Beiträge von silvi-p

    Huhu,
    Sooo falsch finde ich die Voraussetzungen ja nun nicht. Du hast ja noch zwei Geschwister, vielleicht können die so langsam übernehmen, wenn du selber nicht mehr im Haus bist? Ok, man sollte nicht fest davon ausgehen, aber.... eine Möglichkeit wäre es.
    Wie sehr wünschen sich deine beiden Geschwister denn einen Hund?

    Es ist Erziehungssache, ob der Hund von 7-14 Uhr alleine bleiben kann oder nicht. Allerdings ist das, auch wenn ihr 6 Wochen in den Sommerferien Zeit zum Üben habt, für einen Welpen schon ein Hammer. Wenn ihr einen Welpen mit 8 Wochen bekommt und dann tatsächlich 6 Wochen Zeit habt, ist er noch nicht mal ein halbes Jahr alt, wenn er so lange alleine bleiben muss - da werden die meisten Hunde ihre Blase noch nicht unter Kontrolle haben. Das mit deiner Oma wäre also zwingend nötig. Wie rüstig ist denn die Dame sonst? Käme sie mit einem aufmüpfigen, energivollen Welpen zurecht? (der steht ja nicht auf, geht in den Garten, macht Pipi und legt sich wieder hin...)
    Oder wäre auch ein Junghund, so einjährig oder so, was für euch?

    Dann bin ich bei der Rasse jetzt auch überfragt. Die Sachen, die du beschreibst, das bringt fast jede Rasse mit (ausgenommen vielleicht Chow-Chows). Lerneifrig sind alle, DU musst lernen, wie du ihnen etwas beibringst und wie du sie motivierst... Und Radfahren und Reiten sind jetzt nicht die überschwierigen Aktivitäten, also dafür brauchst du nicht unbedingt ne spezielle Rasse... Das einzige, worauf du achten solltest, wäre, einen Hund möglichst ohne Veranlagung zur Jagd zu bekommen, sonst machen Ausritte mit dem keinen Spaß mehr. Und vielleicht keinen aus der Gruppe der Molosser, etwas lauffreudiges wie ein Dalmi zB könnt ich mir gut vorstellen. Allerdings gibt's halt bei fast allen "Laufhunden" ein wenig Jagdambition...

    Wie wär's denn mit einem Schäfermix oder so aus dem Tierheim?

    Und dann das Wichtigste... Wieviel Zeit bleibt dir realistisch gesehen von deinem Tag? Kannst du vor der Schule einmal mit dem Hund raus? Wieviel musst du nachmittags für die Schule tun? Bist du viel mit Freunden unterwegs? Du schreibst, du reitest, wieviel Zeit geht da drauf? Was machst du in der Zeit mit dem Hund? Einen Welpi wirst du kaum für die Zeit am Pferd in die Box sperren können, der wird Zeter und Mordio machen. Wie steht's mit abends ausgehen? Wäre es für deine Eltern ok, wenn du oft abends weg bist und sie den Hund dann immer haben?

    Ich würd an deiner Stelle nochmal Familienrat machen und ausloten, wieviel jede einzelne Person an Pflichten übernehmen würde. So dass du nachher weisst, ob du deiner Familie nicht Sachen aufbürdest, die sie nicht so recht wollen. Und vielleicht fallen euch dabei noch andere Sachen ein, an die ihr bis jetzt nicht gedacht habt.

    Viele Grüße und viel Erfolg
    Silvia

    Hallo Katja,
    (irgendwie schreibe ich immer was in deinen Themen!)
    hat die Paula schonmal so pinschertypisches Territorial-/Schutzverhalten an den Tag gelegt? Ich glaube, nicht, oder? Der andere Sommerwind-Pinscher, den ich kenne, ist auch seit Welpe bei seinem Herrchen und geht mit ins Geschäft. Er regt sich manchmal auf, wenn Kunden zur Tür reinkommen, mit Knurren und so (so à la - "wer bist du denn, raus hier"). Meiner hat sich das wieder abgewöhnt, war etwas unangenehm, weil auch etwas übertriebener, als ich beim Kunden vor Ort gearbeitet habe. Aber meiner zählt auch nicht, hat ne Macke ;)

    Ich würde (zur Vorbeugung, womit ich Paula natürlich nix unterstelle!) von Anfang an Paula an ihren Platz gewöhnen (eh klar) und sie so lange es geht und so häufig es geht dahin verfrachten. Am besten ist der Platz von der Tür aus gesehen hinter dir.

    Viel Spaß!
    Silvia

    Hi Kristina,
    so ein Schleppleinentraining besteht aus mehr als aus "Leine dran und los". Eigentlich musst du dich so verhalten, als hätte der Hund keine Leine dran, und ihn trotzdem immer bei dir behalten. Ich würde NICHT JETZT die Kaninchen aufsuchen, das bringt dir ja nix. Was erwartest du, was passiert? Er wird wieder abschalten und hängt in der Schleppleine, es ist ja so gut wie ausgeschlossen, dass du seine Aufmerksamkeit in dem Moment bekommst...
    Was die Spiele angeht: alles ist gut, was seine Aufmerksamkeit auf dich richtet. Zerrspiele, wenn er die sehr gerne spielt, würde ich zB als Belohnung für Herankommen einsetzen. Suchspiele bieten sich auch als Belohnung an, denn schnüffeln und Lecker finden macht fast jedem Hund Spaß.
    Hast du mal geguckt, ob du das Gröning-Buch findest? Bis dahin würde ich auf jeden Fall ein "guck-mal"-Kommando einführen, kannst du ja mal hier suchen.

