Beiträge von silvi-p

    Huhu,
    ich bin inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass das Slalom-Lernen an sich wahrscheinlich bei keinem Hund linear verläuft, es gibt immer wieder Situationen oder Gegebenheiten, wo der Hund einen Rückschritt macht.
    Ich hatte mit dem Steckslalom mit Absperrband begonnen (zuhause), im Verein waren zu der Zeit schwarze Plastikbögen dran. Sobald mein Hund angefangen hat, zu schlängeln, haben die Bögen ihn aber gestört. Also ab damit. Am Steckslalom hatte ich sowieso keine, der stand schon ziemlich eng, ohne dass er sie gebraucht hätte.
    Zuhause hatte ich oft 8 Stangen stehen (sch** Steckslalom ging kaputt), im Verein aber immer 12.

    Was dann blöd war, war der Übergang zum Turnierslalom (Stangendicke? Metall auf dem Boden hat auf jeden Fall gestört), und auch die verstellbaren Gassenslaloms mit der doppelten Bodenschiene waren zunächst ein Graus, weil da für einen kleinen Hund unheimlich viel Metall ist und er leicht irgendwo schief drauftritt.

    Als das dann alles gut geklappt hat, auch mit Eingängen, hatten wir aus anderen Gründen Trainingspause.
    Als wir nun wieder angefangen haben, hat das Mäuschen plötzlich auf den letzten 2-3 Stangen gezögert, sie nicht gemacht, hat Platz angeboten... Dabei hatte er davor nie ein Problem damit. Im Training diese Woche hat sich das dann plötzlich gegeben. Als hätte er sich's überlegt ;)

    Also, einfach dranbleiben. :)
    Viele Grüße
    Silvia

    Vielleicht bringt der Umzugsstress diese Verhaltensweise wieder hervor.
    Ich würde vielleicht versuchen, sie nicht so inmitten der Kinder zu haben, wenn welche da sind, bis sie sich mehr entspannt hat. Gibt es noch andere Anzeichen von Stress? Schlägt sie vermehrt an, ist sie aktiver oder träger als zuvor?
    Trotzdem würde ich wie acidsmile vorschlägt, üben, sie auf Kommando wegzuschicken.
    Ich bin nicht sicher, ob es so gut ist, wenn du sie in so einer Situation zu dir holst - es könnte ihren Beschützerinstinkt dir gegenüber wecken - "ich halte alles von Frauchen fern, was mir nicht geheuer ist" - aber das musst du einschätzen.
    Viel Erfolg.
    Silvia

    @LouMaus,
    Slalom ist wirklich Fleißarbeit. Die Probleme, die du beschreibst, kriegst du mehrheitlich mit Üben weg, und zwar am besten, indem du genau auf das Timing der Belohnung achtest, immer sehr schnell nach Ende des korrekten Slaloms belohnen (also das bezieht sich auf das selbständige Abarbeiten). Wenn man alleine übt, ist es etwas schwierig, aber ideal wäre es, wenn hinter dem Slalom ein tolles Spieli oder ein Futterbeutel liegen würde, damit sich der Hund darauf konzentriert und nicht auf dich. Ich hab viel mit Futterbeutel geübt, den ich immer passend zum Ende des Slaloms geworfen hab. Immer in Laufrichtung des Hundes, gerade vom Slalom weg, um den Zug "hinten raus" nicht zu verlieren.
    Das saubere Einfädeln, tja, üben - wenn du keine Bögen hast, dann eben mit Band (kannst du immer weiter hochschieben). Clickerst du? Du könntest auch richtige Eingänge clickern.
    Es ist schon ein bissel hart, wenn dein Hund weder Eingänge noch das gesamte Gerät richtig macht, also da liegt noch ein bissel was vor dir ;)
    Mach nicht zu lange, maximal 5-10 Min., und übe zB mit dem Frühstück, das er sonst einfach so in den Napf bekommt.
    Grüßle
    Silvia
    PS - bei dem Slalomstand würde ich nicht davon ausgehen, dass du das bis April/Mai turniersicher hinbekommst. Wenn du es im Training schaffst, ein paarmal Parcoure flüssig durchzulaufen, inkl. Slalom, würde ich sagen, ok - musst du wissen, ob das geht oder ob es mehr "Gestoppel mit kreativen Pausen" wird ;)

    Naja,
    es ist halt schwierig, etwas zu raten. Du lehnst das Tier innerlich ab, das ist das Grundproblem.
    Ganz abgesehen von der ungünstigen Wohn-/Lebenssituation (das könnte man ja vielleicht irgendwie mit Sittern hinbekommen).
    Du musst dich auf den Hund einlassen. Das erfordert aber eine Änderung deiner Sichtweise... bist du dazu bereit? Wenn du schläfst und dich der Hund mit Abschlecken aufweckt, würde es ja genügen, dass du sie wegschiebst oder "nein!" sagst - ebenso mit allen anderen Abschleckereien (ich hab selber so einen Schlecki, irgendwann kapieren sie es schon). Es ist zwar nicht angenehm, aber es stirbt auch keiner dran. Der Hund drückt damit ein positives Gefühl dir gegenüber aus, sieh es so.
    Es würde erfordern, dass du irgendwie einen Zugang zu dem Tier findest... Wie ist es denn draußen, magst du es, draußen zu sein? Du könntest vielleicht irgend etwas mit ihr üben, einen Trick, oder ganz banale Sachen wie "Sitz" (hilft dann auch für drinnen...).

