Beiträge von JuMaRo

    Ich hab mit Emma, als sie noch kleiner war, auch nur ganz wenig Programm gefahren. Das Problem war bei ihr, dass sie auch mega aufgedreht war. Ruhepausen konnte sie bspw. gar nicht machen. Sie legte sich zwar kurz hin, aber sobald auch nur eine Fluse Staub vorbeigeschwebt ist oder irgendwo ein Mini-Geräusch war, war sie sofort wieder unterwegs. Ich hab mich schon immer nicht getraut, vom Sofa aufzustehen, wenn sie sich tatsächlich mal irgendwo hingelegt hatte, weil sie sonst direkt wieder mit von der Partie gewesen wäre.
    Wenn das Programm tagsüber also zu viel war, ging hier die Post ab.
    Ich musste sie tatsächlich auch zu Pausen zwingen. Den ersten Monat hab ich immer gehofft, dass sie von selbst irgendwann müde wird. Das wurde sie ja auch, aber ans Aufhören hat sie trotzdem nicht gedacht. Also ging's irgendwann ab in die Box und Tür zu. Und siehe da, Madame ist innerhalb von 5 Sekunden umgefallen und hat tief und fest geschlafen.
    Heute ist sie tiefenentspannt und kann zuhause runterfahren. Das war früher nicht möglich. Auch in der Junghundphase hatten wir noch zu kämpfen.

    Also das tägliche Programm, welches man mit seinem Hund fährt, ist ja auch einfach vom Hund abhängig. Emmas bester Freund würde bei zu viel Programm völlig überdrehen.
    Ein anderer Hund aus unserem Bekanntenkreis ist täglich mind. 4 Stunden in action (mit gassigehen, Kopfarbeit, Agility usw., also nicht alles auf einmal natürlich, sondern jeden Tag was anderes). Der Hund ist tiefenentspannt.
    Also nur weil ein Hund jeden Tag mit 3 Stunden laufen ausgelastet ist, heißt das ja nicht, dass der nächste genauso viel machen muss oder nicht sogar mehr braucht...

    Kurzes Zögern bei diesen Reizen ist gestattet, aber keine deutliche Angst oder sogar Flucht vor den Dingen.
    Übermäßiges Bellen bei den Schüssen ist auch nicht gestattet. Kurz ist ok, aber der Hund darf sich nicht hineinsteigern (daher wäre bei unserem Wesenstest fast ein Hund durchgefallen).