Beiträge von Nebula

    Also wirklich, sie laufen ja nicht nur im Kreis.Sie müssen es den Großteil eines Tage in einer für Hunde völlig reizüberflutet Halle aushalten. Werden meist an der Leine durch die Gegend gezerrt oder in eine Box weggesperrt.
    Das ist schon oft grenzwertig.
    Ausstellungen im Freien sind da sicher etwas hundefreundlicher, aber auch da wären die meisten der anwesenden Hunde gerne woanders, denke ich mal ganz dreist!

    Ganz früher durfte in den Hallen noch geraucht werden....ja das war schon noch heftiger, gerade auch für die Hunde!


    Ich kann schon verstehen, dass es Hunde gibt, für die so enge Ausstellungen nix sind. Ist nicht jedermanns Sache, wie bei Menschen ja auch. Aber Qual? :ka: Kann ja nur von meinen eigenen sprechen, die kuscheln sich zu zweit in die Box ein oder flirten mit Besuchern. Besonders Livi (die ja nur Besucherhund ist) freut sich tierisch über so viel potenzielle kraulende Hände.

    Ich gehe aber auch nicht mit denen an der Leine shoppen. Ist mir einfach zu blöde.

    Ich finde es nur immer so widersprüchlich, dass es ja ganz schlimm ist nach Ausstellungserfolg zu verpaaren und so gar kein Wert auf das Wesen zu legen, während andererseits Ausstellungen absolut unzumutbar sein sollen :???: Sollen Zuchthunde kein belastbares Wesen haben?

    (und nein, ich denke nicht, dass Ausstellungen = Wesenstest hinkommt, denn dafür sind sie zu "einfach", ich finde aber auch nicht, dass der Großteil dort übermäßig gestresst aussieht...)


    Besonders gestresst kommen mir egt vor allem die Besucherhunde vor, die gar nicht ausgestellt werden sondern halt mit zum shoppen gehen müssen, ohne das jemals vorher kennengelernt zu haben.

    Ich werde total oft auf die Hunde angesprochen und gebe gern Auskunft. Wenn gefragt wird dürfen auch gerne Fotos gemacht werden. Ich freue mich über Interesse an meinen Hunden, nur anbrabbeln in der Box ist für mich ein No-Go, da sollen sie auch mal Ruhe haben dürfen.

    @Europa
    Du hast da was falsch verstanden. Man kann Ausstellungen aus persönlichen Gründen furchtbar finden, aber es sagt erst mal überhaupt nicht aus, ob die Hunde auch übertypisiert sind, schlecht gehalten werden, nichts anderes kennen, grottiges Wesen haben, der Züchter ein schlechter Mensch ist etc. denn es ist erst mal einfach ein Hund, ihn auszustellen verändert ihn nicht ins negative.

    Sicher gibt es Linien und Rassen, bei denen auf nichts anderes als Optik wert gelegt wird. Aber wenn jemand so einen Hund kauft, mit ihm nur die nötigsten Ausstellungen macht und mit ihm züchtet, ist es immer noch der gleiche (schlechte?) Hund. Genauso wie es wirklich tolle Hunde gibt, die niemals eine Ausstellung zu Gesicht bekommen oder mit denen nur das nötigste gemacht wurde, obwohl sie durchaus gute Chancen hätten richtig abzuräumen.


    Verstehst du?

    Es gibt sicher sorgfältigere Züchter, deren Hunde wesensfest und fröhlich sind und weniger sorgfältigere, deren Hunde Nervenbündel sind. Aber ob die ausgestellt werden ändert daran nix. Im Gegenteil, ich kenne bei uns mehr Züchter, die sich nicht um Ausstellungen scheren, weil sie sich einfach um überhaupt gar nix scheren (und ihre ungepflegten Hunde auch nicht "öffentlich" zeigen), als andersrum Züchter, die optikfokusiert sind. Kann man sicher nicht verallgemeinern, aber grade durch die Medien wird gern das letzte Bild überwiegend verbreitet und in die Köpfe eingebrannt. Und ja, das gibt es sicherlich auch, aber es sind wirklich nicht alle so. Es gibt die, die bloß für die Körung ausstellen, die, die halt jedes Jahr zur selben kleinen Ausstellung im nächsten Dorf fahren, die, die ganz Europa bereisen und die, deren einziger Lebensinhalt das zu sein scheint.