    Meist ist es so, dass wenn jemand erstmal versucht, "mit dem Hund zu reden", sich die Einstellung ändert.

    Aber das sind wirklich hypothetische Vorschläge, so übers Netz kann man die Situation kaum wirklich beurteilen. Manche Menschen sind einfach keine Hundemenschen, und dann einen Kompromiss zu finden, kann schwere Arbeit sein.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Ja,
    dieser Aspekt (intakt/kastriert) ist wirklich nicht zu vernachlässigen. Es kann sein, dass eine Kastration einen eigentlichen "Cheffe" degradiert, was zu Spannungen/Frechheiten/Rollenwechsel führen kann... Hängt natürlich auch von Charakter, Typ etc. der Hunde ab. Da muss man genau hinsehen, wen man kastrieren will, wenn überhaupt.
    Grüßle
    Silvia

    Huhu,
    ich habe ja auch zwei Hunde und stelle mir gerade vor, mein Freund würde sich aktiv an einem Gassigang "beteiligen" wollen. Ich stelle es mir schwierig vor - denn im Grunde interagiert ja immer _ein_ Hund mit _einem_ Menschen; also würden solche Sachen wie Wald-Agi oder Unterordnung dann sozusagen parallel laufen, die Menschen können doch da garnix "gemeinsam" machen? Frage an alle, wie macht ihr denn das??

    Wenn ich mit Begleitung mit den Hunden spazieren gehe, dann wird es ein reiner Laufspaziergang. Ich habe zwar die Augen auf den Hunden, aber ich beschäftige mich auch mit meiner Begleitung. Wenn ich alleine mit ihnen unterwegs bin, bespaße ich sie auch mal eher mit Suchaufgaben (einer muss warten) oder Unterordnung (dann mache ich einen irgendwo fest, weil sie nicht so lange abliegen müssen (kurzes Fell)). Im Grunde ist es mir aber lieber, alleine mit den beiden loszuziehen, dann kann ich abschalten.

    Ich denke, es geht hier um eine andere Problemebene... ihr unterscheidet euch einfach in der Art eurer Hundehaltung... du siehst sie kritisch, und sie reagiert mit Abwehr/Beschwerde (egal über was genau) darauf. So ist das halt, lies mal ein paar Themen hier, Hundehaltung ist nicht gleich Hundehaltung...

    Wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass ihr zusammen in einen Verein oder ähnliches geht, zu einer "Fun"-Stunde oder so? So hättet ihr Input von außen, und wenn der Trainer begabt ist, weckt er vielleicht doch einen kleinen "Ehrgeiz" in deiner Freundin.

    Ansonsten denke ich wie Sabine.
    Grüßle
    Silvia

    Also meine zwei sind
    Lima, Ersthund-Prinz, schwierig, nicht immer sozialkompatibel, 6,5 Jahre alt, rot
    Pick, Zweithund-Clown, der ideale Hund, wie aus dem Bilderbuch, leicht ausbildbar, lieb, freundlich, verschmust, alles, was man sich vorstellt. 2 Jahre, schwarz-rot.
    Beides intakte Zwergpinscher, aber große (Lima 38cm SH und Pick 34cm).
    Grüßle
    Silvia

    Zu deiner letzten Frage:
    da würde ich mir absolut keine Sorgen machen, was den Hund angeht. Die meisten Hunde, die sauber im Kopf sind (keine "unguten" Vorerfahrungen haben, sozialisiert, selbstsicher) können sehr, sehr gut unterscheiden und merken, wenn es ernst wird. Ein Knurren/Bellen würde da sicherlich kommen, auch wenn er sonst noch so lieb ist. Da haben schon einige "Dödel" für Überraschungen gesorgt. Was definitiv schief geht, ist, dem Hund das irgendwie beibringen zu wollen, denn das gerät sehr schnell außer Kontrolle, oder als unbedarfter Anfänger NUR aus diesem Grund auf einen Hund mit viel Schutztrieb zu setzen.
    Was ich viel, viel, viel besser fände, wäre, wenn deine Freundin einen Selbstverteidigungskurs belegen würde. Auch kleine, zierliche Personen können zielgerichtet agieren, um wenigstens einen Vorsprung zu kriegen. Oder sie bewaffnet sich halt mit Spray oä.
    Die Aufgabe des Beschützens würde ich keinem Hund explizit übertragen. Wenn sie selber unsicher ist und Hund "das übernehmen" soll, kann es böse Ausmaße annehmen. Der Hundeführer soll der sichere Hafen und souveräne Führer für den Hund sein, nicht umgekehrt.
    Grüßle
    Silvia

    ICH freue mich, dass Diego zunimmt!!

    Luca,
    mit "Durchschnittswerten", die für bestimmte "Kilo Hund" gelten, kommst du da aber nicht weiter... Kenne mehrere Pinscherbesitzer, die deutlich oberhalb der empfohlenen Futtermenge füttern müssen.
    Auch meine beiden bekommen ziemlich viel Futter (der Große (7,5-8kg) zb 150gr Platinum + 100 (normal) oder 200 (bei besonderer Belastung) gr Nassfutter - der Kleine (5,5-6kg) dieselbe Menge NaFu, Platinum etwas weniger).

    Wie machst du das, das "uE" zu berechnen (was ist das?), und wozu führt das? Und den Proteinbedarf? Woran orientiert sich das, also was ist die Grundlage?

    Grüßle
    Silvia