    Mein absoluter Super-Rückruf ist "zuuuuuu-rück!" . Manchmal reicht aber auch ein "SAKRA!!" ;)

    Viel Erfolg
    Silvia

    Huhu,
    ich kann zwar nicht viel zu einer direkten Problemlösung beitragen, hätte aber noch ein paar Ideen, wie ihr der Sache auf den Grund gehen könntet.

    Ich würde ihren Stresspegel mal beobachten. Am einfachsten geht das, wenn es dir möglich ist, wenn du eine Art Tagebuch für den Hund führst. Schreib einfach auf, was den Tag über vorgefallen ist, was ihr zusammen gemacht habt, wieviel sie alleine bleiben musste, wann sie gestresst reagiert hat usw. einfach alles. Vielleicht ist sie an entspannteren Tagen ok und wenn sie Stress hat, baut sich das auf und sie reagiert komisch? Vielleicht findest du auch Faktoren, die du bisher nicht bemerkt hast. Körperliche Anstrengung, alleine bleiben, was auch immer. Und du, bist du ein ausgeglichener Mensch oder fährst du schnell hoch?

    Ich denke, das Stellen draußen hat was mit "Erwachsenwerden" zu tun und das mit deiner Tochter, dass sie meint, sie darf sie "maßregeln" (was erwachsene Hunde im Rudel dürfen). Dass sie das Maßregeln für Pipifax macht, oder einfach so, würde ich mal auf die Vergangenheit schieben, sie hat ja kaum Erziehung durch ihre Mutter erhalten und weiss daher bestimmt nicht, was angemessen ist.

    Auf jeden Fall einen Trainer hinzuziehen!!
    Viel Erfolg
    Silvia

    Also mein Hund muss nur "auf seinen Platz", wenn er mich woanders stört.
    Wir haben auch ne offene Küche, und wenn ich da werke, soll er mir auch nicht in den Füßen sein -> auf den Platz. Weil ich zufällig auch oft werke, bevor er sein Futter bekommt, geht er da sehr gerne hin. Auch unaufgefordert, um mir zu zeigen, dass es jetzt mal Zeit für Futter wäre ;)

    In meinem Büro ist das ein wenig anders, da hat er seine (offene) Box extra neben mir, aber von der Tür aus hinter mir, weil er dazu tendierte, alle anzumeckern, die reinkamen. Trotzdem ist es auch sein bevorzugter Platz. Selten einmal legt er sich in die Sonne in den Flur oder statt in die kuschlige Box auf das Parkett. Und im Schlafzimmer pennt er auf einem Samtkissen ;) neben meiner Bettseite.
    Insgesamt... setzt/legt er sich sowieso lieber an die Stellen, an denen irgendwie Teppich oder Flausch oder Fell liegt, und das sind nicht so viele.

    Ich nagele ihn sehr selten für längere Zeit auf dem Platz fest, aber ich finde es wichtig, dass ein Hund ein Kommando "auf den Platz" kennt. Ich denke, das ist auch bei der Nanny gemeint.

    Viele Grüße
    Silvia

    Ich schließe mich mal Bibidogs an.
    Wenn auch (noch) nicht so wütend.
    Allerdings, da gebe ich BigJoy recht, hört es sich wirklich so an, als wüdest du diese Situationen ein bissel lax sehen und dich nicht so recht bemühen, weil du sagst (sinngemäß) "was soll ich denn sonst tun, der kann das doch gar nicht können". Mit 8 Monaten und vor allem sooooo langer Hundeschule würde ich mehr erwarten, vor allem mehr Talent zum Management (=etwas vorausschauend handeln bzw schneller sein als der Hund), wenn der Rückruf nicht zuverlässig ist.

    Zu anderen hinrennen sehe ich als Unart, auch wenn es freundlich gemeint ist. Stell dir vor, da ist eine Straße dazwischen; hast du einen Rüden? Stell dir vor, er rennt zu jeder Hündin, wenn es irgendwo lecker riecht.

    Vorgestern an der Isar habe ich auch so einen "Unfall" gesehen: ein jüngerer Hund kam an einen älteren, schon leicht grauen Irish Setter (angeleint) rangetobt. War etwas zuviel, der Setter ist einfach sofort umgefallen. bums - auf die Seite. Das muss ja nun nicht sein.

    Viele Grüße
    Silvia

    Ich wollte auch noch was zum Supersignal sagen:
    Ich würde es in der Wohnung anfangen. Damit legt ihr einen guten Grundstock. Nicht gleich draußen.
    zweitens, ich sag zu meinen Leuten immer: das mus ein "zu-null-Spiel" sein: der Hund MUSS ABSOLUT JEDES MAL kommen (kommen können), wenn das Signal ertönt. Keine Ausnahme.
    drittens, das Superlecker muss wirklich was extra-Tolles sein, auf keinen Fall Lecker, die bei anderen Sachen auch verwendet werden.

    Viele Grüße, viel Erfolg
    Silvia

    Huhu Silberwind,
    dazu gibt es schon einen ewig langen Thread.... Thema hieß glaube ich sogar "Knurren verbieten?" oder so... guck mal in der Suche...
    Ja, wenn man einem Hund das Knurren verbietet, nimmt man ihm die Möglichkeit, diese Warnung oder diesen Hilferuf auszudrücken. Er geht dann direkt zur nächsten Stufe, meist Schnappen, über. Daher lehne ich es ab, dem Hund das Knurren zu verbieten und fasse es als "eh, hallo, hilft mir hier mal einer, Alarm, so geht das nicht" auf.

    Viele Grüße
    Silvia