    Genauso wie Champions nicht automatisch wesensschwache, kranke Hunde sind. Champions sind einfach Hunde, die dem aktuellen Trend (und den gibt es immer, bei allen Rassen, nur die sehr negativen sind hier über die wir reden) entsprechen und in Händen sind, die das eben machen. Mehr nicht. Die sind weder besonders toll noch besonders schlecht, die bekommen dadurch vielleicht einen Tick mehr Aufmerksamkeit, weil sie gesehen werden und mal in irgendeiner Zeitschrift ein Bild auftaucht. Meiner Meinung nach wird Ausstellungen aber einfach viel zu viel Wert beigemessen, die einen, weil sie es als den Inbegriff der Perversion sehen, die anderen, weil sie den Wert eines Hundes anhand der Ausstellungserfolge messen.

    Was ich damit jetzt eigentlich sagen wollte, es gibt bessere und wichtigere Kriterien, als den Züchter danach einzuschätzen, wie er Ausstellungen findet. Frag in lieber worauf er beim Züchten wirklich Wert legt und warum es der Rüde geworden ist. Fahr hin und schau dir die Hunde an. Sagt viel mehr aus.

    @Atrevido
    Ich kenne eben einige C-Hüften, die völlig unauffällig sind und keine einzige, die Probleme macht. Was jetzt natürlich nicht heißt,dass es das nicht gibt, das ist mir schon klar.
    Bei uns wird auch nur für die Zuchtzulassung geröntgt und sonst gar nicht, da die Hunde so oder so absolut symptomfrei sind und schlechter als C gab es schon 10 Jahre nicht mehr (bei den KHC). Ein Tierarzt meinte auch schon im Vortrag, dass die Skala für HD egt angepasst gehört, da "leichte HD" irreführend wäre, da wie gesagt der Großteil nie Probleme entwickelt.


    Allerdings gehören die Hunde auch nicht zu den Riesenrassen. Über 30kg kommt da selten einer.

    Und bei uns ist es tatsächlich erlaubt, eine C-Hüfte zur Zucht einzusetzen, mit der Auflage, dass diese nur mit A verpaart werden darf. Kommt aber praktisch nicht vor.

    Deswegen wundert es mich so, dass eine B-Hüfte Symptome zeigen soll? Widerspricht egt allem, was ich bisher darüber erfahren hab. Aber nun gut, ich denke, dass leichtere Hunde da einfach den Vorteil auf ihrer Seite haben.

    zum merle:

    Die beziehen sich da auf die selbe alte Studie wie auch der Wikipedia Artikel, bei dem eine Hand voll eng verwandte Dackel untersucht wurden. Der VDH hat die Farbe durchaus nochmal in Frage gestellt und eine Studie in Auftrag gegeben.
    Ergebnis:
    "Nach einer Massenstudie der Universitätsklinik Giessen (298 Hunde): davon 140 untersuchte Britische Hütehunde mit blue-merle, teils komplette Würfe mit Eltern wurde festgestellt: Anzahl der einseitig tauben Hunde 0, der beidseitig tauben Hunde 0." Quelle Clubreport vom cfbrh 2010.

    Seriöse Verbände haben Auflagen für das Züchten mit merle.

    In Narkose, richtig gewinkelt beim Haustierarzt anfertigen lassen und dann zum offiziellen Gutachter zur Auswertung geschickt. Es war eine echte B-Hüfte, ob du es dir vorstellen kannst oder nicht.

    Kein Grund schnippisch zu werden, auf eine normale Frage kann man auch normal antworten :muede: