Beiträge von silvi-p

    Hi,
    dasselbe hat mich letztens auch eine andere Hundehalterin gefragt.
    Ich hatte es so verstanden, dass _nach einer Aufbauphase_ auch mal das Lecker weggelassen werden kann. Wichtig wäre es nur, dass ab und zu (erst häufiger, dann seltener) immer noch irgendwann eins kommt.
    Ich meine, wo ist sonst der Sinn bzw. der absolute Vorteil des Clickens? Dann könnte ich doch genauso mit "Fein" und Leckerli arbeiten? Ich möchte, dass mein Doggi langsam kapiert, dass "klick" so gut ist wie ein Leckerli. oder hab ich da jetzt was total falsch verstanden?

    *gleich mal in die bücher gucken geht*
    Viele Grüße
    Silvia

    Hi Rooky,
    das sind ja ganz schön grundlegende Fragen, die ihr da noch habt. Ich würde euch ein gutes Buch über Welpenerziehung ans Herz legen.

    Weiterhin: ich bin auch gegen Haltung im Garten, wenn es anders geht. Schmutz muss man ertragen können, wenn man einen Hund hat, und warum sollte er nicht mit drin sein? Du kannst ihm ja Räume verbieten, zu denen er keinen Zutritt haben soll, zB Schlafzimmer. Stichwort Rudeltier sagt eigentlich schon alles. (Und ich hätte Angst, dass ich es nicht mitbekomme, wenn es ihm mal nicht gut geht.)

    So, Futter ist schon eine sehr diffizile Angelegenheit. Ich bin auch BARFerin, verstehe aber, dass man da nicht auf Anhieb durchblickt. Es gibt zu dem Thema auch Bücher und ein paar Websites, und vor allem hier de BARF-Abteilung dieses Forums. Einiges müßt ihr selber sehen - nimmt euer Hund bei der gegebenen Menge zu oder ab, müsst ihr entsprechend mehr oder weniger geben; und wenn er anfängt zu mäkeln, liegt es an euch, zu sehen, ob er einfach mal meint, das Futter wäre unter seiner Würde oder ob es einen Grund für die Appetitlosigkeit gibt. Nie das Futter über den Tag stehen lassen: anbieten, 20min stehen lassen, wegpacken. Was nicht gefressen wird, wird bei der nächsten Mahlzeit wieder angeboten. Bei Trockenfutter stehen ja die Mengen auf den Packungen, da ist es oft so, dass diese Angaben etwas zu hoch angesetzt sind. Was niiiie gut ist: Trocken- und Nassfutter mischen (gibt Blähungen, unterschiedliche Verdauungszeiten) und Kuhmilch (kann nicht verdaut werden - Milchzucker). Was wichtig bei pflanzlicher Nahrung (Obst, Gemüse, Getreide) ist: der Hund kann das nicht so richtig verdauen. Obst und Gemüse muss fein püriert werden, Haferflocken über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Manche Hunde sortieren da aus, aber wenn man es zB mit Thunfisch aus der Dose (ohne Öl) oder Leber (püriert oder gehackt) mischt, kann man es unterschummeln. Ui, das artet hier ein wenig aus.... Bitte mal in der Abteilung BARF stöbern, sonst schreibe ich noch Romane :) Achso, Welpe - bis zu einem gewissen Alter gibt es 4, dann 3 Mahlzeiten. Neuere Empfehlungen tendieren auch bei erwachsenen Hunden zu zwei Mahlzeiten täglich. Aber ich weiss nicht mehr genau, mit wieviel Monaten.... sorry.

    Hundeschule/Erziehung: Ich würde als allererstes festlegen, welche generellen Regeln bei euch im Haushalt gelten sollen (Sofa oder nicht, beim Essen im Körbchen liegen etc.) und diese von Anfang an durchsetzen. Das erleichtert dem Hund auch die Eingewöhnung, weil es weniger verwirrend ist als "mal ja, mal nein". Und sobald er sich etwas eingewöhnt hat, vielleicht in 4 Wochen, würde ich zu einer Hundeschule gehen. Wenn er ein sehr sonniger Charakter ist, also wenig Unsicherheit zeigt, vielleicht schon früher.

    ui, ich hoffe, das hilft, ansonsten hier weiterfragen bitte! :)
    viele grüße
    Silvia
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    Boah,
    tut mir das gut, das zu hören! Mein Doggi hat abgenommen, und in meinem Rasseforum hab ich mir dafür einen *netten* Kommentar von einer Züchterin eingefangen... Naja, woher soll man auch wissen, dass die 3% quatsch sind und der Hund nicht einfach aus Gier bettelt?

