Beiträge von silvi-p

    Puh,
    also bitte, das mit "kleine Hunde anders ernähren" ist ja totaler Dumpfsinn... Nein, entschuldigung, aber da geht mir echt die Hutschnur hoch. Die Futtermenge ist anders, und manche mögen halt keine Riesenbrocken, aber dieses Verwöhnprogramm mit Wurst, Leckerli etc ist wirklich kontraproduktiv. Da erzieht man sich Mäkler, wie schon gesagt. Das hat aber nix mit klein oder groß zu tun!
    (Sorry, da geht bei mir sofort die Alarmglocke "kleine Hunde sind anders", "Kleine Hunde haben halt nicht so einen Gehorsam", "kleine Hunde sind halt oft Kläffer" an...!!)

    Bitte schau dir die links von Balljunkie an, da steht sehr viel Wissenswertes drin!
    Mein beiden Zwergpinscher (Rehpinscher nennt man sie nicht mehr, mit Rehpinschern sind heute meist Kleinhundmixe mit kurzem Fell gemeint) fressen alles, was ich ihnen gebe, bis hin zu Salatblättern, Gurkenstückchen und sogar Chicoree. Und eigentlich kenne ich es von anderen ZP-Haltern auch nur so.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Zitat

    Nun, ein Hund testet sein Leben lang immer mal wieder seine Grenzen aus. Das ist doch ein völlig normales Verhalten und keine menschliche Interpretation.

    Doch, ich finde schon, dass das eine menschliche Interpretation ist. Vielleicht hat er an den "austest-Tagen" auch einfach einen schlechten Tag, keinen Bock oder dem MENSCHEN ist es schlichtweg entfallen, wie wenig das Kommando in der Zeit davor geübt wurde...? Kann alles sein. "Testen" impliziert, dass Hunde einen "wenn-dann"-Plan aufstellen, und das traue ich ihnen einfach nicht zu.

    Naja, also so platt wie Freigeist oder Maschine, das lohnt sich ja fast nicht, zu diskutieren. Interessant ist es immer, wie man differenziert, also wo im Endeffekt die Prioritäten liegen, und wie man dahinkommt. Es wird ja kaum einer hier antworten: mein Hund darf alles, ich öffne ihm morgens die Haustür, und abends kommt er wieder, und genausowenig wird das andere Extrem vorkommen.

    Bei meinen Hunden ist das sehr typabhängig. Während ich beim Ersthund durchaus mal böse werde und ihn an der Halsfalte anfasse, weil er in gewissen Momenten nicht ansprechbar ist, hat der Zweithund schon fast Narrenfreiheit, weil er einfach nur nett und süß und freundlich ist, und IMMER gesprächsbereit.
    Kommandos werden so ausgeführt, wie ich sie haben will, basta. Und zwar sehr zeitnah, auch wenn die Hunde körpersprachliche Hilfen dafür brauchen (zB auf Liegeplatz deuten oder Hund dahin "drängeln" - der Zweithund ist so futtergeil, dass er manchmal einfach den Befehl nicht umsetzen kann, weil er näher am Futter sein MUSS).

    Insgesamt sehe ich es wie Falco, die Hunde müssen draußen und drinnen ansprechbar sein, gesprächsbereit, dann "gängel" ich sie auch nicht weiter. Spaziergänge über 1-1,5h gehen meist mit maximal einer Handvoll Worte vor sich. Es sei denn, ich gehe zum Arbeiten auf eine Wiese.

    Für diese "freigeistigen" komm-ich-heut-nicht-komm-ich-morgen-Ausführungen (zB Abruf mit erstmal Pieseln) kann ich mich nicht so recht erwärmen, weil meine Hunde zu schnell im Denken und Reagieren sind. Lasse ich ihnen so viel Freiraum beim Ausführen, sind die in der Zeit schon von 1000 anderen Dingen abgelenkt, das wird dann nix mehr. Ich denke aber hierbei hauptsächlich ans Abrufen. An der Leine laufen dürfen sie ein wenig mehr durcheinander, da ist mir zB eine superfixe Position nicht so wichtig, nur drüberstolpern will ich nicht und rumgezerrt werden auch nicht.

    Grüßle
    Silvia

    Ja, kenne das auch.
    Hier gibt es eine Borderhündin, die wir häufig beim Gassi sehen. Also meine Jungs sehen sie, sie sieht meine Jungs glaube ich eher nicht. Sie ist völlig auf die Ballschleuder fixiert. Geht auf 12 Uhr, Platz, wartet, dass der Ball fliegt, bringt ihn zu Frauchen (wirft vor die Füße), geht auf 12 Uhr, Platz, wartet.... sowas von öde!
    Das wäre mir auch zu blöd.
    Keine Ahnung, ob die auch mal woanders normal geht.
    Grüßle
    Silvia

    Na,
    also ich hätte ja wirklich alles erwartet, aber dass hier noch Hundewelten zitiert wird, das nicht! *seufz* Nirgends ist man vor diesem Krempel sicher.

    Nein, alles verbieten ist sicherlich auch nicht richtig.
    Mein Ersthund ist teilweise unsicher, teilweise mobbt er kleinere Rüden. All das wird definitiv schlimmer, wenn er sehr wenig Freilaufkontakte hat. Momentan haben wir das wieder so, weil es hier in der Stadt eigentlich nur flexibeleinte (gröhlende) Kleinhunde gibt.
    Am liebsten ist mir der Kontakt noch im Verein, da ist genügend Platz, da stellt keiner Besitzansprüche, und die Halter sind zu 99% mit ETWAS Verstand gesegnet!
    Grüßle
    Silvia

    Hm,
    also ich finde den Eingangspost auch relativ naiv. Damit alle fein miteinander rumrüpeln können, züchten wir einfach die kleinen Hunde weg. (Überspitzt gesagt.) Die Zwergpinscher und Pinscher waren ja Hofhunde, ua mit dem Job, Kleintiere und Nager zu jagen, und da macht es sich einfach besser, wenn der Hund klein, flitzig und wendig ist.
    Meine haben auch 33-34cm/5,5kg und 39cm/8kg.
    Standhalten würden sie dem schon, bzw. wegrennen könnten sie auch. Aber ist das viel besser, wenn ein Hund einfach aus Angst wegrennt?

    Ich habe mir den ersten angeschafft, weil die Hausverwaltung eigentlich gar keinen Hund erlauben wollte und mir dann, nach Verhandlungen, widerwillig eine Zwergrasse erlaubt hat. Habe jetzt also einen Königszwerg (er ist viel zu groß für seine Rasse). Beim zweiten kam ich schon in Versuchung, einen Deutschen Pinscher zu nehmen (45-50cm, ~18-20kg). Aber da ich gerne Hundesport mache und die DP da oftmals nicht so richtig dabei sind, habe ich mich dagegen entschieden und für einen zweiten Zwerg. Einen Dobi könnte ich mir auch richtig, richtig gut vorstellen, soviel zum Thema "würdet ihr eure Hunde auch nehmen, wenn sie größer wären".
    Nur leider geht das in meiner jetzigen Wohnung nicht (Dachgeschoss, fiese Treppe).

    Die anderen Vorteile wie "tragbar, erzwungen leinenführig, Auto" etc sehe ich schon auch, aber das waren keine Gründe für die Entscheidung.

    Wenn ich nochmal umziehen würde, würde ich gucken, dass ich irgendwo ebenerdig hinkomme, damit ich irgendwann die Möglichkeit hätte, mir einen mittelgroßen oder großen Hund anzuschaffen.
    Aber da die beiden Jungs ja mindestens 18 werden, ist das noch laaaaaaaaange kein Thema :) :)

    Grüßle
    Silvia

    Zitat

    Lass mich raten, Dein Hund ist in solchen Situationen der, der "drüber" steht, oder :hust: ?
    Ich würde nämlich sogar soweit gehen, zu behaupten, dass ein wirklich gut sozialisierter Hund es gar nicht nötig hat, einen anderen Hund "mal auf den Rücken zu drehen"!

    Danke, genau das brannte mir auch seit 3 Seiten auf den Nägeln.
    Wir sagen immer, "auf den Rücken legen" als Erziehungsmethode taugt nix, weil das nicht "passiv" geht, also, wenn, dann legt sich der Hund selber auf den Rücken und WIRD nicht gedreht. Aber unter Hunden soll das in Ordnung sein? Meine Hunde sind wie gesagt sauber im Kopf, aber vor einem fremden Hund würden die sich niemals auf den Rücken legen.

    Sorry, aber mein Hund hat nicht laut zu werden. Hat er keinen Bock, soll er weitergehen. Irgendwas "ausmachen" braucht er mit fremden Hunden nicht, wieso und wozu?
    Immer sind es Männer mit großen Hunden, die solche Sprüche bringen. Achso, nee, eine Bekannte auch, aus lauter FAULHEIT (da weiß ich es definitiv).

    Ich wünsche allen Großhundehaltern mal 1 Jahr Kleinhund und viele, viele "tolle" Kontakte. Ihr würdet euch nur noch wundern.

    Grüßle
    Silvia

    Zitat

    Was bringen mir gut sozialisierte Hunde, wenn die anderen das nicht sind?


    Und genau das ist des Pudels Kern.
    Für mich heißt "gut sozialisiert" auch, dass meine Hunde freche, aufdringliche oder provokante andere Hunde zurechtweisen dürfen. Allerdings: in wie vielen Fällen erträgt das der fremde Hund? Der ist ja nicht frech, aufdringlich oder provokant, weil er sonst so gut erzogen ist...
    Und da meine beiden größenmäßig 99% der anderen Hunde hier (Flexileinentypen ausgenommen) völlig unterlegen sind, lasse ich es gleich, rufe ab und gucke, dass ich weiterkomme, auch, wenn alle im Freilauf sind. Es sei denn, der/die andere/n Hund/e sind merklich entspannt. Dann sehr gerne.

    Meinem kleineren passiert es zB oft, dass fremde Hunde (eben auch, weil sie größer sind - natürlich immer nur Rüden) ihm den Kopf über den Nacken halten. T-Stellung vom feinsten. Klar bewegt sich dann keiner mehr. Und KEINER der Hundehalter sieht das.
    Das ist immer sone Situation, wo mir total der Schweiß ausbricht.

    Grüßle
    Silvia

    Oh,
    ich habe tatsächlich einen Dalmi vergessen. Der ist aber auch neu in meinem Repertoire.
    Er ist einer entfernten Bekannten zugelaufen. Da war er Junghund, aber schon kastriert (jetzt ist er so 3-4 Jahre). Das ist ein Grobmotoriker vor dem Herrn mit einem unheimlichen Bewegungsdrang, aber ich schätze, AUCH durch die frühe Kastration ist er sehr gut händelbar in Bezug auf andere Hunde und Kinder. Da ist er wirklich top.
    Er ist laut der Frau sehr gelehrig, aber sie möchte ihn trotzdem abgeben, weil er bei ihr mit jetzt zwei Kleinkindern viel zu kurz kommt. Schade.
    Grüßle
    Silvia