Beiträge von Nebula

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    Was ich tatsächlich nicht ganz verstehe: Man hat einen Hund, angenommen...einen DSH. Stehohren sind da vorgeschrieben. Der eigene Hund hat aber ein Kippohr und das wird "gerichtet". Er wird dann auf der Show zuchttauglich geschrieben, wenn die Optik passt ja. Aber WAS bringt das dann der Rasse und dem Standard, wenn dieser Hund dann wahrscheinlich über die ein oder andere Ecke das Kippohr weitervererbt? Dann hat man doch irgendwann nurnoch Hunde in der Rasse/Linie, die getaped werden müssen, um überhaupt "richtig" zu sein? Und das kann doch nicht das Ziel sein, oder?

    Ich weiß nicht wie es beim DSH ist - aber mittendrin hat beim Collie schon mehrfach geschrieben, dass Stehohr Collies auch "richtige" Kippohren vererben. Andersrum muss eine Verpaarung von KippxKipp nicht zwingend Kippohren ergeben. Deshalb ist es völlig egal, wie die Ohrstellung ist, man kann es nur wenig beeinflussen. Da spielen einfach viele Faktoren mit rein wie Breite des Ohres, Dicke, Größe allgemein und Knorpelbeschaffenheit.

    Das weiß so ziemlich jeder mit einem Collie... Auch die Richter.

    Der Standard gibt eben nur das "Idealbild" der Rasse ab. Tatsächlich weicht aber jeder Hund mehr oder weniger ab, und beim Collie sind das eben oft die Ohren.
    Und was können die Richter dafür, wenn da eben Kippohren steht. Dann können sie den Stehohrhund nicht bevorzugen, egal wie gut er sonst ist, obwohl es genetisch ja Quatsch ist, denn er kann trotzdem schöne Ohren vererben, so wie der andere auch schlechte Ohren vererben kann.

    Und es wurde schon gefühlte 100x gesagt: Den Standard kann keiner so einfach ändern. Dass muss das Ursprungsland machen.

    Wie geht man also mit der Situation um? Man klebt die Ohren, um mit den Hunden mithalten zu können, die das natürlich haben. Denn sonst würde die Rasse wohl kaputt gehen, wenn von 5 Hunden der mit den Kippohren, aber mit sonstigen Mängeln bevorzugt wird, obwohl es ja für die Vererbung keine große Rolle spielt (was man wohl zu Zeiten, wo der Standard geschrieben wurde, nicht wusste). Und es steht eben im Standard, dass die Ohren von größter Wichtigkeit sind....Also kann man sich da leider Gottes auch nicht rausreden/es anders hindrehen.

    Die Ohren etwas zu beschweren ist dem Hund herzlich egal. Würden sie darunter wirklich leiden, fände ich das auch nicht ok, aber wenn dem Hund das selbst kaum auffällt - was solls.

    Bevor Livi zu uns kam war Nova auch kaum ruhig zu kriegen, wenn ein anderer Hund anwesend war. Weil für ihn andere Hunde grundsätzlich Spaß bedeutet haben, egal wie desinteressiert sie waren...

    Seit sie nun aber da ist ist er da cooler geworden. Man muss nicht mehr mit jedem Hund spielen, mal hingehen und schnuppern, ja, das will er immer noch aber er regt sich nicht mehr so furchtbar auf und kann andere Hunde auch einfach mal in Ruhe lassen. Als wir im Restaurant waren, war die junge Hündin meiner Tante auch dabei, die war ihm völlig wurscht, es war eher die Kellnerin die ihn ständig aufspringen ließ, weil sie ja immer was in der Hand hatte :D Könnte ja was essbares für ihn sein.

    Die ersten 3 Tage mit Livi war sie aber noch furchtbar spannend. Dann ging das sich-auch-mal-zurückziehen los.

    Kann aber natürlich auch alles am Alter liegen.

    Ach, ich finde auch vieles daneben, was manche Leute mit ihrem Hund machen (Geburtstag feiern zB. :hust: )

    Aber solang die Hunde nicht drunter leiden, geht mich das doch nix an.

    Deshalb finde ich Kuppieren aus ästetischen Gründen auch schlimm, denn das fügt Schmerz zu. Richtig gemachtes Kleben, nämlich so, dass es den Hund nicht stört, finde ich nicht so mega dramatisch, wie das manche hier hinstellen..

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    Wenn man den Unterschied nicht erkennt... :hust:
    Wenn mir an den Beißerchen was fehlt, mirs den Kiefer auseinanderdrückt dann stört das erheblich mehr als ein Segelohr oder nicht? Wenn der Hund nen schiefen Zahn hat dann bleibt der schief ausser ich merke der Hund hat Ärger damit, genauso wie bei Ohren, Wolfskralle etc.

    es gibt aber Leute hier, die finden ne Zahnspange beim Hund total ok, aber tapen geht gar nicht :irre3:

    Zahnspange tut sogar weh.

