Beiträge von Nebula

    @bordy ich kann dir nur sagen, was ich von anderen Züchtern mitbekommen habe.

    Demnach steigt das Risiko beim älteren Rüden auch für Missbildungen und eine Bekannte mit älterem Rüden (7j) ohne Deckerfahrung musste ein Spermiogramm machen - und daher wird bei uns ein Rüde ab 8J erfahrngsgemäß nur noch selten zum Decken genommen. Unter anderem, weil viele dann schon genug Würfe haben und ein Rüde nun wirklich nicht öfter als 7-8x decken muss.

    Und ja, dann kann man nicht warten bis er 5 ist um Krankheiten auszuschließen. Dafür guggt man sich dann möglichst die Ahnen an - da die Rasse von der Population her auch sehr übersichtlich ist, hat man schnell einen guten Überblick wo was gehäuft vorkommt.
    Und grade bei Epi kann man meiner Info nach nur sicher sagen, dass es genetisch bedingt ist, wenn schon ein junger Hund erkrankt - ansonsten ist die Krankheit zu kompliziert um da irgendwelche Rückschlüsse ziehen zu können (so wurde mir das erklärt).

    Ich sag nun nicht, dass ein 12 Monate alter Rüde zwingend decken muss, da es wie gesagt sowieso nicht sehr praxisnah ist.. Aber beides hat Vor- und Nachteile.

    Dem Rüden schadet es vielleicht nicht, aber die meisten Rassen sind in dem Alter einfach noch nicht "Fertig". Weder körperlich, noch geistig. Man kann also nur Mutmaßen wo die Reise hingeht.
    Auch diverse Krankheiten entwickeln sich erst später und darüber, ob der Hund auch längerfristig Leistungsfähig bleibt kann man nichtmal mit 2 wirklich eine Aussage treffen.

    Leistungsfähigkeit ist nun nur ein Gebrauchshundeproblem.

    Viele Krankheiten treten erst im Alter auf. Irgendwo muss man halt eine Grenze ziehen. Kann ja dann der Züchter selbst entscheiden, ob er so einen jungen Rüden tatsächlich schon nehmen will. Wenn er ab 7 Jahren noch nicht gedeckt hat verlangen andere wiederum ein Spermiogramm, weil dann die Qualität der Spermien wieder sinkt.

    Irgendwo muss halt ein Kompromiss her.

    Ich hab grade mal nachgeschaut und diverse Körberichte von früher gefunden, in denen vom 9 oder 10 Monate alten Hund gesprochen wurde.

    Allerdings ist das Datum vom Bericht und das Datum der Körung abweichend, das gibt es heute nicht mehr. Der Hund wird gekört und kriegt an diesem Tag einen Körbericht, das hatte mich verwirrt.

    Sorry für den Fehler.

    Ja, fand ich auch krass. Zumal das Röntgen dann ja auch irgendwie nichtssagend war.

    12 finde ich aber generell nicht sooo schlimm. Wie gesagt passiert es sowieso nur ganz selten, dass ein Rüde deckt bevor er 2 Jahre alt ist. Wir haben mit 15 Monaten kören lassen, da war noch lange nix in Aussicht und das ist völlig normal. Und welchen Nachteil hat der Rüde an sich davon? Wenn er nicht reif genug dafür ist dann deckt er halt einfach nicht.

    Dazu kommt, dass man auch erst ab 12 Monaten röntgen darf und das bei der Körung ausgewertet sein muss. Das dauert auch nochmal ein paar Wochen und im Winter gibts wenig Körveranstaltungen. Also bei Punkt 12 Monaten kören lassen ist gar nicht so einfach, und dann muss die Hündin auch grade läufig sein.

    Zur Wesensfestigkeit:

    Egt soll man Wesenstests ja möglichst früh machen, damit man die Anlagen besser beurteilen kann. Sonst ist vieles auch erlernt und das vererbt sich ja nicht. So wurde mir das mal erklärt.

    find ich persönlich ja krass früh
    ich mein, in wie weit kann man beim nem so jungen Rüden von Charaktereigenschaften, Wesensfestigkeit etc. sprechen?

    Sucht man sich echt so junge Rüden aus? Oder ist das nur "möglich"?

    das wurde erst hochgesetzt ;) Früher konnte man ab 9 Monaten, glaube ich.

    Ne, so früh nimmt den eh keiner. Höchstens der eigene Züchter.

