Beiträge von souma

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    Sonst habe ich keine Pläne was seine Ausbildung betrifft, was ich mit ihm machen möchte. Ich denke das kommt auf das Tier an und was sich herauskristallisiert, welche Neigungen und Fähigkeiten das Tier hat und wie ich dann somit weiter mit ihm arbeiten kann, bzw. woran es Spaß hat.

    Nee, da liegst Du leider völlig falsch. Das "kristalliasiert" sich nicht heraus wie ein Orakel, sondern ein Hund ist für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet worden und da sollte man sich gaaaanz viele Gedanken machen, ob man der Bestimmung des Hundes gerecht werden kann bzw. wie man sie gerecht werden kann.

    Alle Rassen, die Du genannt hast, sind richtige Kuschelhunde und da schließe ich mich an:

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    aber ein Hund wuerde Dir sagen das er lieber zusammengequetscht nebem seinem Halter schlafen wuerde als alleine in einem Zwinger.

    Überdenk also noch einmal, warum und weshalb Du einen Hund neben Dir als ständigen Begleiter haben möchstest und was Du ihm wirklich zu bieten hast, damit die nächsten 1,5 Jahrzehnte auch für ihn richtig klasse sind.

    Hallo,

    und erst einmal ein herzliches Willkommen. :hallo:

    Ein Cocker mit 3 Jahren ist wirklich eine Herausforderung. Sie ist einfach ein Stöberhund, der eigentlich Wild aufstöbert, was der Jäger dann abschiessen kann, aber wenn sie eine vermeintliche Spur aufgenommen hat, dann sieht sie und hört sie nix mehr. Die langen Ohren scheinen dann auch als Scheuklappen zu dienen. ;)

    Aber das muss nicht sein und sie ist kein hofflungsloser Fall! Man muss nur ihren eigentlichen Jagdtrieb, für den sie gezüchtet wurde, akzeptieren und verstehen und in Bahnen lenken.

    Daher darfst Du sie auf gar keine Fall vorerst von der Leine machen, sondern trainierst mit ihr an der langen Schleppleine (die Suchfunktion wird Dir da viele Tipps geben). Und dann müsst Ihr zusehen, wie Ihr Eure Dame richtig gut geistig auslastet und mittels Trainig auf Euch fixiert.

    Schleppleine ist erst mal keine schlechte Idee, aber auch die Handhabung will trainiert sein. :D

    Da Deine in ihrer ersten Flegelphase ist, kannst Du es ja durchaus auch softer angehen. Natürlich sind Vögel, Hasen, Katzen u.a wesentlich interesannter und sie traut sich nun auch zu, richtig weit weg zu laufen, aber nun ist es an Dir, dass Du als erstes alle Vögel, Hasen, Katzen vor ihr siehst und sie bei Zeiten abrufst und Dich wesentlich interessanter machst.

    Und ihr das Kommen richtig schmackhaft mit Wiener Würstchen in unverfänglichen Situationen machst, und sie wirklich jedesmal, wenn sie kommt (auch wenn Du ihr 3 sek. vorher noch an den Hals gesprungen wärest, weil sie eben NICHT kommen wollte, weil sie sich irgendwo amüsiert hat :/), sie freudestrahlend begrüßt, dann aber auch auf ein artiges Sitz vor Dir inkl. Augenkontakt bestehst, um sie dann wieder mittels Freilaufkommando los laufen zu lassen.

    Das "Komm" ist eines der schwierigsten Kommandos überhaupt. Und selbst, wenn der Hundie es scheinbar eine Zeit lang befolgt, kommt ganz bestimmt wieder eine Zeit, wo er es austestet, wie weit er gehen kann, bis es richtig sitzt. Da braucht es eine Menge Geduld, Konsequenz und sehr viel Leckerlies. :roll:

    Da ich absolut kein Fan von Designerhunden bin und das Wort "Züchterin" in diesem Zusammenhang auch ein wenig fehlplaziert finde, würde ich natürlich gerne wissen, was Dich dazu bewegt hat, genau diese Mischung auszuwählen.

    Und insbesondere würde ich gerne wissen, was ein "Australian Labradoodle" ist (was für eine neurartige Wortkreation, leider scheint damit auch eine neuartige Genvermischung gemeint zu sein)??! Ein Aussie x Labrador x Pudel? :???:

    Süß und zum knutschen ist Deine auf jeden Fall!

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    Ich meine, alle jetzigen Rassen sind doch aus vorherigen anderen Rassen entstanden. Ab wann ist man in der Hinsicht seriös? Wenn die neu geschaffene Rasse FCI anerkannt ist?