    Und worum es mir hauptsächlich ging, du aber wohl nicht verstanden hast (oder verstehen wolltest), dass Hunde mit gerichteten Zähnen in die Zucht dürfen, ebenso wie Hunde mit gerichteten Ohren (ich rede vom Collie) - aber es bei den Ohren scheinbar Betrug ist.

    Im Grunde dreht sich doch das Thema im Kreis. Die einen glauben nicht, dass es den Hund nicht stört und finden es ganz furchtbar schlimm, der Rest hat es gesehen/gemacht und weiß, dass es den Hund völlig egal ist und nehmen dann den bisschen "Aufwand" (und das ist wirklich nur eine Kleinigkeit, jeder langhaarige Hund muss mit seinem Fell mehr Zippeleein mitmachen) in Kauf.

    Dass es auch Leute gibt, die das falsch machen, ist klar und da tun mir auch die Hunde leid. Das ist aber nicht das Ziel.

    Übrigens darf man mit Hunden, die einen schiefen Eckzahn hatten und der mit "Zahnspange" gerichtet wurde zur Zucht einsetzen (zumindest beim Sheltie hab ich das so mitbekommen). Und keine Ahnung, wieso bei Zahn-Sachen alle meinen das sei nur gesundheitlich. Das ist es in den wenigstens Fällen :???: Meistens können die Hunde damit super leben. Und son schiefen Eckzahn könnte man auch einfach ziehen, den gerade zu rücken ist immer noch kosmetisch.

    Aber das ist natürlich was gaaaaaanz anderes :roll:

    Aber ganz selten wird das der Gesundheit wegen gemacht. Nur in so krassen fällen wie bei mir, ja. Sonst sind das kosmetische Sachen.

    Ich finde, das muss man auch nicht unbedingt verstehen müssen. Aber dieses lächerlich machen finde ich halt nervig :roll: Frauen benutzen Make up, manche mögens manche nicht. Da gibts kein richtig oder falsch.

    LHC's plüscht man auf der Ausstellung auch auf, wie viele andere langhaar Rassen und gaukelt dadurch mehr Fellmasse vor. Das ist eben eine Show, das hat nicht zwingend was mit Realitität zu tun. Und beim Collie stehen eben 2/3 Kippohren im Standard, ob man will oder nicht, jeder weiß, dass geklebt wird, auch die Richter, weil es natürlich 1. so vorgegeben ist und man so immer einem Hund vorgezogen wird, der Stehohren hat und 2. viele die Kippohren einfach schöner und ansprechender finden (wie es auch Stehohr-Liebhaber gibt, keine Frage) und 3. man nicht sagen kann, wie die Ohren vererbt werden. Und 4. haben die KHC eh schon einen kleinen Genpool, da jucken doch keinen die Ohren....

    Ich akzeptiere, wenn jemand sagt, er will nicht kleben und kann damit nix anfangen, mein Freund sieht das ja ebenso. Aber dann kann man diejenigen, die es tun, doch soweit vertrauen, dass sie dem Hund keinen Schaden damit anrichten und ihnen sonst was vorwerfen, ohne das direkt gesehen zu haben....

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    Beim Kind ist es sinnvoll, weil das Kind ja später auch was davon hat.


    Was hat es denn davon?

    Dass andere Leute das Kind schöner finden? Ist doch unwichtig, die inneren Werte zählen. Wer es nicht so nimmt wie es ist hats doch eh nicht verdient und ist oberflächlich.... oder nicht? ;)

    Wieso stellst du egt die Frage, wenn du eh bloß das eine hören möchtest?

    Passt grade so schön:

    Ich hatte 10 Jahre lang ne Zahnspange, und das war zwischenzeitlich wirklich wirklich schmerzhaft.

    Was bin ich heute froh, dass meine Eltern mich nicht so genommen haben wie ich bin :roll: (konnte die Unterlippe zwischen meine oberen Schneidezähne schieben, so stand der eine Zahn hervor)

    Klar kann ein Hund das nicht verstehen und es ist ihm herzlich egal. Aber auch bei der Zahnspange spielt Eitelkeit mit rein, oder wieso korrigiert man das sonst?

    Ich beziehe mich wie immer auf den Collie. Da ist die Ohrhaltung (und-vererbung) eben ein großes Mysterium, wie ja schon häufiger gesagt wurde.
    Außerdem schreiben die Züchter auch gern mal dazu, wenn die Kippohren natürlich sind. Wenn man da also Wert drauf legt, dann bitteschön. Dann wirds aber eng mit den wirklich wichtigen Kriterien.