    Casanova:
    -bettelt, dabei springt er auch mal
    - bellt ab und zu wegen Leuten/Geräuschen, die ihm nicht geheuer sind
    - fiept bei Hundebegegnungen an der Leine und muss gehändelt werden sonst steigert sich der Frust ins Kläffen und Ziehen
    -frisst Menschenkot wenn er zufällig drüber stolpert

    Livi:
    - springt sehr auf Bewegungsreize an, jagt also alles mögliche mal mehr mal weniger - wenn sie ganz komisch drauf ist sogar Autos
    - dreht durch wenn wer in Sichtweite Bällchen wirft oder ein Hund (an den sie nicht ran darf) ein Spieli hat
    - frisst Pferdekot, Schafskot, Kaninchenkot, Katzenkot, Menschenkot
    - wälzt sich in Kacke und toten Tieren
    - springt Leute an (aber nur draußen, wenn sie sie anquietschen und sie hochfährt).
    - klaut Essen von Tisch wenn man nicht im Zimmer ist
    - bettelt

    |)

    achja:

    Ich würde mit Sicherheit einen Welpen (Rüden) nehmen, wenn ich könnte.
    Und auch den wieder zuchtfertig machen, sollte er sich gut entwickeln ;)

    Die Frage stellt sich bloß nicht, weil mehr als 2 nicht drin sind.

    Mich würde es auch interessieren wie sich die Welpen entwickeln und was für Hunde sie werden. Finde ich schön und spannend, wenn man Züge seines Hundes wiedererkennt. Und auch wie anders das Ergebnis mit verschiedenen Hündinnen ist.

    Genetik ist einfach super spannend (für mich), und mit dem eigenen Hund doch gleich noch mehr :D

    Ich denke der Trend kommt auch davon, dass die Zeiten wo alles sofort kastriert wurde vorbei sind, der gute Kontakt zu den Züchtern/Wurfgeschwistern/anderen Rasseleuten besteht und ja auch im Bereich Röntgen und Feedback immer mehr Einsatz vom Welpenkäufer erwünscht ist. Grade in meiner Altersklasse finde ich extrem viele, die ihre Hunde für die Zucht fertig machen und da auch wirklich Interesse dran haben und soweit auch vernünftg an die Sache rangehen.

    Ich finde das prinzipiell gut. Grade an viel Rüdenauswahl sehe ich nichts schlechtes. Wenn ein Rüde wirklich nicht gut geeignet ist wird er eher keine Anfragen haben, wenn aber gar keine Auswahl besteht muss ja auf die gleichen zurückgegriffen werden. Aber das ist wohl eher Thema bei den kleinen Populationen.

    Das A und O ist aber immer die Ehrlichkeit. Was nützt es den Welpen, Dinge zu verschweigen? Rein gar nix. Sehe aber auch den Züchter in der Pflicht auch mal genau hinzusehen und Dinge zu erfragen. Was nützt ein genetisch freier Hund, wenn er Allergien wie doof hat. Oder ein zu labiles Wesen. Oder sogar Epi, wenns ganz dumm läuft.

    Ich für meinen Teil finde die Rasse an sich einfach erhaltenswert und würde wohl sogar selbst züchten, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte - auch weil mich Trächtigkeit, Aufzucht und Vererbung schon als Kind interessiert hat.

    Deshalb tue ich das "Mindeste" und stelle meinen Rüden der Zucht zur Verfügung. Er hat ein sehr umweltsicheres, verträgliches und angenehmes Wesen (und das ist auch nicht selbstverständlich beim hypersensiblen, nervösen Collie), ist klinisch gesund und hat einen schönen Exterior. Er hat natürlich trotzdem seine Fehler und ist genetischer Träger von DM und MDR1 und hat keinen "besonderen" Stammbaum, weshalb er nie oft decken wird - aber das soll er auch gar nicht. Ich würde ihn nie popular Sire werden lassen, ich weiß was das anrichten kann. Er hat die Körung mit Bravour bestanden und die höhere (von 2) Klassenstufe erreicht.

    Letztendlich möchte ich einfach meinen Teil dazu beitragen, damit ich auch in 10-15 Jahren nochmal einen gesunden, wesensfesten Kurzhaarcollie kaufen kann. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und bei einer so seltenen Rasse zählt einfach jeder gute Hund, der in die Zucht geht. Druck von meiner Züchterin hab ich nie bekommen, sie freut sich natürlich und hilft mir so gut es geht aber würde das nie verlangen oder jemanden dazu überreden wollen.