Der Kurzhaarcollie scheint mir ein aufgeweckter, aktiver Hütehund zu sein, der schon fast als Allrounder gesehen werden kann. Ist das so richtig? Wie häufig ist dieses hütehundtypische, extreme Interesse an Bewegungsreizen und die Schwierigkeit, runterzukommen?
Da hast du recht, KHCs sind generell durchaus aktiv, machen (fast) alles mit und sind sehr lernfähig. Auch ich mache seit kurzem mit meinem Rüden Mantrailing, ebenso wie sein Wurfbruder - beide haben sehr viel Freude dran ![]()
Ich denke völlig frei von den Hütereigenschaften sind sie nicht, auch sie neigen zu Geräuschempfindlichkeit, Sensibilität auf Bewegungsreize und generell gibts auch da Exemplare, die das Herunterfahren erst lernen müssen. Aber das ist es eben: Sie lernen schnell und möchten alles richtig machen, weshalb es relativ einfach ist sie dahingehend in die richtigen Bahnen zu lenken. Und ich denke wenn du einen Mali Mix hast, wird ein Collie dich nicht überfordern, ich würde sie im Vergleich als gemäßigter als Mali/BC/Aussie oder Sheltie einordenen.
Beim Collie fällt die höhere Aggressionsbreitschaft weg, sie haben eine eher hohe Reizschwelle und mehr Tendenz zum Rückzug als nach vorne zu gehen. Die meisten Collies die ich kenne sind keine Raufbolde, im Gegenteil, eher bedacht und zurückhaltend, aber freundlich.
Wie steht es denn mit Kurzhaarcolliebesitzern? Da interessiert mich auch noch der Unterschied zwischen den amerikanischen und den britischen Linien... Also falls jemand was weiß?
Hier in Deutschland wirst du kaum reine britische Linien finden - die allermeisten sind Mischlinien, so wie meine. Generell sind Amis neben den körperlichen Unterschieden (die sind ein ganzes Stück größer, kräftiger, schwerer, plüschiger) etwas offener und nicht so reserviert, mehr "Gute-Laune-Hunde" und weniger ernst. Bei den gemischten Linien kann man jede Nuance finden, wenn man weiß, was man möchte und wo man suchen muss.