    Um eine "neue" Rasse zu schaffen (wofür auch immer :???:), bedarf es ca. 8-10 Generationen, bis die Welpies zumindest in etwa ein gleiches Aussehen und Wesen haben. Um Erbkrankheiten zu vermeiden, sollten alle Vorfahren aus anderen Linien stammen.

    D.h. ein Welpie, der als erste richtig gute Neuzüchtung hervorgeht, hat 128 Vorfahren (bei 8 Generationen). Und damit alle Vorfahren nicht miteinander verwandt sind, bedarf es mind. 8 mal 128 Vorfahren, somit einer Menge richtig ambitionierter Menschen, die ihr ganzes Herzblut an die Neuzüchtung hängen, und auch einer Menge richtig guter Hunde, die alle Test bestehen. :D

    Um dann auch noch in einem Verband anerkannt zu werden, bedarf es sogar noch mehr Zeit und Geduld. Denn da kämpft man mit bürokratischen Hürden, Züchterstolz und muss sich auch rechtfertigen, warum überhaupt, und vorweisen, dass die Hunderasse wirklich stabil ist.

    Damit dürfte sich Deine Frage geklärt haben, denn es braucht einfach eine unglaubliche Zeit und richtig viel Engagement, die weit über die Verpaarung seiner Hündin mit einem Rüden hinaus geht.

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    Oder kann ich Merlin den Stress quasi "abtrainieren"?

    Ja, das kannst Du. Ist natürlich anstrengend, da er seinen ureigensten Instinkten folgt und Du nicht ständig "Dummies" ;) und willige HH zum Training um Dich rum hast. :D

    Aber im Prinzip ist es wie jedes anders Training, wo wir die Triebe der Hunde massiv beschneiden und in Bahnen lenken: Umlenken durch anderweitige Auslastung, die man positiv bestärken kann, Kontrolle durch intensives Gehorsamstraining und seeehr viel Konsequenz.

    Ich hatte auch mal einen "triebtollen" Rüden übernommen, der seinem vorherigen Besitzer bei wirklich jeder läufigen Hündin im großen Umkreis ausbüchste und dann völlig neben der Kappe war. Eigentlich hat er mich übernommen, da ich das nicht länger mit anschauen konnte, wie er eine Hündin nach der anderen deckte (die Hündinnenhalter hatten wirklich kaum eine Chance, das zu verhindern), und habe ihm gezeigt, was ein Halsband und eine Leine ist, und dass ich echt aufpasse, dass er sich keinen Meter von mir entfernt, wenn ich ihn mal wieder eingesammelt habe, um "Schlimmeres" zu verhindern.

    Daraufhin klebte mir der Hund an den Beinen, im wahrsten Sinne des Wortes, und sein Besitzer hat es nach vielen Versuchen aufgeben, ihn von mir wegzutragen, da sein Hund (wie immer :/) dann ganz schnell wieder ausbüchste, um sich bei mir unterm Stuhl oder hinter mir zu verstecken.

    Sicherlich war er auch danach bei mir immer noch ganz aufgeregt, wenn eine läufige Hündin ganz in der Nähe war, aber er war unendlich dankbar, dass ich ihm gezeigt habe, halt, stopp, NEIN!, denn für einen Rüden ist das auch nicht nur spassig, sondern eigentlich richtig stressig.

    Du bist da sicherlich sehr viel weiter mit Deinem, aber eigentlich ist alles nur eine Sache des Trainings.

    Was Euer TA gemacht hat, war reine Symptom-Behandlung, die ja auch angeschlagen hat. Aber damit wisst Ihr natürlich nicht, was der Auslöser war.

    Wenn Ihr das herausfinden wollt, dann würde ich Euch durchaus zu diversen Untersuchungen beim TA raten. Allerdings ist natürlich fragwürdig, ob Ihr aufgrund des Krankheitsverlaufs DIE Ursache wirklich herausfindet werdet. :???:

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    Sie ist ein Border Collie also somit total ungewöhnlich.

    Total ungewöhnlich, dass sie bellt? Meintest Du das?

    Denn das ist für Hütehunde das Normalste der Welt, ist ihnen rassebedingt quasi angezüchtet und gehört zu ihrer Kommunikation zwingend dazu (mal ganz davon abgesehen, dass sie eh sehr kommunikative Hunde sind, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Lauten den ganzen Tag von sich geben, sozusagen die Siamkatzen der Hunde, und dieses Verhalten spätestens durch Abschauen annehmen :D).

    Abstellen kannst Du es nicht und solltest es auch nicht. Aber natürlich kannsts Du es in Bahnen lenken, so dass sie nicht Deine Nachbarn und andere Leute aufschreckt.

    Aber das erreichst Du nicht, wenn Du es bei Deinem intelligenten Hund unterdrückst, sondern indem Du ihm zeigst, wann er es darf und wann nicht.