    Ich denke, meiner wird sich bei 7,9kg (Ziel) auf ca. 350-400gr Tagesmenge plus Leckerli einpendeln, also, so plane ich das. Im Moment "mäste" ich ihn probeweise mit ca. 450-500gr Futter pro Tag, ich möchte gerne, dass er sich für den Winter eine kleine Reserve anlegt...

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi Betty,
    sorry, kann da wenig raten...
    Bei mir ist das auch so, habe einen Zwergpinscher. Männliche Kellner zB werden gerne angeknurrt, oder wenn Männer das Restaurant betreten. Ich würde bei dir darauf achten, dass du zwischen dem Körbchen und der Bürotür sitzt, dh, vielleicht das Körbchen so verrücken, dass es hinter deinem Stuhl ist. Mein Doggi fühlt sich so weniger für die Tür zuständig und ist viel ruhiger geworden.
    Solange es nur knurren ist, würde ich das ignorieren. Nur darauf achten, dass alle anderen das auch tun (zB sollen Kollegen, die reinkommen, sich ganz normal verhalten). Denn wenn Luna so abgrenzen will (ihr sollt hier nicht rein), dann sollte sie schnell merken, dass sie keinen Erfolg hat, dass aber im Gegenzug _keiner ihr zu nahe kommt, sie anfasst, anschaut oder ähnliches_.

    Kannst du Betty denn beruhigen? Vielleicht ist es so, dass Luna durch die Nervosität von Betty sich jetzt für Eindringlinge zuständig fühlt?
    Was auch gut wäre - vor dem Büro die beiden so "fertig zu machen" (toben etc), dass sie erstmal ne Weile schlafen. Dann puschen sie sich nicht so hoch.

    Viel Erfolg und schreib mal, was daraus geworden ist
    Silvia

    Hi,
    kann mich nur anschließen. Viele sehen das etwas zu blauäugig, gerade so Sachen wie Kino muss man halt ggf aufschieben, bis der Hund gut alleine bleiben kann. Denn es ist m. E. ziemlich schwierig, den Mittelweg zwischen dem Aufbau einer guten Bindung (=du bist das allerwichtigste für deinen Hund) und cool alleine bleiben können (eigentlich das Ggt.) zu finden.

    Hm. Zu deiner Wahl aus dem Tierheim. Da gibt es so manches zu bedenken. Keiner kennt die Tiere wirklich. Oftmals sind keine Infos zu den Hunden bekannt. In vielen Fällen werden Hunde beschrieben wie die Hotels im Reisekatalog, so auf die Art - ein aktives Nachtleben erwartet sie in nächster Nähe - bedeutet: an Schlaf nicht zu denken... So solltest du auch an die Beschreibungen im Tierheim rangehen. Wenn da steht - "ist ein guter Bewacher" dann frag' dich schonmal, wie du mit einem bellfreudigen Hund umgehst. Ich will auf keinen Fall schwarzmalen, aber solche Sachen merkt man meist erst hinterher.
    Und zum erwachsenen Hund: das kann wirklich ein Überraschungspaket sein. Mit einem Welpen kann man wachsen, und auch kleine Fehler sind keine Katastrophe. Wenn man aber das Verhalten eines erwachsenen Hundes nicht richtig einschätzen kann, und auch nicht genau weiss, wo bestimmte Sachen herkommen, kann das bös nach hinten losgehen. Als Anfänger würde ich da nur rangehen, wenn ich mit dem Tierheim ein gutes Gefühl habe (also, dass die mir auch hinterher helfen können) und wenn ich mich schon über HuSchu/Trainer(-möglichkeiten) kundig gemacht habe. (Ich habe selber auch gesagt, kein Welpe, erfordert zuviel Zeit und Aufsicht, aber im Endeffekt ist mein Hund mit 1,5 Jahren genauso zeitaufwendig, weil er ziemlich unsicher ist.)

    Aber: Tierheimhunde sind nun mal die ärmsten Seelen. Ich will dir auf keinen Fall komplett abraten. Wenn du es dir zutraust, mach es. Doggi wird dir dankbar sein!

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    ich kann nur sagen: wenn er auf dem Hundeplatz noch so zieht, dann macht einfach nur kurze Übungen. Sehr kurze. 2-5 Meter, in denen du ihn so lockst, wie du es beim "Hier"-Kommando machst, also dich echt zum Affen machst. Quietschen, Ball zeigen und bewegen, vor dem Training bisschen hungern lassen und ihm dann dabei Futter zeigen, ganz egal. Einfach mal nicht ans superkorrekte Fußgehen denken, sondern nur daran, dass dein Hund sich eben ein paar Schritte lang nur auf dich konzentriert.
    Danach würde ich wieder abbrechen und vielleicht mit lockerer Leine eine Runde um den Platz gehen wie beim Spazierengehen, so dass er dann soviel schnüffeln kann wie er will.
    Vielleicht hilft dir das?
    (Ich kenne das Problem - mein Doggi läuft bei uns ganz gut an der Leine, aber wenn wir mit der HuSchu in den Wald gehen, zieht er. Klar, Großstadthund! Die Trainerin wollte mir auch schon ein Halti andrehen, aber ich bin standhaft geblieben. Das geht auch so.)

    Viele Grüße
    Silvia

    puh,
    ich bin nicht alleine. :)
    meine eltern finden meinen hund einfach nur goldig und können ihm kaum widerstehen, ich muss meinem papa immer dreimal sagen, dass er, wenn schon, hundeleckerli kaufen soll und nicht immer mit fetzen salami vor meinem doggi rumwedeln soll (und dass überhaupt die bettelei bei tisch ignoriert werden sollte). meine mama ist sooooo happy, dass mein hund schon auf zuruf zu ihr kommt :) aber das war mir von anfang an klar, dass er sich eher an sie halten wird :). zum glück bin ich sehr selten bei meinen eltern zuhause. doggi hat da auch meistens die unruhe und ist ziemlich gestresst.

    die familie meines verlobten sind totale "landeier", nicht böse gemeint... da waren hunde früher "am hof", aber nicht drin (außer zur welpenzeit), und es wird per se mal davon ausgegangen, dass man ihnen zeigen muss, wer der chef ist. damit habe ich eher ein problem, weil mein hund unsicher ist und wenn dann mein fast-schwager drohend "zeigt, dass der mir nicht frech kommen soll", dann brause ich schon mal etwas auf. aber zum glück sind die kinder vernünftig, die hören eher auf mich :)

    viele grüße
    silvi

    Hi,
    super, ich bin nicht alleine, ich dachte schon, hier sind alles so Hardliner unterwegs, die sich nicht verabschieden und den Hund immer so "im Regen stehen lassen" ;)
    Beim Steigern entwickelt man selber ein ganz gutes Gefühl. Wie gesagt, ich bin bis 5 min in 30-sec-Schritten vorgegangen, danach hab ich nicht so genau drauf geachtet, mal 45sec mehr, mal 1:15 , und ab 10 min übe ich jetzt Zeiten von 10-20min, mal länger, mal kürzer. Ich mache das so noch eine Woche oder so, dann fange ich an, die Wohnung zu verlassen (da setze ich dann aber direkt bei 10 min. an). Ich denke, dann kann ich Zeiten in 5-10-Min-Unterschieden üben. Und irgendwann, hoffe ich, ist es egal, wie lange ich weg bin :)

    Ich will so vorsichtig vorgehen, weil mein Doggi sehr auf mich fixiert ist und ich es absolut ausschließen will, dass er nach einer Weile alleinesein doch noch die Panik kriegt oder anfängt irgend etwas zu zerstören etc. Ich weiss zwar nicht, ob ich nicht mehr Probleme als der Hund damit habe, aber das ist mir grad "wurscht". Bei anderen, die da anfänglich konsequenter waren oder wo der Hund nicht so fixiert ist, kann es schon schneller gehen, da gebe ich euch recht.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Silvia

    Hi Jacy,
    ich hab da so meine Regel, habe auch einen ZP: ab 0 Grad gibt's nen Mantel, zwischen 0 und 5 nur, wenn es auch noch feucht/windig ist (wie heute - bäääh!).
    An sich geht es ganz gut, solange der Hund sich viel bewegen kann.
    Wenn ihr doch mal nass werdet: Hund gut abrubbeln und danach daheim in Decke packen, ganz ganz wichtig, weil Doggi nach dem Abrubbeln nie ganz trocken ist.

    Du musst aufpassen, dass du dir kein Weichei ranziehst, aber andererseits verstehe ich es, wenn man ein schlechtes Gewissen hat, wenn Doggi zittert.
    Draußen hochnehmen und in Decke packen würde ich aber nicht machen, denn da gewöhnt sie sich vielleicht dran und dann kannst du sie zum Pinkeln tragen ;)

    Viele Grüße und viel Spaß mit der kleinen
    Silvia