Beiträge von silvi-p

    Ohje :)
    Fühl dich mal gedrückt, das war ganz genau dasselbe in grün bei mir!! Möpsle (BC-Junghündin) ist jetzt knappe 9 Monate alt. Und es WIRD besser. Ja, sie hat immer noch ihren "jetzt unbedingt"-Flash mit meinem jüngeren Rüden (da sehe ich das, was Corinna beschreibt), aber er wird kürzer, und ich finde Gegenmittel. Ich schicke sie zB zuerst weiter und leine ihn etwas später ab. Wenn sie sich ein bissel selber bespaßt hat (sie rennt eine kleine Strecke... sucht sich zB ein Stöckchen und trägt das kurz rum), nervt sie ihn nicht mehr so sehr. Ich kann sie immer besser abrufen bzw. ihr auf Entfernung vermitteln "jetzt reicht's". Am Anfang war ich auch ziemlich verzweifelt, denn sie wollte immer unbedingt VOR den Jungs sein, damit aber mehr als eine Schleppleinenlänge von mir weg, also kaum noch zu kontrollieren. Ich habe die Gänge mit ihr alleine dann für viel Abruftraining genutzt, mit ganz tollen Belohnungen, denn alleine geht sie natürlich nicht so weit weg - ich hab sie aber auch nur sehr selektiv abgeleint. Und wir haben ein bissel UO geübt (ich mag das), kann man überall machen und ist super für die Bindung.
    Es ist einfach eine ungünstige Lernsituation, eine extreme Ablenkung, daher dauert das Lernen viel länger und ist weniger effektiv. Aber es passiert trotzdem! Bleib dran!
    Ach ja, und nicht wundern, wenn während erster Läufigkeit und Pubertät dann wieder alles weg ist *seufz*
    Für mich waren die gemeinsamen Spaziergänge in der ersten Zeit auch purer Stress, ich kann dich echt verstehen! Aber der Jungspund kann einfach nix dafür... wir machen es uns selber schwer xD
    Andererseits MÜSSEN sie es auch lernen, ich kann ja nicht ewig getrennt gehen, bzw. gibt es ja auch genügend andere Ablenkungen, bei denen sie auch hören müssen.
    Viel Erfolg weiterhin, bleib dran!
    Silvia

    Fremdhundkontakt ist gerade out. Das Baby macht ein Riesentheater, weil soooooo begeistert, die Jungs sind an der Leine, damit sie nicht zu zweit auf den Einzelnen zurennen, an der Leine aber eher nicht so nett, also: KEINER.
    Bei ausgewählten Hunden dürfen die Jungs laufen (und sind relativ schnell wieder mit ihren eigenen Prios beschäftigt) und Baby muss ein wenig sitzen/mich angucken, dann darf es auch. Wenn ich sie an der Leine habe. Wenn nicht, habe ich eh keine Chance, sie brettert hin!
    *seufz* das Thema hab ich echt unterschätzt, mit den beiden Jungs war das eher noch gechillt als jetzt zu dritt.
    Grüßle
    Silvia

    Doch, Lucy_Lou,
    meine Kleine rast auch gerne mal so geradeaus los. Zwar nicht lange, aber - da ist keiner, es ist kein Jagen und nix, einfach mal Gas nach vorne! Zum Glück hört sie dabei ganz gut auf eine Art Stop-Pfiff. Das zeigt mir auch, dass sie nicht "irre/abgeschaltet" wegpest, von daher ist es ok. Ich find's süß. :) Da sie ja auch im Spiel hauptsächlich rennt, denke ich, das gefällt ihr einfach.

    Kneifen tut sie mich auch schonmal, aber nur so im Übermut, vor Ungeduld (springt mich an und knapst). Ich kann es schon absehen, wann es kommt, und ein wenig gegensteuern. Ich denke, das gibt sich bald. Mache mir jedenfalls keine Sorgen, denn sie ist eher sensibel, weniger frecher Sturkopf.

    Grüßle
    Silvia

    Huhu,
    ich habe eine für meinen rotbraunen Hund, aber er trägt sie sehr selten und ist daheim eh immer "nackt". Bei ihm hat sie nicht abgefärbt. Weiß aber nicht, ob das so repräsentativ ist.
    Curogan kann nicht abplatzen, es ist gemischtes Metall, nicht beschichtet.
    Viel Erfolg noch :)
    Silvia

    Mein Gott,
    ihr wisst ja gar nicht, wie gut es tut, all eure Berichte zu lesen!! Danke! :gott:
    Meine kleine Maus ist ja gerade 8,5 Monate alt und mit der ersten Läufigkeit durch... und es ist sooooo frustrierend. Teilweise habe ich das Gefühl, wir wohnen zwar zusammen, aber sie hat überhaupt keine Bindung zu mir.
    Rassetypisch (wie ich allein diese "Rechtfertigung" schon hasse) rennt sie beim Gassi immer ganz nach vorne, vor die beiden Jungs. Den jüngeren versucht sie manchmal einzugrenzen, pöbelig spielend, aber das lässt nach, da sind wir auf einem guten Weg. Komischerweise macht sie das mit dem Älteren so gar nicht. Dadurch, dass sie immer so weit vorne ist, ist natürlich Rückruf eine extrem hakelige Angelegenheit. Manchmal/meistens kommt sie, manchmal aber auch nicht - und dann hab ich die komplette Arschkarte, denn dann hab ich keine Chance, irgendwie einzuwirken, außer umzudrehen. Dann kommt sie zwar in meine Nähe, lässt sich aber auch nicht greifen oä. Ganz toll sind die Male, wo nicht sie selber zu mir kommen will, sondern mein einer Rüde brav zu mir rennt, und sie ihn nur pöbelnd/spielend verfolgt und nervt und deswegen dann bei mir endet. :ugly: (Schleppleine müsste 25m lang sein. Ist mir für die Jungs zu gefährlich... und wir treffen häufiger auch eine Sitterin mit 6-7 Hunden, das wäre mein Horror, wenn das Baby da mit der Schleppe reinrennt!)
    Fremdhunde sind das aller-allergrößte überhaupt... zum Glück sind hier alle recht verträglich. Ich habe keine Ahnung, wie ich da einen Fuß in die Tür kriegen soll. Sieht sie einen fremden Hund auf uns zukommen, flippt sie ziemlich aus (auch wenn wir alleine gehen), springt in die Leine, fiept, bellt manchmal... wenn wir mit allen einen fremden Hund treffen, gesellt sich zum verzweifelten Leine-reißen ein leicht aggressiver Unterton, aber sie darf dann sowieso nicht hin. EIGENTLICH! Denn es laufen hier bis auf 1-2 Hunde alle frei, also kommen die eh... Auch bei der Sitter-Gruppe laufen einige frei, einige angeleint. *aaargh* Bei Menschen ist sie auch kaum zu halten, schmeißt sich ran, pieselt...
    Einerseits weiß ich, dass es auf einem Gassigang mit 3 Hunden sehr schwer ist, Gehorsam zu verlangen oder zu üben, andererseits habe ich das Gefühl, ich kriege da nichtmal einen Ansatz hin; einerseits bin ich froh, dass sie Menschen und Hunde toll findet, andererseits mache ich mir Sorgen, ob bzw. wie ich sie da jemals ansprechbar bekommen kann... Ich nehme sie schon zwischendurch mal an die Führleine, inzwischen hat sie auch das Prinzip der Leinenführigkeit ein bissel verstanden, aber es ist halt eine maximale Ablenkung, wenn die Jungs weiter frei laufen dürfen. Verstehe ich, dass ihr das sehr schwer fällt.

    Ideen?

    Heute hat mich schon die zweite Person angesprochen, ob ich denn auch mal was mit der alleine machen würde... ja klar mach ich, aber das ist einfach NULL Vergleich...
    *seufz*
    Danke fürs Zuhören...
    Silvia

    Ja, mach mal langsam :)
    Der Trainer meint vielleicht, wenn sie zu sehr auf das Futter konzentriert ist, sieht sie gar nicht, dass das Rennen und Springen und so auch Spaß macht. Aber im Grunde würde ich auf diese Bemerkung nicht zuviel geben ;)
    Eben, mach dir nicht zu viele Gedanken, aber denke daran, die Leckerli nach einer Weile abzubauen!
    Das wird schon alles! Viel Spaß!
    Silvia

    Huhu,
    ich würde auch sagen, lass dich davon nicht verunsichern. Deine Hündin ist halt noch jung und wie du sagst kennt sie den Platz zum Spielen.
    Sichere sie mit der Leine, wenn du nicht dran bist, und wenn du dran bist, versuch' ihre Aufmerksamkeit zu behalten (notfalls lass sie Lecker aus deiner Hand knibbeln oder zergel mit einem Spielzeug mit ihr). Mit ein bißchen Übung kannst du das auch, während der Trainer etwas erklärt, kleine Multitasking-Aufgabe.
    Wenn sie bei längeren Sequenzen aussteigt und wegrennt, macht halt erstmal kürzere Sachen mit ihr - 2-3 Hindernisse, dann belohnen, dann nochmal ansetzen für die nächsten 2-3.

    Und bzgl. des Bellens am Rand: das Problem haben viele Agileute. Selbst Hunde, die ansonsten die Ruhe selbst sind, bellen, wenn sie anderen zusehen. Du hast es ja bei Hundebegegnungen schon richtig angefangen, übertrage das einfach aufs Warten. Oder gehe, wenn es zu schlimm wird, einfach ein Stückchen weiter weg und lasse sie zB Sitz/Platz machen, Tricks... so dass sie sich nicht so sehr mit dem Parcours befasst, bis ihr wieder dran seid.
    Viel Erfolg, es macht süchtig ;)
    Silvia

    Tja, also...
    leider ist einer meiner Jungs ziemlich unsicher, vor allem, wenn es sich um größere, intakte Rüden handelt. Ganz schlimm wird das, wenn es auch noch Kurzhaar-Rassen sind (nachdem wir in München mehrere Probleme mit Weimis hatten). Und rassetechnisch sind es die Terrier - sie kommen häufig schon imponierend an, was meinen ziemlich provoziert. Egal, welche Terrier, Yorkis, Jackys, die ganze "family".
    Der jüngere Rüde ist ziemlich souverän und "redet" erstmal anständig mit jedem, außer mit Terriern.
    Und das Baby... Baby unterwirft sich momentan allem und jedem, ich hoffe, dass sie das bald mal ablegt, sonst kriegt sie fürs Unterwerfen wohl bald noch Ärger im Sinne von "hör doch auf mit dem Blödsinn", was dann zu einer Spirale wird...
    Grüßle
    Silvia

    Hallo,
    jetzt hast du ja schon viel Input bekommen... Ich schließe mich der "allgemeinen Meinung" mal an. Ich würde abraten.
    Ich erkläre dir gerne, wieso - denn ich habe eine kleine BC-Hündin aus reiner Arbeitslinie. (Es ist übrigens "Schmarn" zu sagen, AL tickt so und SL tickt so und wenn man die mischt, dann wird das so und so - das geht nicht. Die "gemischten" Welpen können alle typischen Verhaltensweisen der AL und der SL in allen möglichen Kombinationen zeigen... Man weiß doch gar nicht, wie genau Verhalten und Charakter sich vererben. Kann man nicht voraussagen.)

    Also, meine kleine Hündin... ist gerade 7 Monate alt geworden. Sie ist irre. Sie ist irre lieb. Sie ist aber auch irre stark. Durchsetzungsfähig. Kann dir ganz genau zeigen, das will ich jetzt und das will ich nicht! Sie kann draußen ganz entspannt vor sich hin trödeln und rumschnüffeln... sie kann einen aber auch wahnsinnig machen, wenn sie meint, sie MUSS jetzt spielen und WILL jetzt das Rudel aufmischen. Du musst ihr schon sehr souverän entgegen treten können, um ihr zu vermitteln, was geht und was nicht. Das ist Konsequenz, aber... bevor man sowas nicht erlebt hat, weißt du einfach nicht, was es bedeutet, WIRKLICH konsequent zu sein. Auch wenn sie immer und immer wieder an der Leine zieht... Nerven behalten, Konzept durchziehen, ich habe das letzte Wort. Das ist ANSTRENGEND, sie gibt eben nicht so schnell auf und merkt sich jedes Nachlassen von dir. Gereizte Reaktion ist ein no-go bei sowas... entweder du stachelst sie noch auf, oder sie kommt erstmal den Rest des Tages nicht mehr zu dir.
    Bei manchen Dingen aber nur. Bei anderen ist sie irre sensibel und ein ganz kleines, herziges Baby, das noch sehr gerne an die Pfote genommen wird und dich anstrahlt, wenn du ihr Dinge erklärst. Sie lernt wahnsinnig schnell. Clickern ist mit ihr zB ein Traum. Andere würden sagen: Langweilig.
    Und, was ich auch unterschätzt habe... wie es ist, wenn sie überdreht. Anfangs habe ich mich wirklich kurz erschrocken (BC-Kenner werden mich jetzt auslachen). Das Baby hat mit 15 Wochen oder so wirklich sehr böse geknurrt und mich in die Hacken geschnappt, dass es schon fast weh tat. Dabei ging es doch nur darum, dass sie vom Garten wieder rein sollte... bis es mir siedend heiß einfiel - sie hatte zu wenig geschlafen! Zu viel mit dem Rudel gespielt! Ein paarmal ging das so, dann hatte ich verstanden, was los war und wo ihre Grenze war... aber ich denke, hätte ich in dieser Situation unsicher oder böse reagiert, wäre garantiert etwas schief gegangen. Das kann sich hochschaukeln! Manche Leute sagen, ein Hund DARF nie knurren! Was würden die in dieser Situation tun? Die Kleine konnte nicht anders...
    Beim Üben muss ich jedes Mal genau bewerten: wie ist die Situation? Was kann sie leisten? Wann müssen wir aufhören? Sie reagiert nämlich auf so ziemlich alles. Einiges ist schon wieder vorbei (Vögel, fliegende Blätter, in der Ferne bellende Hunde), anderes wird immer schwierig bleiben. Andere Hunde liebt sie zB - wie irre. Menschen genauso. Sie würde jede Gruppe sprengen, zu jedem Hund hinrennen, sie alle abknutschen, hin und her, vor und zurück... so extrem ist sie halt. Wir arbeiten daran, aber wie oben: gereizte Reaktion tut dem Hund unrecht. Grobheit verbietet sich von selbst. Und wenn du erlebst, wie sie ist, wenn ihre Hirnzellen voll sind... das möchtest du vermeiden. Sie wirkt ein bissel abwesend. Reagiert verzögert. Dazwischen Stillstand, ohne etwas zu fixieren oder so. Willst du sie dann motivieren, springt sie dir einmal mit voller Wucht an die Brust und schnappt dabei kurz, körperliche Energie ist da, aber eben - das Hirn ist voll. Der junge Border einer Bekannten springt nicht nur, er kneift die Gute richtig dabei, die hat blaue Flecken.

