor hast. Und dazu dann natürlich noch ein entsprechendes Training, um die Manipulation ertragen zu lernen.

    Ich kann mit der Theorie Stress und vermehrt Futtersuchen auch wenig anfangen.

    Ich benutze gerne schönfüttern, in Stresssituationen nehmen zwei meiner Hunde leider oft gar kein Futter an

    Es gibt Hunde, die nehmen kein Futter unter Stress und es gibt Hunde, die sind Stressfresser.


    Allerdings bezweifle ich stark, dass das belohnungsbasierende Arbeit mit Futter in Stresssituationen Staubsaugerverhalten fördert.

    Ich wohne hier direkt am Fluss und werde auch morgens immer von Mücken belästigt. Ich sprüg mich einfach mit thailändischem Anti-Mücken-Spray ein, dann lassen die mich in Ruhe. Das zeug ist mega, riecht gut und wir lassen es uns entweder von Leuten aus Thailand und Bali mitbringen oder decken uns selbst mit vielen Flaschen ein, wenn wir mal wieder da sind xD