Beiträge von TazWurst

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    4. Das musst du mir einfach mal glauben: Ein Bloodhound interessiert sich in der Regel auf dem Trail überhaupt nicht für das, was hinter ihm passiert. Er lebt in seiner eigenen autistischen Nasenwelt, total fokussiert auf den Geruch. Deswegen laufen die auch auf dem Trail gegen Autostoßstangen, fallen um, stehen wieder auf und trailen weiter. Bei Hunden wie Border Collies ist das völlig anders. Sie reagieren auf den kleinsten Impuls der Suchleine. Und sie gucken viel mehr nach hinten auf das, was der Hundeführer macht. Ein Border Collie erkennt schon, was du vor hast und in welche Richtung du dich bewegst, wenn du gerade den Gedanken gefasst hast. Der liest die erste Millimeterbewegung deiner Schulter und reagiert darauf.


    Prima, das das bei dir nicht negativ angekommen ist. War auch überhaupt nicht so gemeint. Ich habe ja auch schon gesagt, das Fotos sehr nett sind aber Videos sehr viel aussage kräftiger. Da hätte ich es wahrscheinlich anders gesehen.
    Die Bloodhounds, die ich bis jetzt im Training gesehen habe sind schon ein ganz andere Welt. Da kann ich nicht viel lesen. Dazu fehlt mir völlig die Erfahrung.
    Bei meinen Aussies hast du aber völlig Recht. Da brauche ich nur eine Richtung "vorzudenken" und es geht dahin. Deshalb bin ich ja auch so kritisch was das betrifft.
    Ich kann mich noch gut an einen Blindtrail erinnern wo ich meinem Flanke noch gesagt habe "Boh, ich denke schon wieder. schrecklich, ich kann das nicht abstellen" Und prompt lief Apple in die gedachte Richtung, zeigt alle Anzeichen von "hier ist es richtig" und natürlich war es falsch. Das hat sie dann erst recht spät gemerkt. Aber sie hat es gemerkt. Mein Flanker hat mich nämlich im Glauben gelassen.
    Mittlerweile kann ich es ganz gut abstellen. Aber ganz frei sprechen kann ich mich immer noch nicht. Wir trailen ja auch erst 2.5 Jahre :???:


    Das Schöne am Trailen ist auch, dass ich immer wieder denke, jetzt klappt es wirklich gut, viel besser als vorher. Und ein halbes Jahr später, denke ich das wieder.



    Danke noch einmal für die ausführliche Erklärung. Ich lerne gerne immer wieder was dazu. Und aus den Erklärungen kann man viel lernen.

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    :???: Also ich weiß nicht, welche Tupperdosen du so hast, aber ich sehe null (!) Unterschied, obs n kleines Döschen ist oder ne Tube. ;) Mag vielleicht eher ein persönliches Empfinden sein.


    Ich finde, das da schon ein Unterschied ist. Die Tupperdose hältst du deinem Hund hin und er kann sich draus bedienen. Eigentlich kann er das auch komplett ohne dich. Klar dauert das bei kleinen Dosen länger aber es ist halt ein Vorgang, an dem du nicht beteiligt bist.
    Die Tuben haben den Vorteil, dass die Hunde dich persönlich brauchen um dran zu kommen. Das verstärkt die Bindung und das Teamgefühl auf das es beim Trailen ankommt.


    Das gilt natürlich nicht für jeden Hund. Bei denen, wo die Finger extrem gefährdet sind, verschwindet die ganze Tube im Maul. :ugly: Da besser nicht.

    Das hat sich wirklich bewehrt:


    http://www.alsa-hundewelt.de/s…go/p/990033/frischebeutel


    Oder such mal nach "Leberwurst Tube"


    Das ist wirklich perfekt. Für die Hunde der absolute Jackpot und sie bekommen es von dir nicht einfach nur hingeworfen sondern werden von dir nach und nach belohnt. Du musst halt die Tube ausdrücken und sie bleiben in der Aufmerksamkeit bei dir und nicht bei der Tupperdose, die du ihnen nur hinhältst. Ausserdem kannst du bei den Tuben auch noch die Menge variieren. Je nach "Leistung".
    Manchmal gibt es die Tuben bei den Discountern für unter einem Euro. Die sind zwar dann für "Katzen". Aber das stört die "Hunde" nicht :)

    Schöne Fotos. Besonders mit der Erklärung dabei. Spannend ist auch, dass schon aus den Fotos ein "Arbeitsstil" zu erkennen ist. Ich selber bin da etwas anders unterwegs. Das liegt aber auch an dem Aussi im Team :)


    Das nachfolgende bitte nicht falsch verstehen. Das ist keine Kritik und ich sehe bei mir das gleiche, wenn ich gefilmt werden: Auch ohne zu wissen wo die VP ist, kann ich das an deiner Körperhaltung sehen. Damit kann ich bei Fotos zwar völlig daneben liegen, aber die gezeigten Fotos passen. Bei einem Film ist das besser zu erkennen.
    Achte zum einen mal auf deine Ausrichtung, die geht ab 12 eindeutig Richtung Fuß der Treppe und selbst die erhöhte Position der VP ist ab dem 11. zu erkennen. Du bist ab dem Foto viel grader aufgerichtet als vorher auf den Bildern.
    Sieh dir das mal aus diesem Blickwinkel an. Wenn es nicht so ist, vergiss es. Aber ich ertappe mich selber immer bei solchen Aktionen und versuche krampfhaft daran zu arbeiten, dass ich über so etwas den Hund beeinflusse. Das passiert so schnell.


    Andreas

    Moin Sandra,


    die rein technische Antwort: nach Sekunden! Der Hund kann die Richtung einer Spur riechen, also Partikel unterschieden, die nur Sekunden älter sind. Aber...


    Die Antwort für den Trainingsaufbau: Eine Spur verfolgen können alle Hunde von Geburt an. Wir müssen ihm nur die Chance geben, das in vielen verschiedenen Umgebungen zu trainieren.
    Es geht also eher darum, Abwechslung ins Training zu bringen. Und das geht am Besten in unterschiedlichen Orten.


    Andreas

    Und was ist da jetzt bei pettrailing anders? Der einzige Unterschied sind die Anzahl der Beine der VP???


    Du musst für dich und deinen Hund deine persönliche Methode finden. Und die ist garantiert nicht in ein Schema von irgendeinem Guru zu pressen. Glaub mir, wenn du die meisten davon trailen siehst, wird es echt gruselig.
    Ich traile jetzt seid 2,5 Jahren zwei Mal die Woche, und habe jetzt eine Methode gefunden, die für mich und einen meiner Hunde passt. Die passt aber nicht auf meinen Nachwuchs und das sind Mutter und Tochter.
    Es gibt nicht DIE Methode, es gibt nur DEINE.


    Und mit dieser findest du Menschen und Hunde :)

    Hallo Tomek,


    was trailt ihr denn jetzt? Welches Lebewesen lässt sich denn ohne Leinenhandling verfolgen? Mal von Hasen und Rehen im Wald abgesehen :)


    Andreas

    Wir trailen auch aus reiner Spass an der Freude. Und zwar zwei mal die Woche bei jedem Wetter und im Winter auch im Dunkeln.
    Trotzdem, lasst es doch jeden machen wie er Spass dran hat. Es kommt doch auch immer auf den eigenen Anspruch an.

    Hallo Jana,


    was ist denn mit dem Niggeloh? Bei unseren Aussies passen die gut. Wenn deine Borderdame ähnlich gebaut ist, müsste es passen.
    Ansonsten empfehle ich jedem die Geschirre am eigenen Hund auszuprobieren. Jeder ist anders gebaut und bei jedem sitzen sie anders.


    Andreas

    Hallo Ralf,


    nee, sogar aus zwei Gründen.
    1. Stell dir vor, dass wenn ihr auf der halben Strecke durch das Tal seid, der Wind dreht und der Hund keinen Geruch mehr bekommt. Dann steht ihr mitten in der Pampa und wisst - beim Blindtrail - noch nicht mal wo ihr von "richtigen" Trail abgekommen seid. Euch bleibt dann nur noch auf "Start" zurückzugehen und von Vorne anzufangen. Und das ist unabhängig ob das ein beschwerliches Tal oder die grüne Wiese ist.
    2. Ich möchte gerne das meine Hunde max. eine Leinenlänge abweichen. Und das auch noch nicht mal. Je nach Wetterlage ist der Trail natürlich nicht da wo er mal verlief. Aber abweichen von dem aktuellen Verlauf sollte er nicht.
    Sollte dein Hund wirklich darüber wollen und es war nicht nur ein " ich habe es gerochen aber der Trail ist wo anders", dann hat er noch nicht verstanden was du von ihm möchtest. Daran solltet ihr arbeiten.


    Andreas


    PS. lauft ihr wirklich mehr als 1,2 km lange Trails durch den Wald? Was war denn da das Trainigsziel?