Beiträge von Gefühl

    Was ich nur noch dazu sagen kann, ist, dass das Gassigehen an sich ganz anders ist im Tierheim als ich es mir vorgestellt hatte. Also mal nur ne halbe Stunde ist in unserem Tierheim zumindest eher nicht möglich gewesen. Da wurde schon "erwartet", dass man innerhalb der Gassizeiten auch so lange wie möglich da bleibt (in meinem Fall von 8-12 Uhr, manche kamen aber auch erst um 10, aber das war so das späteste, also Minimum 2 h ist man auf jeden Fall da gewesen). Und dann ging man auch nicht nur mit einem Hund raus, sondern immer nur für 20-40 min mit einem und dann kam eben der nächste dran. Denn es sollten nach Möglichkeit (was meistens logischerweise nicht so war, weil ja nicht jeden Tag ALLE Gassigänger da waren) alle Hunde jeden Tag zumindest mal kurz rauskommen.

    Also so eine, ich sage mal, romantische Vorstellung von einem netten Spaziergang mit einem einzelnen Hund ist eher selten gewesen (ich hatte ja selbst so eine Vorstellung davon, bevor ich damit angefangen habe). Meistens ist man halt mit einer Gruppe von Gassigängern unterwegs, die eben den ganzen Zwinger mit zB 5 Hunden drin auf einmal nimmt. Denn wenn man zB nur 4 Hunde aus dem Zwinger genommen hätte und einer bleibt da zurück, das wäre auch blöd für den Hund gewesen. Daher haben wir das immer so gemacht bzw machen müssen, da gab und gibt es halt schon recht strenge Auflagen und Regeln.

    Das nur mal am Rande.

    Also zum Thema "Erfahrung" würde ich gern sagen, dass ich letztes Jahr in unserem Tierheim einige Monate als Gassigängerin gearbeitet habe und das eine wirklich EXTREME Bereicherung für meinen Erfahrungsschatz war. Ich hatte selbst vorher schon Hunde, eine eigene Hündin (die Anfang letzten Jahres leider verstorben ist) und auch einen Familienhund als ich noch ein Kind/Jugendliche war. Aber diese Erfahrungen haben mir bei den Tierheim-Hunden kaum geholfen. Ich habe gelernt die Signale der jeweiligen Hunde viel besser zu erkennen, also wirklich die Unterschiede bei den verschiedenen Hunden (und Hunderassen) und auch mehr auf Kleinigkeiten zu achten. Ich habe das nur 4 Monate (dafür aber fast täglich) gemacht und es hat, wie gesagt, mein Leben echt sehr bereichert.

    Also falls es dir um den Kontakt mit Hunden generell geht, kann ich dir das echt sehr ans Herz legen.

    Ansonsten ist Hundesitting aber bestimmt auch eine sehr gute Möglichkeit, ich hoffe auf jeden Fall du findest die richtige Lösung bzw. den richtigen Weg für dich. :)

    Ich hatte mal eine 20m2 Bude mit meiner Labrador Hündin. Ja, das geht schon klar.

    ABER:

    Ich habe allein dort gelebt, also niemand, der eher widerwillig zugestimmt hat bzw. mit solchen Auflagen wie deine Mitbewohner.

    Ansonsten wurde hier schon vieles genannt, worüber du dir Gedanken machen solltest.

    Ich persönlich hab damals, mit Anfang/Mitte 20 meinen ersten Hund aufgenommen und war leider völlig überfordert. Und das obwohl ich sehr viel über Hundeerziehung gelesen hatte (auch schon hier im Forum). Trotzdem wars in meiner Vorstellung alles viel einfacher, weil der Welpe ja von Anfang an bei mir ist, ich ihn ja so "formen" kann wie ich es für mich brauche. Tja. Wenn man aber wenig bis keine Ahnung von Welpen hat, dann geht das schnell nach hinten los. Und wenn man dann noch Mitbewohner hat, die eh eigentlich keinen Hund in der Bude haben wollen... das Ganze ist leider unter all diesen Vorraussetzungen zum Scheitern verurteilt.

    Und das hier:

    Finde ich auch ganz wichtig! Nicht nur "ich ich ich" denken, sondern, was kannst du dem Hund für ein schönes Leben bieten?

    Ich verstehe nicht, wie man 2 Wochen lang warten kann und selbst nach diesen Hinweisen hier im Forum noch meint bis Freitag warten zu müssen.

    Und ernsthaft: Du schimpfst sie, wenn sie reingemacht hat? Bist du nicht die, die überall nach positiver Erziehung schreit? Denk bitte mal darüber nach.

    Ich hoffe für deine Hündin, dass es ein Erziehungs- und KEIN gesundheitliches Problem ist, aber wahrscheinlicher ist leider, dass sie jetzt schon so lange mit einer Blasenentzündung herumläuft und du einfach nichts gemacht hast. Sorry, das macht mich gerade richtig fassungslos.

    Hunde zeigen oft keine Anzeichen von Schmerzen o.ä. aber so häufiges Reinpinkeln "aus dem Nichts", DAS ist doch wohl ein Anzeichen dafür, dass was nicht stimmt!