    Kurz gesagt... Border sind extrem, aber was "extrem" im Alltag bedeutet, stellt man sich natürlich NUR bei den erwünschten Eigenschaften vor - extrem lernfähig, extrem schnell, extrem aufmerksam. Die Kehrseite der Medaille ist einem nicht so präsent.
    Ich liebe dieses Kleinfuzz. Sie ist sehr besonders. Sie gibt immer alles - wenn sie kann. Und sie braucht das auch. Aber: ich arbeite von zuhause, bin fast den ganzen Tag mit meinen Hunden zusammen. Mir redet keiner in die Erziehung rein. Ich gehe 95% aller Gassirunden mit ihr. Ich kann mich durch extreme Erfahrungen mit meinen anderen beiden Hunden wahrscheinlich schneller in sie einfühlen als jemand, der noch gar keinen Hund hatte oder so einen komplikationslosen "Mitläuferhund". Ich könnte mir DIESEN Hund wirklich nicht in einer Familie mit mehreren Bezugspersonen und ein wenig Frisbee und Tricks vorstellen. Und sie ist ja noch eine Liebe, Süße. Wenn ich mir jetzt einen Rüden mit noch mehr eigenem Kopf vorstelle... *grusel*

    Zitat

    Sie laufen Fuss im Hütemodus, sie apportieren im Hütemodus, sie tun einfach alles so. schau dir Videos an von anderen Rassen in diesem sport und Videos von BCs du wirst den Unterschied in der Körperhaltung erkennen. Und ich bin so dreist und sage, dass das nicht normal ist und für den Hund nicht gut ist. es ist eine Ersatzbeschäftigung.


    Sehe ich nicht so. Wenn du einen Border mal beim Hüten gesehen hättest, würde dir sofort aufgehen, dass zB Fusslaufen im Hütemodus ein Widerspruch in sich ist! Das Problem mit der Hütethematik liegt mE woanders.

    Ich hoffe, mein langer Text hilft dir ein wenig.
    Viele Grüße
    Silvia

    @KiroTier,
    und die Krankenversicherung holt sich das Geld von der Haftpflicht des Hundehalters, da kannst du sicher sein!

    Mir ist mal was Ähnliches passiert, ich hatte enormen Ausfall, weil ich selbständig bin und 5-6 Wochen nix machen konnte außer auf dem Sofa liegen. Es war Sommer und der Biss hat sich entzündet. Aber: die Halterin habe ich später gefunden. 1,5 Jahre, aber ich habe sie erneut getroffen. Da die Anzeige von damals noch im System war und ich der Polizei sofort gesagt habe, dass die Frau uneinsichtig reagieren wird (sie hatte kurz nach dem Biss, bei einem erneuten Treffen 2-3 Tage später, auch die Daten nicht rausgeben wollen), kam die Streife kurz rüber und hat die Frau mal für mich befragt. Ich hab dann Schadenersatz und Schmerzensgeld bekommen.

    Also nicht aufgeben!
    Grüßle
    Silvia