    Also führst Du ein Kommandos ein: Bell (inkl. Handzeichen) wird sie in 0,nix gelehrnt haben. Dann kommt das gaaaanz schwierige Kommando: Psst! (inkl. Handzeichen), dass Du schrittweise, angefangen bei sek., steigerst. Und tausend Leckerlies dürfen bei dem Training natürlich nicht fehlen. :D

    Wenn sie plötzlich rumkläfft, musst Du abwägen, ob Du sie schon so gut unter Kontrolle hast, dass sie auf Psst! hört, dann wird sie natürlich übermäßig gelobt, oder ob Du sie völlig ignorierst oder ob Du mit ihr auf die z.B. Kutsche zugehst, um ihr zu zeigen, dass sie jetzt echt rumspinnt. ;)

    Und siehe da, Deine Kleine wird kein Kläffer.

    Bei der Gelegenheit, wie lastet Du sie denn geistig aus? Denn Hütehunde brauchen eine richtig gute Auslastung, ansonsten "spinnen" sie rum, um ihre Triebe irgendwie abzureagieren, was sich auch in Deinem Amsterdam-Erlebnis äußern kann.

    Boahh, genau das frage ich mich auch gerade wieder. :schockiert:

    Denn meine Maus hatte zwischendurch Phasen, wo man der irrtümlichen Meinung war, juppie, well done!, aber die wechseln sich eigentlich bisher (sie ist gerade 2 geworden) nur beständig ab mit einer echt anstrengenden Zeit, wo sie richtig aufdreht, und das auch noch von mal zu mal immer weiter perfektioniert, so dass ich ständig weiter richtig gefordert bin, sie richtig zu fordern. :D

    Aber ich weiß von meinen bisherigen Hunden, dass das auch mal besser wird. Bei Souma war es ungefähr ihr 5. Geburtstag, wo sie ihr übersprühendes Temperament ein wenig runter gefahren hat. :roll:

    Das heißt natürlich nicht, dass sie nicht weiterhin lebhaft, neugierig, lernbegierig usw. war, aber ihr Temperament war endlich in "geordnete Bahnen" gelenkt. ;)

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    es gibt hier einen Chat?

    Ja, aber nur für Clubmitglieder, die bereit waren, die unglaubliche Summe von 15 EUR pro Jahr zu spenden.

    Aber nun zum Thema: Ich war die letzten Tage in Übersee und habe auch einen dieser Dog-Wisperer im TV fasziniert begutachtet. Was er so veranstaltet hat, war eigentlich o.k., ich bin jedenfalls nicht völlig entrüstet aus dem Bett aufgesprungen.

    Manch eine Aussage war natürlich ein wenig merkwürdig für mich. Da war ein (angeblich) völlig veränstigter und unerzogener Hund, der alle Besucher stellt und verbellt und einem 10jährigen "gehörte". Der Wisperer fragte ihn, was fühlst du, wenn du Deinen Hund anschaust. Der kleine Junge antwortete: "Ich hab ihn lieb!" Darauf der Wisperer: "Du kannst ihn nicht lieb haben, denn Du kannst nur Menschen lieb haben! Aber er ist ein HUND!!!" Der Junge guckte daraufhin natürlich ein wenig verstört in die Kamera.

    Und dann wurde es richtig lustig, denn der Wisperer war der Meinung, die gesamte Familie würde den Hund wie einen Menschen behandeln (sie reden ja auch ständig mit ihm wie mit einem Menschen), aber ein Hund versteht das nicht und reagiert eigentlich nur auf Körpersignale. Also sollte sich die gesamte Familie nur mittels Körpersprache unterhalten, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie man das macht. :D

    Naja, dann kam eins zum anderen, und siehe da, ohh Wunder :roll:, die letzten Szenen wurden einem völlig artigem Hund gespendet, der nicht nur urplötzlich alle Menschen mag und mit fremden Hunden im Park richtig gut sozialisiert rumtobt, nein, sie setzten eigentlich dem Fass die Krone auf. Der bis eben völlig unkontrollierbare Hund gehorchte dem kleinem Jungen 1a mit Sternchen und machte Sitz (so zuppig kann das wohl kaum ein Hund ;)) und machte eine Rolle hin und dann her und dann wieder zügig ins Steh.

    :lachtot:

    Ich hatte unsere hiesigen Hunde-Nannies ja schon immer in Verdacht, dass da ziemlich viel geschnitten und getürkt wird. Aber nun habe ich mal gesehen, wie man solch eine Sendung richtig schlecht schneiden und türken kann und wer darauf reinfällt, ist echt selber schuld. Und ich frage mich immer noch, warum da irgendein HH mitmacht? :???: