Hi Julia,
das ist ja mal verquer.
Das mit dem Weitergehen/weitermachen würde ich auch sagen. Wenn sie es aus Unsicherheit tut, wird sie feststellen a) ich komme auch mit diesen Aktionen nicht weiter b) es passiert nichts.
Aktiv bestrafen würde ich nur, wenn ich sicher wäre, dass es 100% um Verteidigung geht. Das scheidet aber für mich hier irgendwie aus, rein vom Gefühl her.
Die Sache mit den Discs wäre ja die Konditionierung, die ich oben auch angesprochen habe. Es ist schon sinnvoll, dass der Trainer den Hauptteil der Konditionierung übernimmt (du solltest passiv dabei sein, bzw den folgenden hei-ti-tei-Part übernehmen). Denn die Discs sollen ja quasi "anonym" für den Hund bleiben. Also du sagst das Wort, "aus dem nichts heraus" kommen die discs dazu, und du fängst sofort, wenn dich peggy ansieht, mit den gut funktionierenden Befehlen an (abrufen, sitz etc), um ihr die Alternative klar zu machen. Machst du einen Timing-Fehler beim Werfen der Discs und Peggy sieht, wie du sie wirfst, sind sie nicht mehr anonym, und Peggy verliert wahrscheinlich ein Stück Vertrauen in dich.
Wie sehr sie sich erschreckt, das ist gerade das Schwierige zu bewerten... Da ist auch vom Trainer viel Feingefühl gefragt. Reagiert sie sonst stark auf Geräusche? Erschreckt sie sich, wenn dein Schlüssel zu Boden fällt? Wie stark? Im Grunde ist ja gewünscht, dass der Hund merkt - ui, das war ganz, ganz furchtbar schlecht. Irgendwie musst du ihm das klar machen. Da ist es meiner Meinung nach besser, ein richtig konditioniertes Signal zu haben, als immer nur laut zu werden.
Wie will denn der Trainer die Discs konditionieren? Soll da ein Befehl/Signalwort draus werden oder sollst du die dauernd werfen?
"Mit dem Kopf durch die Wand" finde ich gar nicht mal so falsch. Denn die Situation sollte nicht durch Stress oder durch Eingreifen deinerseits aufgeladen werden. Es sollte nichts besonderes sein.
Natürlich stimme ich mit dir überein, dass Schnauzgriff und Rückendrehen da absolut fehl am Platz ist. Als Maßnahme gegen Anschnappen wäre da vielleicht eher eine kurze, dünne Hausleine sinnvoll, an der man sie dann einfach aus dem Zimmer entfernt und abkühlen lässt.
puh. schon mal an eine zweite Trainermeinung gedacht? kannst ja den Trainer mit deinem angelesenen Wissen schonmal anfüttern... und konkret zu den Punkten fragen, die dir Bauchschmerzen machen...
viel erfolg weiterhin
Silvia